Ernüchterung beim SK Adnet: "Für uns zwei verlorene Punkte"

Nach dem 2:2-Auftaktremis gegen Bürmoos und der zuletzt empfindlichen 2:4-Derbyniederlage in Golling, sehnte sich der Abbruch-Zweite SK Adnet nach dem ersten vollen Erfolg. Mit dem SV Straßwalchen reiste gestern Abend ein Team zur Schnöll-Truppe, das in der "Null-Saison" mit einem satten 2:5 nach Hause geschickt wurde. Trotz numerischer Unterlegenheit stemmten sich die Flachgauer gegen die drohende Niederlage, sorgten zu zehnt im Nachschlag für eine Punkteteilung.

 

 

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Direkt verwandelte Ecke brachte Straßwalchen in Front

In den ersten 15 Minuten gaben die Hausherren ganz klar die Marschroute vor. Adnet war es auch, das in Person von Patrick Sparber (scheiterte im Eins-gegen-Eins an Gäste-Keeper Stefan Burger) den ersten Hochkaräter verbuchte. "Von Minute 20 bis zur Halbzeitpause haben wir dann gegen Straßwalchen und gegen den Sturm gespielt", deutete Heim-Coach Thomas Schnöll auf den Wetterumschwung hin, der es beiden Mannschaften nicht wirklich leicht machte. Nachdem Schwöller auf Seiten der Gäste einen Sitzer ausließ, verwandelte Manuel Gerbl in Minute 33 einen Corner direkt, stellte auf 0:1. "In der ersten Halbzeit waren wir Adnet überlegen", lagen für Straßwalchen-Trainer Florian Königseder die Vorteile in den ersten 45 Minuten klar auf seiner Seite.

 

Saftige Watschn in der Nachspielzeit: Adnet brachte Schäfchen nicht ins Trockene

Nach dem Seitenwechsel drückten die Hausherren mächtig auf die Tube. "Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor", fasste Schnöll zusammen. Eine wahre Chancenflut, in der ein Sparber-Kopfball von der Linie gekratzt wurde, ein Schnöll-Freistoß ans Außennetz ging und ein Ramsauer-Hammer nicht das gewünschte Ziel erreichte, mündete in der 53. Spielminute schließlich im 1:1: Patrick Sparber sorgte per Kopf für den Gleichstand. "Kurz davor hatte Schwöller die Chance auf das 0:2. Wenn er da trifft, ist der Sack vermutlich zu", trauerte Königseder einer Großchance seitens Straßwalchen nach. Zu Beginn der Schlussviertelstunde schwächten sich die Königseder-Schützlinge selbst, flog der gelbverwarnte David Schörghofer mit der Ampelkarte vom Platz. "Ich wollte ihn eigentlich auswechseln", verriet Königseder. Die Schnöll-Crew blieb tonangebend, drehte im Minute 80 neuerlich zum Torjubel ab: Jasin Jahic bewahrte vor der Gäste-Hütte die nötige Ruhe und drückte die Murmel zum 2:1 über die Linie. Weil Sparber kurz darauf alleine vor Burger zum wiederholten Male am kürzeren Ast saß, blieb die Partie ergebnistechnisch weiterhin offen. In der Nachspielzeit kam es für die Tennengauer knüppeldick: Johannes Schwöller scherzelte einen hohen Ball mit viel Köpfchen ins Netz - 2:2 (93.). Für den Übungsleiter der Gäste eine verdiente Punkteteilung: "In der ersten Halbzeit waren wir stärker, in Hälfte zwei Adnet. Meine Mannschaft hat in Unterzahl viel Moral gezeigt." Indes konnte Schnöll mit dem X nicht gut leben: "Für uns zwei verlorene Punkte. Wir haben es selbst in der Hand gehabt. Aber im Vergleich zur letzten Woche war es schon eine große Steigerung."

 

 

 SK Adnet  2:2 (0:1)  SV Straßwalchen 

Adnet, SR: Reuf Salihovic

 

Torfolge: 0:1 Manuel Gerbl (33.), 1:1 Patrick Sparber (53.), 2:1 Jasin Jahic (80.), 2:2 Johannes Schwöller (93.)

 

Gelb/Rot: David Schörghofer (76., Foul)

 

Die Besten: Thomas Mauberger (RV), Florian Widl (IV); Stefan Burger (TW), Johannes Schwöller (ST), Manuel Gerbl (DM), Daniel Ensinger (IV).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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