Sonnenplatz momentan weit entfernt! Auswärts anfälliger TSV Neumarkt macht es sich in der zweiten Reihe gemütlich

Den TSV Neumarkt in der Salzburger Liga nicht am Schirm zu haben, wäre total vermessen. Zwar reichte es für die Kicker rund um Coach Tomislav Jonjic nicht für ganz vorne, mit Zwischenplatz vier ist man aber voll im Soll. Das erklärte Saisonziel, einen Platz im oberen Tabellendrittel zu ergattern, werden die Neumarkter auch im zweiten Saisonabschnitt akribisch verfolgen. Nach der Generalversammlung, die im Frühjahr abgehalten werden soll, will sich der Verein zudem im Vorstand noch breiter und seriöser aufstellen.

 

Fotocredit: FMT-Pictures/T.A.

 

Auswärtsbilanz die Achillesferse der Neumarkter 

Der Saisonstart verlief für den TSV Neumarkt durchaus vielversprechend. Nach zwei Auftaktsiegen (in Siezenheim und zuhause gegen Altenmarkt) blieb mit den darauffolgenden beiden 1:1-Punkteteilungen gegen Hallwang und Adnet zumindest die Ungeschlagen-Serie bestehen. Wenn die Neumarkter im weiteren Verlauf der Herbstmeisterschaft kränkelten, dann war es bei den Matches in der Fremde. Einem 0:1 beim Ligaprimus Eugendorf folgten zwei fast schon desaströse Auftritte in Bürmoos (0:4) und Bergheim (2:4). Unterm Strich sprang für die Flachgauer, die im Herbst 17 Zähler auf ihr Konto zauberten, ein vierter Platz heraus. Gut, Hallwang, Bramberg (je ein Spiel weniger) und Adnet (zwei Spiele weniger) haben noch was in petto, trotzallerdem gibt's von Klubobmann Ing. Michael Thalhammer den Daumen nach oben: "In Summe darf man nicht unzufrieden sein. Bis auf die Partien in Bürmoos und Bergheim hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann."

 

Ohne "echten" Goleador: TSV-Angriffsspiel "variabler und weniger ausrechenbar" 

Die Eugendorfer haben Christof Kopleder (13 Saisontore), den Thalgauern beschert Mario Bergmüller (9) viel Freude. Weil Routinier und Mittelfeldstratege Raimund Friedl mit überschaubaren fünf erzielten Treffern die interne Schützenliste anführt, taucht berechtigterweise die Frage auf, ob dem TSV etwa der erfolgsbringende Knipser fehlt. Thalhammer winkt sofort ab: "Unser Spiel ist im Angriff variabler und weniger ausrechenbar geworden. Auch die Breite an Torschützen hat sich klar erhöht. Das ist ein Weg, den wir bewusst so eingeschlagen haben." 

 

Ziele

"Die nächste Saison ist schwer einzuschätzen. Wir werden schauen, was sich ergibt - ein Platz im oberen Drittel soll aber schon herausspringen", gab Thalhammer im Juli vor dem Saisonstart zu Protokoll. Wenige Monate später wurde diesbezüglich nichts umgekrempelt. "Die Ziele haben sich nicht verändert. Wir wollen im oberen Drittel mitspielen", bestätigt Thalhammer. Die hoch ambitionierten Flachgauer möchten aber nicht nur sportlich gut dastehen, sondern auch das Rundherum dementsprechend adaptieren. "Im Frühjahr steht die Generalversammlung ins Haus. Wir sind aktuell dabei, den Führungsstab für die kommenden zwei Jahre zu fixieren. Dabei möchten wir auch die Breite im Vorstand etwas vergrößern, um noch mehr Kompetenz und Unterstützung (e.g. Marketing und Sponsoring, rechtliche Fragen,...) in den Verein zu holen", so der TSV-Obmann weiter.

 

Transfers

Stand jetzt sind beim aktuellen Tabellenvierten der Salzburger Liga keine Transferbewegungen erkennbar. "Hierfür ist es noch zu früh", erklärt Thalhammer, der sich für mögliche Aktivitäten allerdings recht offen zeigt: "Sollte sich etwas Interessantes ergeben, werden wir uns das ansehen."

 

Vorbereitung

Bezüglich Corona-Pandemie tappt man auch in Neumarkt momentan im Ungewissen. "Wir wären schon froh, wenn wir Anfang Jänner mit dem regulären Trainingsbetrieb ohne signifikante Einschränkungen wieder starten dürften", schickt Thalhammer eine Art Stoßgebet in Richtung Fußballgott. Ein Trainingslager kommt beim TSV nicht in Frage. "Das wird's schon wegen Corona nicht geben."

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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