UFC SV Hallwang will Vorjahresform bestätigen

Der große Umbruch im Sommer 2019 stellte den UFC SV Hallwang anfangs vor große Probleme. In der "Null-Saison" 2020/21 zählten die Flachgauer schließlich zu den stärksten Mannschaften der Salzburger Liga. Trotz einigen Abgängen will sich die Belegschaft rund um Übungsleiter Patrick Schöberl künftig ähnlich gut wie im Vorjahr präsentieren. Die Vorbereitung verläuft momentan noch ruhig, in den kommenden Wochen geht's für den Abbruch-Fünften aber Schlag auf Schlag.

 

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UFC SV Hallwang - "Sprungbrett und coole Plattform"

2019/20 noch stark abstiegsgefährdet verwandelten sich die Hallwanger Kicker im 2020er-Herbst zu einem qualitativ hochwertigen und vor allem schwer zu bespielenden Salzburger Liga-Team. Mit 16 Punkte aus neun Partien bekleideten die Schöberl-Mannen einen Top-5-Platz, lachten nach den Runden zwei, vier und sieben sogar von der Tabellenspitze. Dass dem Amateurfußball letztendlich der Stecker gezogen wurde, betrachtet Schöberl aus zwei Blickwinkel: "Es ist schwierig zu beurteilen. Auf der einen Seite ist jeder froh, wenn er gesund bleibt, andererseits wird für einen sportlichen Erfolg sehr viel investiert. Ich finde es traurig, dass es im Endeffekt keine Lösung gegeben hat. Da bin ich ganz bei Kollege Thomas Schnöll, der ja auch gesagt hat, dass diesbezüglich anders reagiert werden hätte müssen." Zurück zu den Hallwangern und somit zurück zu einem Verein, der in der jüngsten Vergangenheit die Treppe vom Keller ins Obergeschoss gefunden hat. "Als ich nach Hallwang gekommen bin, gab's ja den großen Umbruch. Im ersten Halbjahr haben wir einige Fehler gemacht, aus denen wir im Vorjahr gelernt haben", erklärt Schöberl den eindrucksvollen Wandel um fast 180 Grad. Mit einem Altersdurchschnitt von etwa 22,5 zählen die Hallwanger zu den jüngsten Mannschaften der Salzburger Liga. "Der Verein hat viel zu bieten - nicht nur finanziell. Für viele Spieler ist er ein Sprungbrett und auf jeden Fall eine coole Plattform." 

 

Hält Hallwangs sportlicher Höhenflug an? Schöberl: "Da gehört immer ein Lauf dazu" 

Im Hinblick auf die bevorstehende Spielzeit würde Schöberl seine Crew am liebsten ähnlich weit vorne sehen wie im vergangenen Herbst. Doch der Hallwanger Übungsleiter weiß: "Da gehört immer ein Lauf dazu." Auf einen speziellen Tabellenplatz will sich Schöberl nicht fixieren: "Wir nehmen es wie es kommt, schauen von Spiel zu Spiel und versuchen, möglichst viele Punkte zu holen." Mit Corvin und Constantin Resch (Anif bzw. Kuchl), Udo Oberauer (Hallein), Manuel Rosbaud (Grödig 1b), Michael Petautschnig (Puch) und Domonkos Kecskes stehen den Hallwangern fünf Neuzugänge zu Buche. Letztgenannter tauchte vor einigen Jahren schon in Hallein auf, soll nun den Kampf um die Torwartposition anheizen. "Domonkos wurde uns von Hans-Peter Berger empfohlen. Zuletzt spielte er in der ungarischen 3. Liga. Jetzt hat er die Möglichkeit, sich zu beweisen und sich mit Erol und Shaqiri um die Einserposition zu matchen", erklärt Schöberl. Im Gegenzug wurden sieben Abgänge vermeldet: Michael Neureiter, Adil Alic (beide Hallein), Jusuf Omerovic (Henndorf), Daniel Ripic (unbekannt), Gernot Kronberger (Elixhausen), Andreas Wirth (HSV Wals) und Tobias Hauser (Mattsee) werden ihr Können ab sofort nicht mehr im Dress der Hallwanger zeigen.

 

Ruhe vor dem Sturm

"Wir gehen es aktuell noch ein bisschen ruhiger an", gewährt Schöberl einen kleinen Einblick ins Tagesgeschehen des Flachgauer Salzburgligisten. Auch wenn die Umdrehungsfrequenz noch ein Stück weit unter dem Höhepunkt liegt, ist man mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden. Das erste Testmatch absolvierten die Hallwanger am vergangenen Wochenende: In 2x 30 Minuten wurde Elixhausen mit 3:0 besiegt. "Nach so einer langen Zeit ohne Fußball, ist es wichtig, dass es dabei keine Probleme gibt. Und die gab es auch nicht", legt Schöberl an Tagen wie diesen einen großen Wert auf den gesundheitlichen Aspekt. Schön langsam wird's allerdings ernst. Denn mit St. Johann (26. Juni) und Austria Salzburg (6. Juli) warten schon die ersten Testspielkracher, am 17. Juli steigt schließlich das Cup-Erstrundenduell in St. Koloman. "Auswärts in St. Koloman ist ungut, aber ich bin mir sicher, dass wir mit einer soliden Leistung bestehen können", meint Schöberl, der den K.O.-Bewerb als "bessere Vorbereitung" sieht. "Da kannst du auf Wettkampfebene noch einige Sachen ausprobieren, unser Fokus liegt aber ganz klar auf der Liga."