"Reiner Abnützungskampf" - Neumarkt lässt in Adnet Federn

Enger hätte es an der Tabellenspitze der Salzburger Liga gar nicht zugehen können. Nachdem die Eugendorfer (1., 16 Pkt) erst vor kurzem vom Jäger zum Gejagten mutiert waren, kämpften heute ihre ersten Verfolger, der SK Adnet (3., 16 Pkt) und der TSV Neumarkt (2., 16 Pkt), im direkten Duell um Punkte. Das Momentum lag dabei ganz klar auf Seiten der Jonjic-Crew. Während Neumarkt (5:0 gegen Hallwang) zuletzt souverän drei Punkte einsackte, zog Adnet im Tennengau-Derby gegen Hallein (0:4) den Kürzeren. Daraus konnten die Flachgauer aber nur bedingt Kapital schlagen. Trotz einer anständigen Leistung musste sich der TSV im Tennengau letztendlich mit einem torlosen Remis begnügen.

 

 

Trotz Nullnummer zur Pause: Beidseitige Torsperre kam ins Wackeln

Wie viele der insgesamt 400 Besucher das erwartet hatten, übernahmen die Gäste aus dem Flachgau früh das Kommando. "Neumarkt hatte mehr vom Spiel und war immer brandgefährlich", bilanzierte Heim-Dompteur Thomas Schnöll. Möglichkeiten gab's dennoch auf beiden Seiten. Adnet scheiterte in Person von Andreas Essl am Alu, bei Neumarkt vergaben Pär und Friedl. "Wir haben unsere Chancen einfach nicht genützt", brachte es Neumarkts Obmann Michael Thalhammer auf den Punkt und schilderte die wohl knackigste Führungschance: "Ein indirekter Freistoß ging zunächst in die Mauer, den Nachschuss konnten die Adneter dann von der Linie kratzen." Viel Aufregung gab's wenig später auf der Gegenseite, fühlten sich die Hausherren in einer Situation doch sehr vom Schiedsrichtergespann benachteiligt. "Nach einem Foul an Essl blieb uns ein glasklarer Elfer verwehrt", schimpfte Schnöll. 

 

Adnet kämpfte in Unterzahl bis zum Umfallen

Im zweiten Durchgang blieb der TSV das optisch bessere Team. Während Schnöll der Meinung war: "Beide Mannschaften hätten das Spiel für sich entscheiden können", konnten für Thalhammer nur mehr seine Neumarkter in der Offensive Akzente setzen: "Adnet hat im gesamten Spiel vielleicht eine Torchance gehabt." Keine zwei Meinungen gab's schließlich in Minute 61, als der bereits mit Gelb verwarnte Heim-Akteur Patrick Ramsauer mit der Ampelkarte vom Rasen verwiesen wurde. In numerischer Überlegenheit erhöhte die Jonjic-Truppe die Drehzahl und drückte noch einmal ordentlich aufs Gas. "Einmal sind sie alleine vor unserem Tor aufgetaucht", sah Schnöll dem Unheil bereits ins Auge. Doch mit Mann und Maus verteidigend retteten die dezimierten Tennengauer den einen Punkt über die Runden. "Die Mannschaft hat heute eine unglaubliche taktische Disziplin sowie Kampf- und Laufbereitschaft an den Tag gelegt. In Summe ist für mich die Punkteteilung gerecht, weil man auch bedenken muss, dass wir eine halbe Stunde lang einen Spieler weniger waren", meint Schnöll. Am Gegenpol trauerte man indes dem "Dreier" nach, wie Thalhammer bestätigte: "Ganz klar zwei verlorene Punkte. Es war ein reiner Abnützungskampf, in dem Adnet alles in die Waagschale geworfen hat. Defensiv kann ich unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen - das war absolut in Ordnung."

 

Die Besten: Bernhard Marx (IV), Lukas Karbun (ZM), Horst Nestaval (ZM); Franz Promberger (IV), Christoph Hübl (ST), Raimund Friedl (ZM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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