"Gibt's vermutlich in ganz Österreich nicht" - Straßwalchen besiegt Golling und katapultiert sich auf Rang drei

Mit jeweils einen Sieg in der Tasche standen sich gestern der SV Straßwalchen und der SC Golling gegenüber. Die Flachgauer setzten sich in der letzten Runde knapp und vor allem spät gegen Thalgau (3:2) durch, Golling schlug indes Altenmarkt mit 4:2. Im abgelaufenen Spieljahr durfte bei den beiden direkten Duellen jeweil das Heimteam jubeln. Das war auch dieses Mal der Fall. Nachdem es zur Pause noch 1:1 gestanden hatte, sprangen die Straßwalchener in Hälfte zwei auf den Siegeszug auf. Maßgeblich daran beteiligt? Joker Michael Kübler mit zwei Volltreffern.

 

Gastgeber wachte verspätet auf

Die Anfangsphase in der Straßwalchener Negova-Arena gehörte ganz klar den Gästen aus dem Tennengau. "Unsere Leistung in den ersten 20 Minuten war nicht wirklich berauschend und Golling glasklar überlegen", seufzte Straßwalchens Sportlicher Leiter, Johann Loibichler. Diese Tatsache wirkte sich nach 22 gespielten Minuten auf den Spielstand aus: Alem Huremovic brachte seine Gollinger in Front - 0:1. Danach läutete bei den Hausherren der Wecker. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion trafen die Unterholzner-Boys zum Ausgleich: Sebastian Chudoba steckte auf David Schörghofer durch, der eiskalt verwertete - 1:1 (30.).

 

Kübler kam, sah und traf gleich doppelt

Heim-Coach Donald Unterholzner reagierte zur Pause, brachte für Maximilian Wintersteller Michael Kübler in die Partie. "Dadurch hatten wir in der weiteren Folge mehr Zugriff. Mit Michi ist ein neuer Schwung gekommen", wurde Loibichlers Befinden immer besser und besser. In Minute 67 gingen die Heimischen schließlich in Front: Nach einem Corner war Joker Michael Kübler zur Stelle und setzte seinen Kopfball in die Maschen - 2:1. Die Tennengauer ließen sich dadurch aber nicht von der Bahn abbringen und drückten auf den Gleichstand. "Es hätte leicht 2:2 stehen können", sprach Loibichler einige Möglichkeiten der Gäste an. Zur Freude der Grün-Weißen hieß es in der 75. Minute allerdings 3:1: Michael Kübler zog von der Flanke nach innen, ließ einen Gollinger Abwehrspieler mit einem angetäuschten Schuss inklusive Haken stehen und platzierte die Murmel ins lange Eck. "Wie Hwang in Liverpool", strahlte Loibichler. Der Jubel hielt jedoch nicht lange, denn gleich nach dem Anstoß kamen die Buck-Männer in Person von Eric Mitterlechner auf 3:2 heran (76.). In einer spannungsgeladenen Schlussphase wurde es schließlich noch einmal hektisch. "Wir hatten die Chance auf das 4:2 und Golling auf den Ausgleich", erzählte Loibichler von einem wilden Hin und Her. Unterm Strich blieb es aber beim knappen Heimsieg für den SV Straßwalchen, der damit auf Position drei klettere. "Die Moral, der Kampf und die konditionelle Verfassung stimmen. Der momentane dritte Tabellenplatz nach zehn gespielten Runden ist für uns natürlich sensationell. Mit dem hätten wir vor der Saison nie und nimmer gerechnet. Nun gilt es aber, die Kirche im Dorf zu lassen. Mit einem Torverhältnis von -5 in den Top-3 zu sein - das gibt's vermutlich in ganz Österreich nicht", so Loibichler.

 

Die Besten bei Straßwalchen: Sebastian Chudoba (ZM), Bernhard Lugstein (ZM), David Schörghofer (LM), Michael Kübler (ST).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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