"Schade, dass wir uns nicht belohnen konnten" - Adnet trauert zwei verlorenen Punkten nach

In der Sonntagsmatinee der Salzburger Liga standen sich gestern der SK Adnet und der SC Golling gegenüber. In diesem Tennengauer Derby verbuchten die Heimischen zwar wesentlich mehr Vorteile, doch unterm Strich sprang "nur" eine Punkteteilung heraus. Kurios: Gollings dritter Treffer wurde von Referee Johann Steger erst nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurückgenommen.

 

Starke Adneter nahmen das Zepter in die Hand

"Wir haben hervorragenden Fußball gespielt und Golling nach Belieben dominiert", schwebte Adnet-Coach, Thomas Schnöll, ob der tollen Performance seiner Truppe auf Wolke sieben. Der zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führungstreffer fiel in Minute 15, als Patrick Ramsauer außerhalb des Gollinger "Sechzehners" das Herz in die Hand nahm und den Distanzschuss in die Maschen setzte - 1:0. In der weiteren Folge agierten die Adneter enorm druckvoll, verpassten es jedoch, ihre Führung mit dem einen oder anderen Tor zu dekorieren. Erst konnte Gollings Schlussmann, Namik Ustamujic, einen Karbun-Volley gerade noch über die Latte lenken, kurz darauf detonierte ein Nestaval-Hammer aus rund 25 Metern nur knapp neben der Bude. "Außer der Chancenauswertung gab's nicht zu kritisieren. Oft ist auch der letzte Pass nicht angekommen", schilderte Schnöll.

 

Gollings tolle fünf Minuten brachten Heimelf kurzzeitig ins Hintertreffen

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte kam es für die Hausherren knüppeldick. "Summa summarum haben Golling fünf gute Minuten gereicht, um zum Punktgewinn zu kommen", seufzte Schnöll. In Minute 49 egalisierte Florian Dygruber nach einem Corner per Kopf die Adneter Führung, drei Minuten später veredelte Alem Huremovic das schnelle Umschaltspiel der Gollinger mit dem 1:2 (52.). Zwar waren die Gastgeber in Spielabschnitt Nummer zwei nach wie vor die bessere Mannschaft, die Dominanz allerdings nicht mehr so krass wie noch vor dem Pausentratsch. Nachdem ein Ramsauer-Versuch gerade noch auf der Linie geklärt werden konnte, Andreas Schnöll mit seinem Freistoß scheiterte und Andreas Essl einen weiteren Sitzer ausließ, war der Ausgleichstreffer für die Schnöll-Buben mittlerweile nur noch eine Frage der Zeit. In Minute 78 fiel es schließlich, das in der Luft gelegene 2:2: Raffael Schörgi konnte nach einem Traumsolo nur mit einem Foul gestoppt werden, weswegen der Spielleiter ohne zu zögern auf den Punkt zeigte. SKA-Kapo Florian Widl übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Strafstoß (78.). Wenige Augenblicke danach drückten die Gollinger zum dritten Mal ab, doch der Treffer wurde wegen eines Handspieles aberkannt. "Hut ab, dass der Schiedsrichter seine Entscheidung zurückgenommen hat. Das war wirklich ein glasklares Handspiel", analysierte Schnöll diese strittige Szene. In der letzten Minute der regulären Spielzeit hatte Adnet gar noch den "Lucky Punch" am Kopf, aber der völlig freistehende Patrick Sparber köpfelte das Kunstleder knapp an der kurzen Stange vorbei. "Mit der Spielleistung bin ich zufrieden, mit der Chancenauswertung und dem Ergebnis nicht. Schade, dass wir uns nicht belohnen konnten", wäre für Schnöll und seine Adneter an diesem Tage definitiv mehr drin gewesen.

 

Die Besten: Pauschallob; Florian Dygruber (RV), Namik Ustamujic (TW), Jonas Schlager (IV).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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