Tennengau Derby ging an Adnet, große Sorge um Keeper Kahrimanovic

In der 5. Runde der Salzburger Liga ging heute Abend das Tennengauer Derby zwischen dem SK Adnet und dem FC Puch über die Bühne. Der letztendliche 2:1-Erfolg der Adneter, bei dem Patrick Sparber und Lukas Karbun sowie Danijel Tosic auf Seiten der Pucher trafen, wurde von einem bösen Zwischenfall überschattet: Heim-Goalie Mirel Kahrimanovic musste in der 63. Spielminute verletzt runter und mit der Rettung ins Spital gebracht werden.

 

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Brutalo-Foul von Puchs Petrovic 

Beide Teams gingen gleich von Beginn an engagiert ans Werk. Den besseren Start erwischten aber dann doch die Hausherren, die in Minute sechs die frühe Führung bejubeln durften: Nestaval setzte Patrick Sparber in Szene, der mit Saisontreffer Nummer vier auf 1:0 stellte. Nachdem wenige Aktionen darauf ein Schnöll-Freistoß nur an die Latte gekracht war, wurden die Gäste aus Puch immer gefährlicher. "Wir haben uns vom frühen Rückstand nicht beirren lassen und weiterhin versucht, Fußball zu spielen", erzählte Puch-Coach Francesco Parrillo. "Wir waren uns den Qualitäten der Pucher bei den Standards bewusst. Die wollten wir vermeiden, allerdings hat der Schiedsrichter extrem kleinlich gepfiffen", bilanzierte Adnets Trainer Thomas Schnöll, der im weiteren Verlauf eine wahre "Freistoßorgie auf beiden Seiten" beobachtete. Einer dieser angesprochenen ruhenden Bälle führte in der 26. Spielminute zum Ausgleich: Ein Cem-Freistoß aus halbrechter Position fand Danijel Tosic, der mit einem wuchtigen Kopfball die Ausgangssituation wiederherstellte - 1:1. Noch vor der Pause schwächte sich der FCP selbst: Borislav Petrovic entschied sich für einen landwirtschaftlich geprägten Zweikampf, senste Jahic um und sah den roten Karton (37.). "Das Wichtigste war, dass sich Jasin in dieser Aktion nicht verletzt hat", schnaufte Schnöll durch.

 

Adnet verpasste die erlösende Vorentscheidung 

"Unser Plan war es, auch mit zehn Mann weiterhin Fußball zu spielen und vorne so viele Bälle wie möglich zu festigen", verriet Parrillo das Pucher Vorhaben für Halbzeit zwei. Nur wenige Minuten nachdem die Seiten gewechselt wurden, folgte aus Sicht der Gäste die eiskalte Dusche: Lukas Karbun donnerte eine Hereingabe von rechts volley in die Maschen - 2:1 (54.). Schnöll schwärmte: "Ein Tor Marke Weltklasse." Auch Pendant Parrillo staunte: "Dieses Tor wird er sein Leben lang nicht mehr vergessen." Kurz danach der große Schock für die Heimelf: Schlussmann Mirel Kahrimanovic verletzte sich beim Herausstürmen so stark am Knie, dass es anschließend mit der Rettung in Richtung Krankenhaus ging. "Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm ist. Ich befürchte aber das Gegenteil", seufzte Schnöll. In der Folge nahm der SKA-Dompteur eine Chancenflut seiner Schützlinge wahr, notierte etliche Hochkaräter unter anderem von Essl, Schörgi, Nestaval und Sparber: "Wenn du da zumindest eine Gelegenheit genützt hättest, wäre Ruhe im Tempel gewesen." Weil Puch nach wie vor bedrohliche Standards verbuchte, blieb es trotz der Adneter Überzahl spannend bis zum Schluss. Den vollen Erfolg hielt schließlich Adnets Ersatztormann Grabovica fest, der kurz vor dem Ende noch einen gut angetragenen Cem-Freistoß sensationell entschärfen konnte. "Wir sind froh, so starke Tormänner im Team zu haben. Für mich war es ein hochverdienter Derbysieg. Meine Gedanken sind aber bei Mirel", wirkte Schnöll förmlich hin und hergerissen. Indes konnte Purrillo seiner Truppe nicht viel vorwerfen: "Unterm Strich war alles gut bis auf das Ergebnis. Meine Mannschaft hat nach dem letztwöchigen 0:4 ein großes Signal gezeigt."

 

 

 SK Adnet  2:1 (1:1)  FC Puch 

Adnet, SR: Stefan Eder

 

Torfolge: 1:0 Patrick Sparber (6.), 1:1 Danijel Tosic (26.), 2:1 Lukas Karbun (54.)

 

Rot: Borislav Petrovic (37., Foul)

 

Die Besten bei Adnet: Pauschallob (herausragend: Lukas Karbun (LM)).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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