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Thalgau zieht in Puch Kopf aus der Schlinge

Letzter gegen Vorletzter - im Pucher Waldstadion trafen gestern Freitag die zwei bis dato erfolgslosesten Mannschaften der Salzburger Liga aufeinander. Nachdem das Momentum in den ersten 25 Minuten noch auf Seiten des FC Puch gelegen war, dieser mit 1:0 geführt hatte, switchte der UFV Thalgau in der weiteren Folge auf Vollsprintmodus um und behielt am Schluss dann doch relativ eindeutig die Oberhand. Eine äußerst turbulente Woche nahm für die Thalgauer somit ein versöhnliches Ende. 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus (ARCHIVBILD)

 

Tennengauer schockten Thalgau früh

Die sportliche Talfahrt kostete Rene Pessler anfangs der Woche den Job auf der Thalgauer Trainerbank. Gestern schien es, als würde die Krise beim UFV auch in Puch ihren Lauf nehmen. "Zu Beginn sind wir leider Gottes wieder in unser altes Muster gefallen", knurrte Roland Karer, der gemeinsam mit Jürgen Tomsits und Christoph Riepler den angeknockten Tabellenvorletzten zum Herbstkehraus unbedingt zu einem Sieg peitschen wollte. Puch war eingangs tonangebend und ging durch einen Freistoß von Gavric hurtig in Front - 1:0 (4.). "Sie hätten sogar noch nachlegen können", gestand Karer, dessen Crew erst nach 20, 25 Minuten die Füße auf den Boden brachte. Nachdem die Gäste das Geschehen schön langsam in den Griff bekommen hatten, folgten beste Einschussgelegenheiten. Bergmüller, Mrkonjic, Cokic, Jagic ließen hochkarätige Möglichkeiten aus. "Zur Pause haben die Pucher nicht mehr gewusst, warum sie noch vorne liegen", so Karer weiter.

 

Dominanz in Tore umgemünzt 

Vom Chancenwucher ließen sich die Thalgauer aber weiß Gott nicht aus der Ruhe bringen. Die ersten Früchte wurden bereits wenige Momente nach dem Seitenwechsel geerntet: Bergmüller zauberte den längst überfälligen 1:1-Ausgleich herbei (47.). Ein Doppelschlag kurz nach der Stundenmarke führte schließlich dazu, dass die Partie auch zahlenmäßig völlig auf die andere Seite kippte: Erst schnürte Bergmüller seinen Doppelpack (61.), ehe Mrkonjic kurz darauf auf 1:3 stellte (64.). Das wohl schönste Goal an diesem Fußballabend war gleichzeitig der Schlusspunkt: Bergmüller bediente mit einer herrlichen Flanke Kreuzer, der das Spielgerät eindrucksvoll in die Maschen setzte - 1:4 (72.). "Mario ist förmlich in der Luft gestanden", staunte auch Karer, der sich summa summarum recht zufrieden zeigte: "Man hat gesehen, dass die Mannschaft wieder will. Das war ja in den letzten Wochen nicht immer der Fall."

 

Trainersuche: Thalgau streckt die Fühler aus 

Die Suche nach dem neuen Übungsleiter läuft beim Flachgauer Salzburg-Ligisten weiterhin auf Hochtouren. Druck verspürt man diesbezüglich jedoch keinen. "Freilich haben wir einige Kandidaten auf unserer Liste stehen. Wenn sich in der Winterpause nichts auftut, werden wir bis zum Sommer eine interne Lösung finden", verrät Karer. Fix: Das Dreiergespann Karer/Tomsits/Riepler ist kein Thema. Und das, obwohl es gestern so reibungslos geklappt hat. "Ja, es hat wirklich gut funktioniert und die Mannschaft hat es auch total gut angenommen. Aber das war eine einmalige Geschichte." Für den nunmehrigen Ex-Coach Pessler hatte Karer auch noch ein paar Worte parat: "Ich muss sagen, dass er eine wirklich gute Arbeit geleistet hat. Der Mechanismus im Fußball ist einfach grausig."

 

Die Besten bei Thalgau: Bergmüller, Cokic, Kreuzer, Madlmayr

 

 

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