Vereinsbetreuer werden

Erste Halbzeit pfui, zweite hui - Hallein verprügelt Puch im Nachbarschaftsduell

Titelaspirant UFC Hallein konnte beim FC Puch den erwarteten vollen Erfolg einfahren. Dank eines massiven Leistungsanstiegs wurde die Nullnummer zur Halbzeitpause schlussendlich in ein glattes 5:0 verwandelt. Großer Jubel: Die Salinenstädter, die nach wie vor mit Golling um den Meistertitel rittern, stehen somit als Fixaufsteiger in die Regionalliga Salzburg fest.

Fotocredit: FMT-Pictures/TA

 

Keine Höhepunkte in Abschnitt eins

"Zur Pause hätte man den Zusehern eigentlich ihr Geld zurückgeben müssen", ging Hallein-Trainer Eidke Wintersteller mit den Akteuren hart ins Gericht. Das Niveau im Pucher Waldstadion sollte in der ersten Spielhälfte über weite Strecken überschaubar bleiben. Offensivaktionen waren dabei dünn gesät. Nachdem Mayr einmal vor der heimischen Hütte vorstellig geworden war, konnte sich Gäste-Torwart Stadlbauer bei einem Rebound der Pucher auszeichnen. "Mehr war da nicht", knurrte Wintersteller.

 

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Wintersteller-Mannen erhöhten die Umdrehungsfrequenz

Der Übungsleiter der Salinenstädter dürfte in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden haben, kamen seine Halleiner doch wesentlich verbessert aus der Kabine. In der 55. Spielminute wurd's ziemlich turbulent: Weil ein Reichinger-Tor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt wurde, warf Halleins Ersatzgoalie Vincetic vor lauter Frust eine Trinkflasche aufs Grün - Rot war die logische Konsequenz. Der Ärger über den nicht gegebenen Treffer war noch nicht verflogen, als Mittelfeldstratege Siller den Tabellenzweiten das erlösende Führungstor bescherte (56.). "Danach waren wir im Kopf freier und sind so richtig ins Spiel gekommen", bilanzierte Wintersteller. Kurz nach der Stundenmarke fiel der schönste Treffer an diesem Derbyabend: Ein Eckball wurde auf Babic zurückgelegt, der sich die Murmel zurechtlegte, nur um sie im Anschluss in der langen Kreuzecke zu verstauen - 0:2 (62.). In der weiteren Folge kam es für das Tabellenschlusslicht noch dicker: Nachdem Mayr die Gästeführung weiter in die Höhe getrieben hatte, schnappte Joker Leitenstofer gleich doppelt zu (77., 83.). "Wir brauchen immer ein Tor, damit das Werkl zum Laufen gebracht wird. Der Sieg war bei einer höchst angespannten Stimmung aber hochverdient", so Wintersteller.

 

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Aufstiegsticket gelöst, Titelchance lebt

Wenngleich die Meisterfrage erst am finalen Spieltag beantwortet wird, ist nun fix: Der UFC Hallein wird in der nächsten Saison ein Bestandteil der Regionalliga Salzburg sein. Wohl der gerechte Lohn für eine monatelange harte Arbeit - findet auch Wintersteller: "Hut ab vor der Mannschaft, die nach einigen Rückschlägen immer wieder zurückgekommen ist. Wir haben viele Spieler in unseren Reihen, die in den letzten Saisonen zumeist gegen den Abstieg gespielt haben."

 

Die Besten bei Hallein: Stadlbauer (TW), Babic (ZM), Meier (RM), Z. Crnogorcevic (LM)