Semriach ist Unterligist - als Aufsteiger kam man, nun verlässt man die Gebietsliga

Im Jahr 1973 errichtete man in Semriach einen Fußballplatz und begann den Ligabetrieb. Seit nunmehr über fünfzig Jahren ist die Sportunion Semriach aus dem heimischen Fußball nicht mehr wegzudenken. Die Gemeinde liegt auf halbem Weg von Graz nach Leoben und war früher auch für seine Aktivitäten im alpinen Skibereich ein Begriff. Nunmehr ist die Fußballmannschaft das sportliche Aushängeschild des idyllischen Orts nördlich der Landeshauptstadt. Insgesamt kann man jedoch Semriach als sportbegeisterten Flecken Erde bezeichnen. Pünktlich zum Jubiläum war man 2023 in die Gebietsliga Mitte aufgestiegen. Vor wenigen Tagen erfolgte der Aufstieg in die Unterliga.

 

Vor über fünfzig Jahren baute man einen Sportplatz in Semriach

Semriach 1974

Die Mannschaft der Sportunion Semriach im Jahr 1974

Im Mai 1963 wurde die Turn- und Sportunion Semriach gegründet. Ziel war es, der Jugend in ihrer Freizeit sportliche Betätigung zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke sollte ein Sportplatz errichtet werden. Das Geld dafür wollte man durch den Betrieb eines Schiliftes aufbringen. So wurde 1967 unter dem damaligen Obmann Leo Wachter eine Liftanlage auf der "Hoarbauernwiese" in Betrieb genommen. Im Jahr 1973 war es dann so weit. Es wurde dieser Sportplatz von einigen verwegenen Fußballbegeisterten errichtet und die Sektion Fußball der Sportunion Semriach gegründet. 

Im Laufe der Zeit wechselten Vereinsvorstände, Spieler kamen und gingen, der Nachwuchs wurde zum Fußball gebracht. Dabei ist auch den Semriacher Schulen und deren Lehrern zu danken, die durch ihr Engagement und die Teilnahme an Schulbewerben, wie z.B. der Schülerliga, die Semriacher Kinder und Jugendlichen zum Fußballsport motivierten, wobei auch immer Talente für die Nachwuchsmannschaften des Vereines entdeckt wurden. Einer dieser Jugendlichen war der mittlerweile verstorbene Hans Rinner, der es zum Präsidenten des SK Puntigamer Sturm Graz gebracht hat.

Im Sommer 1993 stieg man erstmals in die Gebietsliga auf. Man errichtete einen Trainingsplatz und verbesserte somit die Infrastruktur. Es folgte trotzdem bis 1996 der Abstieg bis in die 1.Klasse. Man stellte bis 2003 das Vereinsheim fertig und war mittlerweile wieder in der Gebietsliga etabliert. Fünf Jahre später ging es wieder bergab, jedoch folgte bereits 2011 der Wiederaufstieg in die Gebietsliga.

Die weiteren Jahre verliefen ähnlich. Man begann auf die Jugend zu setzen - baute die Jugendabteilung massiv aus und erzielte damit zahlreiche Erfolge im Nachwuchsbereich. Auch vernstaltet man im Sommer Camps für Nachwuchskicker. Mittlerweile verfügt der Verein auch über eine Damen-Abteilung im Fußball.

Der Sportverein etablierte sich im Laufe der Jahre in Semriach und war auch immer Teil des Semriacher Gesellschaftslebens. Festveranstaltungen wie Sommerfeste, Krampusrummel und Krampuskränzchen brachten dringend benötigte finanzielle Mittel und boten der Semriacher Bevölkerung willkommene Abwechslung im Alltag.

Der Aufstieg in die Gebietsliga im Sommer 2023

Semriach in Kalsdorf

Man feierte in Kalsdorf den Aufstieg in die Gebietsliga

In der letzten Saison duellierte man sich über Monate mit dem Meister aus Weinitzen. Letztlich verpasste man den Meistertitel schon frühzeitig als man gegen Peggau und Frohnleiten nicht voll punkten konnte. Das Spiel gegen den Mitstreiter und späteren Meister war trotzdem ein Highlight für den Verein. Das Spiel endete 3:3 und man hatte mehr Zuschauer als manche Zweitligabegegnung. Am Ende der Saison traf man in der Relegation auf die Reserve aus Kalsdorf. Der Gegner war vor einem Jahr noch in der Unterliga Mitte und die Semriacher überraschten indem sie den Favoriten souverän in die 1.Klasse schickten.

Hier gibt es noch einmal den Spielbericht: Relegation SU Semriach 

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Es ist vollbracht - der Aufsteiger steigt erneut auf - Semriach ist in der Unterliga

Aufstieg in die Unterliga: Semriach setzt sich als Aufsteiger gegen eine starke Konkurrenz durch

Semriach zeigte von Beginn der Saison, dass man viel vor hatte in der Gebietsliga. In den ersten Runden gewann man regelmäßig und traf dann gegen den vermeintlich größten Konkurrenten aus Hausmannstätten. Die vielen Zuschauer sahen eine Spitzenbegegnung auf einem Niveau, ein Unentschieden, das weit über Gebietsliga - Niveau war. Hausmannstätten kam dann in der Folge in eine kleine Krise, auch die Sportunion ließ ein paar Punkte und plötzlich war Stiwoll Herbstmeister. 

Die Zechner Truppe blieb jedoch immer optimistisch, der Trainer hat einen klaren Plan und eine tolle Mannschaft zusammen. Man verfügt über einen sicheren Keeper mit Marvin Peer und mit Marc Suchy einen echten Führungsspieler. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist groß, alle Spieler sind wichtig. In der letzten Runde holte man nun in Weinitzen den Titel, da Stiwoll überraschend in Wundschuh verlor.

So kann man entspannt in das letzte Heimspiel gegen Lassnitzhöhe gehen und den Aufstieg in die Unterliga Mitte feiern.

Michael Zechner Trainer

Michael Zechner - Trainer Semriach

"Ich kann das alles noch nicht fassen. Wir sind so eine tolle Truppe, alle Spieler bleiben. Wir haben als Aufsteiger den Titel geholt und wir freuen uns auf die Spiele in der nächsten Saison in der Unterliga. Das gibt tolle Derbys in der höheren Liga. Wir sind Meister!"

Gebietsliga Mitte 

Bericht Florian Kober

Fotos SU Semriach

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