Die Meister - Teil 9: St. Michael: Haarscharf und doch klar

altAuch wenn sich der ESV St. Michael den Meistertitel in der Gebietsliga Mürz de facto erst am letzten Spieltag sicherte, haben die Meisterschaft die direkten Duell davor entschieden. Vier Punkte holten die Feyrer-Mannen in den beiden Duellen mit Verfolger Mitterdorf. Damit steigt St. Michael zum zweiten Mal in Folge auf. Voriges Jahr jubelte man ja über den Meistertitel in der 1. Klasse, die man souverän für sich entschied. Im neunten Teil unserer Serie "die Meister der Steiermark" haben wir uns die Saison des Klubs genauer angesehen.

Zugegeben, am Ende entschied nur ein Punkt zu Gunsten der St. Michaeler. 62 Punkte fuhr das Team von Trainer Kurt Feyrer insgesamt ein. Schaut man sich aber die Bilanzen insgesamt an, fällt sofort die Souveränität des Klubs auf, mit der man sich den ersten Platz holte. Man erzielte mit 82 Tore die meisten aller 14 Vereine, erhielt mit 27 Gegentreffern die wenigsten. Man holte neben Mitterdorf die meisten Siege, verlor die wenigsten Spiele. Man ist das beste Hin- und das beste Rückrundenteam. Einzig und allein die Heimtabelle führen nicht die "Eisenbahner" um Stefan Tschabuschnig an. Hier führt der Tabellenzweite aus Mitterdorf. In der Auswärtstabelle liegt der ESV aber voran. Apropos Tschabuschnig: Der Blondschopf sicherte sich erneut die Torjägerkrone - er erzielte 36 Tore in 26 Spielen. Dass da auch andere Verein auf den Stürmer aufmerksam wurden, versteht sich von selbst. "Das wissen wir natürlich und es wäre auch dumm, wenn sich andere Vereine nicht nach ihm erkundigen würden", meint Feyrer, der sich aber keine allzu großen Sorgen um den Verbleib seinen Goalgetters macht. "Ich glaube, dass er uns erhalten bleibt. Ich hoffe es. Ohne ihn wird es sehr schwierig. Aufhalten werden wir ihn aber wohl nicht können, wenn höherklassige Vereine anklpfen." Auch der DSV Leoben aus der Regionalliga Mitte ist einer der Interessenten.

Keine Punktesucherei

Der Unterschied zu Mitterdorf in der abgelaufenen Saison ist laut Feyrer kein großer gewesen. "Bei einem Punkt kann es nicht viel sein. Die Punktesucherei kann man sich da ersparen. Ich denke, dass die direkten Duelle entschieden haben. Beide hatten gute und schlechte Phasen, direkt haben wir aber vier Punkte geholt. Das war die Entscheidung."

Für die neue Saison in der Unterliga wird wenn es nach Feyrer geht keine großen Kaderveränderungen notwendig sein. "Das Ziel in der Unterliga kann sowieso nur sein, die Klasse zu halten. Alles andere ist bei unserem Budget utopisch", sagt der Coach. Ob sich am Transfermarkt vielleicht doch noch etwas tut, hängt aber wohl auch von der Zukunft Tschabuschnigs ab.

von Redaktion

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