Kreiner erlöst Mureck in allerletzter Sekunde!

altaltDas war nichts für schwache Nerven! Im Spitzenspiel der steirischen Gebietsliga Süd konnte sich der TUS Mureck im Südderby gegen den SV Union Wolfsberg knapp mit 1:0 (0:0) durchsetzen. Erst in der Nachspielzeit traf Benjamin Kreiner zum sechsten vollen Erfolg des Sensationsaufsteigers vor eigenem Publikum. Die Gäste aus Wolfsberg, die trotz der Niederlage das beste Auswärtsteam bleiben, müssen nun wohl endgültig alle Titelhoffnungen begraben. Im Zuge des Gegentreffers sah zu allem Überfluss der Wölfe auch noch Andreas Rauch die Ampelkarte und fehlt somit im nächsten Spiel gegen Kirchbach.


Mureck läßt fahrlässig Chancen liegen

Die Elf von Zoran Brecelj will den 160 Zusehern am eigenen Sportplatz vom Start weg zeigen, wer der Herr im Haus ist, und dass man nicht zu Unrecht so weit vorne im Konzert der Großen mitmischt. Mit viel Aggressivität und Pressing agieren die Murecker deutlich besser als die Wolfsberger und kommen nach etwas mehr als fünf Minuten zur ersten Top-Möglichkeit. Uros Sprah wuchtet einen Freistoß aus gut 20 Metern von halblinks auf rechte Kreuzeck. Kapitän Franz Hackl im Tor der Wölfe kann diesen sensationellen Schuss noch sensationeller parieren. In der neunten Spielminute wird ein Kopfball von Thomas Flock noch von der Linie gekratzt, und nach etwas mehr als 20 Minuten scheitert auch Goalgetter Ziga Goljat per Volleyschuss an Keeper Hackl. Nachdem auch noch Rok Bratusa in der 36. Minute aus aussichtsreicher Position verzieht, geht es mit einem 0:0 zu den Pausenansprachen, bei dem die Mannen von Helmut Jauk bis zu diesem Moment keine einzige Torchance zu verzeichnen hat.

Nachspielzeit wie aus einem Hitchcock-Krimi

Mit dem Wiederanpfiff geht es vorerst auch in dieser Tonart weiter. Bereits in der 46. Minute missglückt Hackl ein Abschlag völlig, Goljat spielt auf Kreiner und dessen Direktabnahme geht knapp neben den Kasten. Nach dieser weiteren Chance des TUS gibt es erstmals große Aufregung im gegenüber liegenden Strafraum. Schiri Peitler versagt einem Treffer der Wolfsberger aufgrund der vermeintlichen Abseitsstellung zweier Wölfe die Anerkennung. Bevor die Wolfsberger in der 71. Minute aus einem Konter heraus ein weiteres Abseitstor erzielen, welches erneut nicht zählt, haben die Murecker durch einen Latten- und einen Außennetz-Streifschuss von Uros Sprah zweimal erneut Pech im Abschluss.  Die letzten fünf Minuten bringen einen offenen Schlagabtausch, bei dem beide Teams längst ihr Visier zur Gänze geöffnet haben. Zuerst scheitert in der 87. Minute Ziga Goljat bei einem Flachschuss. Keine 60 Sekunden später kann Thomas Flock gerade noch in einen schnell vorgetragenen Konter der Jauk-Elf grätschen. Als alle schon mit einem torlosen Unentschieden rechnen fällt dann doch noch das 1:0 für die Heimischen. Uros Sprah steigt bei einem Freistoß aus 22 Metern über den Ball, und Benjamin Kreiner wuchtet die Kugel zum Murecker Sieg flach ins rechte Eck. In dieser Situation sieht zusätzlich noch Andreas Rauch auf Seiten des SVU die Gelb-Rote Karte, denn nach einem Foul kurz vor Schluss zeigt er sich mit den Entscheidungen des Unparteiischen in der Schlussminute alles andere als zufrieden und muss somit etwas früher vom Feld als seine Mannschaftkollegen.

TUS Tondach Mureck - SVU Steirerfleisch Wolfsberg 1:0 (0:0)
Torfolge: Benjamin Kreiner (92.)

Mario Kökinger (Sektionsleiter Mureck): "Wolfsberg und auch wir mussten einige Spieler vorgeben, aber wir waren klar besser. Eigentluch hätten wir viel früher ein Tor machen müssen. Heute haben alle einen guten Job gemacht und die Leistung war sehr stark."

von Markus Pammer

 

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