Turbulente Partie: St. Stefan ob Stainz entführt drei wichtige Punkte aus Wettmannstätten [Video]

UFC Wettmannstätten
SVU St. Stefan/St.

Am Freitag empfing der Tabellenneunte UFC Haring-Group Wettmannstätten vor eigenem Publikum den Tabellensiebten SVU RB Immo Resch St. Stefan ob Stainz in der Gebietsliga West. Das Ziel der Heimischen war klar: drei Punkte sollen die Fans zum Jubeln bringen. Die rund 105 Besucher sahen eine torreiche Begegnung und drei unrühmliche Platzverweise wegen gegenseitigen verbalen Attacken. Am Ende setzte sich die Auswärtssmannschaft mit 3:4 durch. Als Schiedsrichter der Partie war Gerald Mock im Einsatz und er hatte auch alle Hände voll zu tun.

Die beiden Spieler Gerhard Gasser und Daniel Hechtl erzielen je drei Treffer

Die Tickets bei diesem Spiel waren jeden Cent wert, die Besucher sahen ein wahres Torfestival und viele gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Bereits in den ersten 15 Minuten konnten beide Teams einige Male gefährlich vor dem gegnerischen Tor erscheinen. In der 29. Minute blieb Daniel Hechtl vor dem Kasten eiskalt und stellte die Führung zum 0:1 her. Ein eigentlich ungefährlicher Freistoß von Marc Hendler führt in der 36. Minute zum 0:2. Der Wettmannstätten-Goalie Oliver Kraner hatte den Ball bereits in den Händen, ließ ihn aber los und so kullerte ins eigene Tor. Mit dem 0:2 Pausenstand beendete Schiedsrichter Gerald Mock den ersten Durchgang und gönnte den Spielern 15 Minuten Pause.

VideoTor SVU St. Stefan/St. 27. Minute

Weitere Spielszenen

Sascha Pressnitz und Kevin Strohmeier sehen Rot, Felix Knopper erhält die Ampelkarte

Nach dem Wiederanpfiff wurde das Spiel ein bisschen rassiger und aggressiver. Gerhard Gasser nützte in Minute 56 eine Schwäche der Gegenspieler und verwertet zum 1:2 Anschlußtreffer. Die 63. Minute stand ganz im Zeichen des Schiedsrichters. Nach Tumulten und gegenseitigen verbalen Attacken war der Unparteiische gezwungen, hart durchzugreifen. Zuerst musste der Wettmannstättner Sascha Pressnitz wegen Beleidigung frühzeitig den Platz verlassen, sein Mitstreiter Kevin Strohmeier begleitete ihn in die Kabine, auch für ihn war das Spiel wegen einer Tätlichkeit zu Ende.  In der selben Minute musste durfte auch ein Spieler von St. Stefan frühzeit in die Dusche. Felix Knopper wurde wegen einer Unsportlichkeit mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen. Aber es wurde auch noch Fussball gespielt in Wettmannstätten. Binnen zwei Minuten (72. und 74. sorgte Daniel Hechtl mit seinen Treffern Nummer Zwei und Drei für die 1:4 Führung der Auswärtigen. In der Nachspielzeit (91. und 96.), das Auswärtsteam war wohl mit den Gedanken schon wieder in der Heimat, sorgte Gerhard Gasser mit zwei Treffern noch für Kosmetik und für das 3:4 Endergebnis. Danach beendet der Schiedsrichter das Spiel und SVU St. Stefan/St. durfte mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten. In der nächsten Runde gastiert der UFC Wettmannstätten in Stallhofen, St. Stefan ob Stainz empfängt im Spitzenspiel den Titelfavoriten Kaindorf.

UFC WETTMANNSTÄTTEN - SVU ST. STEFAN/STAINZ 3:4 (0:2)

Torfolge: 0:1 (28. Hechtl), 0:2 (36. Hendler), 1:2 (56. Gasser), 1:3 und 1:4 (72. und 74. Hechtl), 2:4 und 3:4 (91. und 96. Gasser)

Sportplatz Wettmannstätten; 105 Besucher; Mock

 

Startformation:

Wettmannstätten: Oliver Kraner - Georg Hribar, Manuel Dengg, Stefan Pracher, Kevin Strohmeier (K), David Wünscher - Florian Strablegg, Jan Lipp, Sascha Pressnitz - Lukas Walter, Gerhard Gasser

St. Stefan/St.: Philipp Regenfelder - Matthias Lichtenegger, Thorsten Ruprechter, Daniel Schinagl, Philipp Walch (K) - Kevin Herunter, Maximillian Jöbstl, Felix Knopper, Efosa Onaghinor, Marc Hendler - Daniel Hechtl

 

Stimmen zum Spiel:

Thomas Lethmaier, Trainer Wettmannstätten:

"Der Fussball war in den 15 Minuten bei den Kartenspielen nebensächlich. Wir sind froh, dass wir aufgrund der Coronna-Situation überhaupt spielen dürfen. Soetwas hat auf dem Platz nichts verloren. Ich hoffe, dass die betroffenen Spieler sich das untereinander auf Augenhöhe ausmachen können."

Peter Kaposzta, Trainer St. Stefan/Stainz:

"Einer unserer Spieler wurde als Neger beschimpft, dann ist am Platz sehr hektisch zugegangen. Ich entschuldige mich für das Verhalten einiger meiner Spieler und auch für meine Emotionen, aber ich habe mit Sicherheit niemanden angespuckt. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, im zweiten Durchgang war der Gegner ebenbürtig. Der Sieg war im großen und ganzen verdient."

Gerald Mock, Schiedsrichter:

"Ich habe aus meinen eigenen Wahrnehmungen heraus die Entscheidungen getroffen. Alles weitere ist im Spielbericht zu lesen." 

 

by René Dretnik

 

 

 

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