"So einen Tag hat man nur ein Mal im Jahr"

anger.jpgMit einem sensationellen 7:0-Heimsieg gegen den SV Leibnitz Flavia Solva schoss sich der SV ADA Anger endgültig in das Mittelfeld der steirischen Sparkasse Landesliga. Nach vier Pleiten zum Auftakt sah es für die Mannschaft von Trainer Michael Heil sehr düster aus. Doch das Team ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, trainierte konzentriert weiter – und erntet jetzt die Früchte der harten Arbeit. Vier Spiele in Folge ist Anger bereits ungeschlagen und steht nun auf Tabellenplatz acht. Trainer Michael Heil erklärt im Gespräch mit steirerliga.at, wie Anger nach dem verpatzen Auftakt den Umschwung schaffte und nimmt mit Fürstenfeld den nächsten Gegner unter die Lupe:

"So einen Tag hat man nur ein Mal im Jahr. Der 7:0-Heimsieg gegen Flavia Solva war sensationell. Das hat aber nur deswegen passieren können, weil uns alles aufgegangen ist und der Gegner einen rabenschwarzen Tag erwischte", erklärt Anger-Trainer Michael Heil. Mit diesem Kantersieg schoss sich Anger zurück in das Landesliga-Mittelfeld. 

Dass Anger so schnell wieder den Anschluss findet war nach den ersten vier Meisterschaftsrunden ganz und gar nicht selbstverständlich. Mit vier Niederlagen en suite startete die Heil-Truppe katastrophal in die die Saison 2010/11. "Es war wie verhext. Wir sind in den ersten Runden für jeden Fehler, den wir gemacht haben, bestraft worden", analysiert Heil und ergänzt: "Aber wir haben uns davon nicht nervös machen lassen und haben konzentriert weitergearbeitet." Das war auch das Erfolgsrezept. 

Den Schalter umgelegt 

Ausgerechnet in Runde fünf, im Heimspiel gegen den Titelaspiranten aus Kalsdorf, schafften Torjäger Martin Schöberl und Co. den Umschwung. "Der Kalsdorf-Sieg war sicher ausschlaggebend. Da haben wir dann den Schalter umgelegt. Wir haben gewusst, dass wir ein gutes Team sind und gegen jede Mannschaft in dieser Liga gewinnen können." Seitdem ist die Mannschaft von Michael Heil ungeschlagen – der Höhepunkt war der 7:0-Kantersieg am vergangenen Wochenende gegen Flavia Solva.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der ausgeglichene Kader des SV Anger, wie Heil betont: "Wir haben 18 Mann im Kader. Von diesen 18 Spielern könnte ich im kommenden Spiel jeden einsetzen, ohne dass wir an Qualität verlieren würden. Da habe ich die Qual der Wahl. Im Training ziehen alle voll mit und pushen sich zu Höchstleistungen."

Schwierige Partie in Fürstenfeld 

Morgen, Samstag (16 Uhr) muss Anger in Fürstenfeld antreten. Für Heil eine sehr schwierige Aufgabe: "Fürstenfeld wurde bisher unter Wert geschlagen. Sie haben viel Qualität in der Mannschaft und ich erwarte ein offenes Spiel – jeder kann gewinnen." Der ausschlaggebende Faktor könnte das enorme Selbstvertrauen, das sich Anger in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, werden. "Wir müssen mit breiter Brust auftreten, dürfen aber nicht überheblich werden", bringt es Anger-Trainer Michael Heil auf den Punkt. 

von Günter Baumgartner 

 

 

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