Pachern holt sich die Tabellenführung

pachern.jpgkapfenberg.jpg"Ich bin stolz auf die Burschen!" Das waren die Worte von Pachern-Obmann Peter Platzer nach dem 1:0-Heimerfolg über die Superfund Kapfenberg Amateure am Freitagabend. Und stolz kann er auch sein, immerhin führen die Harter damit auf jeden Fall bis Samstag um 18:30 die Tabelle der steirischen Landesliga an. SC Knauf Liezen müsste gegen die PAX Gratkorn Amateure schon gewinne,n um der Elf von Trainer Christian Gerlitz die Tabellenführung wieder wegzunehmen. Wie auch immer: Die rund 400 Zuschauer sahen nicht das erwartete Spitzenspiel zwischen den beiden Klubs. Eher regierte Abtasten - vor allem in den ersten 45 Minuten. Erst in Minute 61 erlöste Alexander Kontra die Heimischen mit seinem zweiten Saisontor und sorgte gleichzeitig auch für den Sieg.

Dabei waren kurz vor Spielbeginn durchaus Sorgenfalten auf der Stirn von Christian Gerlitz auszumachen. Er musste mit Christoph Meier, Thomas Ulmer und Philipp Schenk gleich drei Stammkräfte verletzungsbedingt ersetzen. Doch nun zum Spiel selbst: Schon nach ein paar Spielminuten war klar, dass Derjenige, der an diesem Abend mit 1:0 in Führung geht, die Partie auch gewinnt. Genau so stellten sich die beiden Teams auch an. Keiner von beiden traute sich etwas zu, beide standen tief in einer gesicherten Abwehr. Das war auch der Grund dafür, dass weder da noch dort zwingende Torchancen herauskamen.

KSV-Trainer Kurt Russ erklärte sich das folgendermaßen: "Es ist halt doch um viel gegangen. Keiner wollte ein Tor kassieren." Dass Kapfenbergs Thomas Hirschhofer in Minute 20 gefährlich vor den gegnerischen Kasten kam, war wohl eher Zufall als eine herausgespielte Aktion. Das war es dann auch schon mit der ersten Halbzeit. Mit 0:0 schickte Schiedsrichter Gottfried Schuiki die Mannschaften in die Kabine. 

Kein Spiegelbild, aber trotzdem kein Spitzenspiel
Ein Offensivfeuerwerk zündeten die Kontrahenten in der zweiten Halbzeit zwar auch nicht, doch zumindest war der Drang nach vorne jetzt plötzlich mehr zu erkennen. Die Hausherren nahmen das Spiel aber zusehends in die Hand. Das gipfelte in Minute 61 im Führungstreffer von Pacherns Alexander Kontra. Er holte einen eigentlich schon verlorenen Ball am 16er zurück, drehte sich, lief drei Meter nach innen und zog trocken ins lange Eck ab. Er ließ KSV-Schlussmann Filip Gacevski dabei überhaupt keine Chance. Auch Halbzeit zwei hatte sich mit dieser Aktion erledigt. Zwar versuchten die Kapfenberger, das Ruder noch herumzureißen, doch es gelang nichts mehr.

Die einzig brenzlige Szene ereignete sich kurz vor Schlusspfiff. Philipp Schenk wird von Gacevski gelegt, doch die Pfeife des Schiris blieb stumm. "Super, was hier abläuft", sagte Platzer: "So kann es weitergehen." Russ war weniger vom Spiel, jedoch vom Pacherner Trainerstab enttäuscht. "Wir sind eigentlich hier, um zu beruhigen. Beschimpfungen gehören da mit Sicherheit nicht dazu, aber bitte!"

von Martin Mandl

 

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