Rückblick Herbst 2010: Teil 14: FC Jerich International Gleisdorf 09

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Der FC Gleisdorf Jerich International 09 kann auf eine erfolgreiche Herbstsaison zurückblicken. Nicht nur ein neuer Hauptsponsor mit „Jerich International“ wurde gefunden, sondern auch der dritte Platz erkämpft. Das Team rund um Kapitän Martin Klug überzeugte besonders durch die Heimstärke – neben sechs Siegen, gab es nur ein Unentschieden. Somit liegt die Vorraber-Elf in der Heimbilanz auf dem starken zweiten Rang. Die Vereinsphilosophie, junge Spieler aus dem Nachwuchszentrum zu integrieren, wird sehr gut umgesetzt und es besteht somit ist auch kein Bedarf an Neueinkäufen im Winter. Trainer Johann Vorraber lässt auf steirerliga.at die Hinrunde nochmals Revue passieren und wagt einen Ausblick in die Zukunft.

steirerliga.at: Sie haben in der Vorrunde mit Ihrer Mannschaft den tollen dritten Platz erreicht. Was sind Ihre Ziele für die Rückrunde?

Johann Vorraber: "Wir möchten auf alle Fälle versuchen den Platz, den wir jetzt haben, zu verteidigen. Wir werden auf der einen Seite versuchen, routinierter zu werden. Auf der anderen Seite die Vereinsphilosophie, junge Spieler aus dem Nachwuchszentrum in die Kampfmannschaft zu integrieren, weiterhin einsetzen." 
 
steirerliga.at: Mit Gleisdorf wird eine enorme Heimstärke verbunden. Was glauben Sie, warum klappt es zuhause immer? Was sind die Gründe für die Auswärtsschwäche?

Johann Vorraber: "Wenn wir das Alles so genau wüssten, wären wir schon Weltmeister. Nein, auswärts klappt es mit der Chancenverwertung einfach nicht so gut. Oft sind es eigene Fehler, die zu Niederlagen führen, wie zum Beispiel in den Spielen gegen Pöllau oder Kindberg. 
Warum es zuhause immer so gut läuft, weiß ich auch nicht genau – das Spielfeld ist letztendlich überall gleich. Aber ich glaube, es liegt am Publikum – im Solarstadion herrscht immer gute Stimmung und das Publikum pusht die Elf schon nach vorn." 

steirerliga.at: Was sind die Stärken beziehungsweise die Schwächen der Gleisdorfer?

Johann Vorraber: "Was bestimmt zu unseren Stärken gehört ist, dass wir eine sehr offensiv ausgerichtete Mannschaft sind - obwohl diese offensive Ausrichtung auch schon zu Problemen in Auswärtsspielen geführt hat. Defensiv haben wir noch unsere Probleme, dass kriegen wir aber auch noch in den Griff."

steirerliga.at: Gleisdorf ist bereits seit über vier Jahren in der Landesliga. Träumt der Verein nicht davon, einmal aufzusteigen und in der Regionalliga zu spielen? Oder sind Sie mit dem „Stammplatz“ in der Landesliga zufrieden?

Johann Vorraber: "Man weiß nie was passiert und sollte es einmal soweit sein, werden wir die Chance bestimmt nützen, uns in der Regionalliga zu beweisen. Wir sind aber sehr stolz darauf, in dieser Liga vorn mitzuspielen. Das ist mir lieber als zu früh aufzusteigen und dann im Tabellenkeller zu spielen und um den Anschluss zu kämpfen. Ich bin jedenfalls sehr stolz auf die Mannschaft, die Herbstsaison war wirklich gut und ich hoffe natürlich, dass es so weiter geht."  
 

Das Resümee von steirerliga.at-Experten Edi Tschaußnig:

"Eine konstante Entwicklung hat die Gleisdorfer über die letzten Saisonen in die Spitzenränge der Landesliga geführt. Die Erfolgsfaktoren sind vielschichtig und liegen sowohl auf organisatorischer Ebene eines gut geführten Vereines als auch auf sportlicher Ebene. Auf sportlicher Ebene sind das: Eine ausgewogene Mischung aus guten routinierten Spielern und jungen Talenten aus der Region. Mit Denis Zilavec hat man ein Kraftwerk, das jederzeit und fast „auf Bestellung“ Tore liefern kann. Und die Heimstärke, denn zumeist finden sich die Gastmannschaften in der Rolle der Punktelieferanten wieder. Da sind wir aber auch schon bei der Achillesferse des Vorraber-Sulzbacher-Teams – dem Auswärtsmanko. Diese Lücke gilt es noch zu schließen, eine Spielweise zu entwickeln. Gelingt das, dann kann man getrost von einem Aufstiegskandidaten für die Regionalliga sprechen. Auch wenn es sich heuer wahrscheinlich nicht mehr ausgehen wird, für die nächste Saison sind die Oststeirer mein Einsertipp." 

 

Die Bilanz nach 15 Runden der steirischen Landesliga:

Tabellenrang: 3
Punkte: 26
Erzielte Treffer: 29
Erhaltene Tore: 23
Tordifferenz: +6
Höchster Sieg: 5:2 (gegen Pachern)
Höchste Niederlage: 0:3 (gegen Kapfenberg und Liezen)
Torreichstes Spiel: 5:2-Sieg (gegen Pachern) und 4:3-Sieg gegen Kindberg
Heimbilanz: 6 Siege, 1 Remis, 0 Niederlagen
Auswärtsbilanz: 2 Siegen, 1 Remis, 5 Niederlagen
Fairplaywertung: 8. Platz (36 Punkte)
Beste Torschützen: Denis Zilavec (14 Treffer)
Kartenspieler: Benjamin Teuschler, Jürgen Wiesenhofer (5x Gelb)
Zuschauerschnitt (Heim): 290

von Kati Wallner
Fotoslide: RIPU Sportfotos 

 

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