3:0-Strafbeglaubigung zu Gunsten St. Florians - "Infrastruktur lachhaft"

stflorian.jpggak.jpgJetzt gibt es also eine Entscheidung im Fall des geworfenen Bierbechers, der am 13. November im Spiel zwischen Union T.T.I. St. Florian und dem GAK auf Schiedsrichterassistenten Werner Meixner geworfen wurde, und dieser eine Platzwunde am Kopf erlitt. Der oberösterreichische Fußballverband entschied sich für eine 0:3-Strafverifizierung gegen den GAK. "Die Person, die den Becher geworfen hatte, konnte eindeutig dem GAK-Lager zugeordnet werden. Laut Statuten ist ein Fanvergehen ein Klubvergehen und danach haben wir gehandelt", erklärt OÖ-Verbandspressesprecher Raphael Oberndorfinger.

Doch auch die Florianer kamen nicht ungeschoren davon. Für den Tabellensiebenten der Regionalliga Mitte setzte es eine Geldstrafe in Höhe von 300 Euro. "Es ging hierbei aber nicht um die Anzahl der Ordner, die den Vorfall ohnehin nicht verhindern hätten können, sondern um die Sicherheitsmängel im Anschluss." 

Drei Stunden lang wurde in Anwesenheit des Schiedsrichterteams sowie der Funktionäre beider Vereine verhandelt. Während man sich auf Seiten St. Florians über die Entscheidung freut, herrscht beim GAK ein wenig Ärger, obwohl der Ausgang der Verhandlung laut GAK-Präsident Benedikt Bittmann alles andere als überraschend kommt.

"Rein juristisch gesehen hätte man natürlich nicht so entscheiden dürfen. Die Infrastruktur ist lachhaft und provoziert nahezu den Wurf eines Bierbechers, auch wenn es natürlich nicht passieren sollte und darf." Der GAK werde keine Berufung gegen die Entscheidung einlegen. "Ich denke, dass das wenig Sinn macht. Den Becher hat ein Grazer geworfen und das ist zu akzeptieren. Wir verschwenden unsere Kraft daher nicht für so etwas."

von Martin Mandl

 

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