Liezens Dauerbrenner beißt die Zähne zusammen

liezen.jpgSchon im Vorjahr wurde Heinrich Wallner in der Wintervorbereitung durch eine schwere Schulterverletzung zurückgeworfen und auch heuer schien es, als würde es der Verletzungsteufel nicht gut mit ihm meinen. Beim 2:2 am Samstag gegen den SV Micheldorf musste er noch mit Verdacht auf einen Außenbandriss im Sprunggelenk pausieren, doch schon am Dienstag konnte der Außenverteidiger des SC knauf Liezen im Testspiel gegen den Oberligisten Bad Mitterndorf nun doch wieder voll durchstarten. Dass der 22-jährige schon mal die Zähne für seine Grün-Weißen zusammenbeißen kann, hat er in den letzten sieben Jahren bereits des Öfteren bewiesen. „Aber das Zähne zusammenbeißen ist bei der harten Vorbereitungsphase von Coach Gernot Stradner ohnehin von Nöten.“ meint Wallner.

Der Spielerpass von Heinrich Wallner liest sich fast ein wenig langweilig, denn der 22-jährige Ennstaler gehört zur selten gewordenen Spezies jener Fußballer, die ihrem Stammverein stets treu geblieben sind. Als der junge Ennstaler im November 2003, nur ein paar Tage nach seinem 15. Geburtstag, zum ersten Mal für den SC knauf Liezen die Fußballschuhe schnürte, sah die sportliche Realität aber noch um Einiges düsterer aus als heute. Damals ging es für die Liezener darum, in der Unterliga Nord A nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen.

Dass sein SC und er nur wenige Jahre später um die Winterkrone in der steirischen Landesliga mitfighten würden, dachte zu dieser Zeit weder Wallner noch sonst irgendjemand in der nördlichsten Bezirkshauptstadt der Steiermark. Doch viel harte Arbeit aller Beteiligten auf und abseits des Fußballfeldes machte es möglich. Heinrich Wallner ist zusammen mit Erwin Götzennauer der einzige Spieler, der die gesamte Entwicklung vom Tabellenkeller der Unterliga bis an die Spitze der Landesliga mitmachte und dabei stets in der Stammmannschaft stand. Obwohl es natürlich schon das eine oder andere interessante Angebot von anderen Vereinen gab, wird der Student, der beinahe täglich fürs Training von Graz ins Ennstal pendelt, wie bisher mit seinen Vorstößen für Schwung auf der rechten Seite der Liezener sorgen.

Mit seiner achten Wintervorbereitungsphase in Serie beim selben Verein ist der 1,87 m große Abwehrhüne bisher recht zufrieden. „Es läuft gut. Das Training ist hart, aber so soll es ja auch sein. Die Ergebnisse unserer Aufbauspiele können sich sehen lassen.“ Der klare 3:0 Sieg gegen Bad Mitterndorf am Dienstag, das eingangs erwähnte Remis gegen den sechsten der oöliga sowie das 1:1 gegen den Regionaligisten DSV Leoben geben ihm recht. Dennoch warten auf Heinrich Wallner und seine Mannschaftskameraden noch dreieinhalb harte Wochen bis zum Auftakt der Frühjahrsmeisterschaft am 20. März in Kindberg.

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von Tobias Kreiter

 

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