Vereinsbetreuer werden

Flash-Interview: St. Michael-Coach Kurt Feyrer appelliert an die Vernunft

Der ESV ST. MICHAEL zählt zweifelsohne zu jenen Mannschaften, denen in der jüngeren Vergangenheit, coronabedingt, ein nervenaufreibender Abstiegskampf erspart geblieben ist. Permanent war man in jener Tabellenregion der LANDESLIGA zu finden, die gleichzeitig schon nahe an der Oberliga dran war. Zweistellige Plätze stehen dabei praktsch auf der Tagesordnung. Gegenwärtig befinden sich neben den ESV'lern auch Gamlitz und der SC Liezen auf den "Zitterplätzen". Kein Schatten wo auch ein Licht: Der Abstand zum rettetenden Ufer ist überschaubar. So fehlen zu den "interessanten Rängen" nur wenig Punkte bzw. ist der Rückstand bestenfalls in ein paar Spieltagen kompensiert.

 

 Der mögliche Abstieg wird mit einkalkuliert:

Von den letzten 29 "Covid 19-Begegnungen" kann man gerade einmal 7 für sich entscheiden. Diesmal aber, es gibt die Vereinbarung, dass im Falle des Falles die Herbst-Rangliste herangezogen wird, gibt es im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten, auch Absteiger aus der Landesliga. Was dann heißt, dass beim Träger der roten Laterne der Hut erneut gewaltig brennt. Aber noch ist nicht "aller Tage Abend" bzw. besteht für St. Michel in der Rückrunde noch die Möglichkeit diese gegebene Schieflage entsprechend zu korrigieren. Das noch 54-jährige "Trainer-Urgestein" Kurt Feyrer soll dabei mithelfen, dieses ehrgeizige Vorhaben auch in die Realität umzusetzen. Die Obersteirer sind allseits dafür bekannt, dass maximal "ein Brief augegeben" wird. Keiner kennt den Verein besser wie Coach Kurt Feyrer, der in Summe bereits das 109. Monat (über 9 Jahre) in der Obersteiermark in Amt und Würden steht. Ligaportal.at steht der Fußballkenner mit einem Flash-Interview zur Verfügung.

Kurt

St. Michael-Trainer Kurt Feyrer geht davon aus, dass sich der gesamte Kader, bis zum Start, der nötigen Corona-Impfung unterzogen hat.

 

Wie ist die Herbst-Performance des ESV St. Michael zu bewerten?

"Unseren Umständen entsprechend, zwei Leistungsträger muss man verletzungsbedingt vorgeben, eigentlich soweit zufriedenstellend. Bei etwas mehr Kaltblütigkeit vor des Gegners Tor bzw. Abgeklärtheit in der Defensive, wären zumindest fünf Punkte mehr drinnen gewesen."

 

Wo sind die Stärken des Nachzüglers bzw. wo gilt es verstärkt den Hebel anzusetzen?

"Unsere Stärke liegt eindeutig in der Kameradschaft der Spieler. Ohne dieser wären unsere bestimmenden Spieler schon lange der Zahlkraft naheliegender Verein erlegen bzw. wäre der ESV wohl schon zwei Klassen tiefer angesiedelt. Unsere "Schwäche": Die Trainingsbeteiligung lässt doch zu wünschen übrig. Wir haben derzeit sieben Schichtarbeiter im Kader. Zudem gibt es etliche Familien-Zuwächse inclusive Hausbau. Da verschieben sich die Prioritäten naturgemäß."

 

Wird sich in der Winterpause bezüglich der Transfers etwas im Mannschaftskader verändern, gibt es Ab- oder Zugänge?

"Leider beendet Michael Rabko seine Fußballzeit aus beruflichen Gründen und Key Karner Pracher geht nach St.Lorenzen/K. in die Oberliga. Zukäufe sind nicht geplant. Was dann auch nicht der Philiosophie des ESV entspricht."

 

Haben die Spieler einen Home-Trainingsplan bekommen und ab wann ist der erste Trainingstag im Freien geplant?

"Es gab keinen dezitierten Trainingsplan. Wir trainieren seit dieser Woche (KW 02)."

 

Es ist zu erwarten, dass eine mögliche Frühjahrssaison nur unter einer 2G-Regelung abgehalten werden könnte. Sind alle Spieler bereits geimpft?

"Ich hoffe dass alle geimpft sind ,ansonsten wäre das in unser momentanen Kadersituation ein absolutes Desaster."

 

Mit welchen Erwartungen geht man in die zweite Meisterschaftshälfte?

"Die Erwartungen sind nicht sehr hoch, aber wir hoffen doch einige Gegner, in dieser für uns schweren Spielklasse, ordentlich zu ärgern. Im Juni wollen wir mit erhobenen Hauptes unser Bier trinken. Wie auch immer sich die Tabelle dann darstellt."

 

Vielen Dank für die Interview-Bereitschaft!

 

Testspieltermine:

Hinterberg (22.1), Judenburg (29.1), ESV Knittelfeld (6.2), Krieglach (18.2), Murau (25.2), Judenburg (5.3)

 

Meisterschafts-Start:

Samstag, 12. März, Anpfiff: 16:00 Uhr

ESV ST MICHAEL - ASK VOITSBERG (Herbstmeister)

 

Bild: Ripu-Sportfotos

 

by: Robert Tafeit