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Relegation Hin: Liezen nach Niederlage in Kapfenberg unter Druck

Am Dienstagabend kam es im Rahmen der Relegation 2022 zum Duell zwischen den KSV Amateuren und dem SC Liezen. Der Zweite der Oberliga Nord traf auf den Drittletzten der Landesliga. Die Favoritenrolle war schwer auszumachen. Bei den Kapfenbergern übernahm KSV-Urgestein David Sencar das Trainerzepter, nachdem Josef Rechberger kurz vor dem letzten Spiel - der zweite Rang war da bereits fixiert - vor die Tür gesetzt wurde (zum Artikel). Das Trainerdebüt von Sencar glückte, denn die Kapfenberger konnten sich knapp aber doch mit 2:1 durchsetzen. Liezen ist damit für das Rückspiel unter Druck, auch wenn man das wichtigte Auswärtstor erzielen konnte. 

Führung für Kapfenberg

Das Spiel beginnt munter und mit stärkeren Kapfenbergern, die den Gegner sogleich einmal unter Druck setzen. Es sollte auch nicht lange dauern, bis das 1:0 fällt. Querpass auf Luca Hassler und schon steht es 1:0. Mit der Führung im Rücken wollen die Gastgeber nachlegen, woraus aber vorerst nichts wird. Die Gastgeber haben mehr Ballbesitz, können aus dem Übergewicht aber kein Kapital schlagen. In der 30. Minute zappelt das Leder aber doch zum zweiten Mal im Liezener Netz. Lukas Macher trifft, nachdem der Torhüter einen Schuss nur kurz abwehren konnte. Damit ist für klare Fronten gesorgt. Kurz darauf wieder eine gute Kapfenberger Chance, doch dieses Mal bleibt der Liezener Goalie im 1:1 cool. Dann plötzlich der Anschlusstreffer für die Liezener. Kanyerere setzt sich auf rechts durch und spielt zur Mitte, wo Dervisevic einen Schritt schneller ist und trocken einschiebt. Kurz darauf wieder eine gute Chance für Liezen: Der Kopfball von Bernd Rindler verfehlt das lange Kreuzeck nur knapp. Es ist wieder richtig Spannung drin und Liezen bleibt am Drücker. Dennoch geht es mit der knappen Kapfenberger Führung in die Pause. 

Von Fouls geprägt 

Im zweiten Durchgang dauert es eine Weile, bis die beiden Teams ins Spiel finden. Das Spiel ist geprägt von Fouls - der Schiedsrichter muss auch das eine oder andere Mal eingreifen. Liezen ist hauptsächlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Kapfenberg bleibt aber ohne klare Torchancen. Das Spiel plätschert also dahin. Liezen riskiert in Folge mehr, was wiederum Räume für die Kapfenberger eröffnet. Ein Schuss wird in dieser Phase vom Liezener Goalie aus dem Eck gefischt. Mit einem 3:1 würden die Kapfenberger die Tür in die Landesliga weit aufstoßen, auch wenn Liezen ein Auswärtstor hat. Dann plötzlich die Riesenchance für Liezen: Langer Ball auf Dervisevic, dieser nimmt sich den Ball mit und läuft alleine auf Thonhofer zu. Sein Abschluss geht aber klar am Tor vorbei - das hätte das 2:2 sein müssen. Liezen bleibt drauf und will den Ausgleich. Die Gäste kämpfen, Kapfenberg ist jetzt stark in Bedrängnis. Kurz darauf doch wieder Kapfenberg, doch Duric scheitert nach einer guten Aktion am starken Liezener Schlussmann. In der Nachspielzeit noch einmal eine gute Chance für Liezen: Ostojic scheitert an Thonhofer. Dann ist das Spiel vorbei und Kapfenberg jubelt über den Sieg. 

Christian Stangl (Sportlicher Leiter Liezen): "Das war heute leider nichts. Wenn wir nach einer halben Stunde 0:3 hinten sind, kann auch keiner etwas sagen. Heute haben zwei grundsätzlich Dinge gefehlt: Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten. Das geht so nicht. Wir müssen uns im Rückspiel deutlich steigern und anders auftreten. Sonst wirds nichts. Das muss man ganz klar so sagen. Ich hoffe, dass die Burschen verstanden haben, dass das heute zu wenig war."