Corona im Amateurbereich: Frauental rechnet mit Abstrichen bei der Kaderplanung!

Wir alle durchleben gegenwärtig aufgrund der Corona-Krise ganz schwere Zeiten. Demzufolge rückt die wichtigste Nebensache der Welt, der Fußball, verständlicherweise auch völlig in den Hintergrund. Aber den Kopf jetzt in den Sand zu stecken und sich dem Gegebenen gewissermaßen auszuliefern, wäre wohl der völlig falsche Ansatz. Aufgrunddessen ist Ligaportal.at auch in Zeiten wie diesen darum bemüht, Information zu bieten bzw. Berichte zu verfassen. Es tun sich bei den Amateurvereinen sehr viele offene Fragen auf. Vieles ist zur jetzigen Zeit auch noch gar nicht abschätzbar. Zudem steht es noch völlig in den Sternen, ob bzw. wann die Frühjahrsrunde weitergeht. Trotzdem stellte man den Vereinsvertretern, zugebenermaßen nicht einfache acht Fragen, zur aktuellen Lage bzw. wie das alles im Verein gehandelt wird. 

 

DanielSchmölzer

(Derzeit heißt es für Daniel Schmölzer & Kollegen in Frauental, wie allerorts noch, "bitte warten")

 

Ernst Klug, Sektionsleiter beim SV Frauental (LL), zur momentanen Lage:

Was sagen Sie zur aktuellen Corona-Entwicklung?

"Das trifft uns alle sehr hart, aber die Reaktion in Österreich stimmt positiv, obwohl diese Sache noch länger dauern wird."

Sind die Maßnahmen, die die Bundesregierung trifft, gerechtfertigt?

"Auf jeden Fall, es wurde schnell und richtig reagiert."

Wie gehen Sie im Verein damit um? Absolvieren alle Spieler Heimtraining? Wird das überprüft?

"Unsere Spieler trainieren selbstständig, werden dabei aber nicht überprüft."

Gibt es regelmäßig telefonischen Kontakt mit den Spielern?

"Trainer und Vorstand halten Kontakt, dabei wird dann auch übers Heimtraining gesprochen."

Werden aktuell die Spielergehälter weiter bezahlt oder gibt es eine Sonderabsprache mit den Spielern?

"Die Bezahlung wurde nach Rücksprache mit den Spielern eingestellt."                             

Gehen Sie davon aus, dass im Frühjahr gar nicht mehr gespielt wird? Wenn ja, was würde das für die Finanzen Ihres Vereins bedeuten?

"Die Rückrunde ist gelaufen. Zurzeit haben wir keine Ausgaben, deswegen ist der Moment auch ertragbar."

Stehen die Sponsoren in dieser schwierigen Situation weiterhin zum Verein bzw. zu ihren Zusagen?

"Das ist das Hauptthema, wir werden nach Ostern konkret mit den Sponsoren Kontakt aufnehmen. Vielleicht ist dann deren wirtschaftliche Situation schon absehbar. Nur mit den Beträgen der Vergangenheit ist wohl nicht mehr zu rechnen. Nach dieser Abklärung werden wir dann mit der Kaderplanung beginnen. Hier werden sicher Abstriche gemacht werden müssen."
                   

Welche Maßnahmen wünschen Sie sich von der Bundesregierung, um die Vereine während bzw. nach dieser schweren Zeit zu unterstützen?

"Ich glaube nicht, dass Barzahlungen im Umfang der entgangenen Sponsorgelder kommen können. Aber eine Möglichkeit wäre bessere Unterstützung bei Verbesserung der Infrastruktur, wie zum Beispiel in unserem Fall, die Futlichtanlage. Eine Möglichkeit wäre vielleicht auch in der nächsten Saison eine Entlastung bei den Schiedsrichter-Kosten ."

 

Photo: Richard Purgstaller / by Ligaportal/Roo

 

 

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