Punkteteilung: Der SV Wildon und der ESV St. Michael remisieren mit 1:1

Der Tabellenfünfte SV Raiffeisen Wildon empfing in der Landesliga den Tabellenzehnten ESV St. Michael. Beide Teams konnten ihre Spiele in der vergangenen Runde nicht gewinnen, deshalb wollten die Mannschaften an diesem Spieltag voll punkten. Rund 150 Besucher trafen sich im Wildoner Stadion und sahen wieder einmal, wie die Gastgeber eine Vielzahl an Chancen nicht nutzen konnte. Am Ende trennten sich die beiden Teams mit 1:1 und die Wildoner verließen mit hängenden Köpfen den Platz. Als Schiedsrichter fungierte Andreas Kollegger, gemeinsam mit seinen Assistenten Erwin Komornyik und Martin Hartner.

Die Gäste aus St. Michael gingen im ersten Durchgang mit 0:1 in Front.

Von Beginn an zog Wildon den typischen Ballbesitzfussball auf und wollte schnell ein Tor erzielen. Das obersteirische Team musste auf sechs Stammspieler verletzungsbedingt verzichten, die Ausfälle wurden durch Spieler aus der 2. Mannschaft kompensiert. St. Michael trat aber trotzdem unkoventionell und bissig auf und versuchte den Wildoner Spielfluss zu unterbrechen. Die erste Tormöglichkeit hatte der Wildoner Stürmer Andreas Fischer. Zum Leidwesen seiner Mannschaft scheiterte er aber am eigenen Unvermögen. Jetzt kam auch St. Michael zu einer tollen Gelegenheit, Lukas Karners Schuss landete aber an der Stange. Nach einer weiteren Drangperiode der Gastgeber, waren die Gäste abgebrühter und erzielten die 0:1 Führung. Eine schön herausgespielte Aktion der Obersteirer führte zu einem Tohuwabohu im Strafraum der Wildoner, der Ball gelangte zweimal an die Stange und abschließend vor die Beine von Tobias Bracher. Er ließ es sich nicht nehmen und drückte den Ball in der 16. Minute über die Linie. Jetzt wurde es für Wildon immer schwerer, St. MIchael stand gut in der Defensive und attackierte früh. Trotzdem kam der SV Wildon in dieser Spielphase noch zu einigen Tormöglichkeiten, die sich aber auf den Spielstand nicht auswirkten. Mit dem 0:1 Halbzeitstand, traten dann sichtlich geknickte Wildoner  gemeinsam mit euphorischen St. Michaelern den Gang in die Kabine an. Nach Wiederanpfiff gab sich den Zusehern ein ähnliches Bild, Wildon wollte das Spiel noch drehen, blieb aber vor dem Gehäuse zu unentschlossen. In der 49. Minute war es dann soweit, Lukas Zebedin spielte einen Ball in den Lauf von Patrick Schlatte, dieser übernahm die Kugel und setzte sie zum 1:1 in die Maschen.

Der Gästetorhüter Christoph Seidl brachte Wildons Offensive zum Verzweifeln. 

Mit dem Selbstbewusstseins des Ausgleichs übte sich jetzt Wildon weiters im vernebeln von Torchancen, Patrick Schlatte, Markus Farnleitner, Robert Kothleitner und Andreas Fischer fanden aber im großartigen Schlussmann Christoph Seidl ihren Meister. Bis zum Schluss gaben die Heimischen nicht auf und sie verzeichneten sogar in der 90. Minute noch eine dicke Chance, der Ball wurde aber auf der Linie pariert. So endete das Spiel mit 1:1 und Wildon haderte einmal mehr mit der desolaten Chancenauswertung. In der nächsten Runde gastiert Wildon in Lafnitz, St. Michael empfängt den SV Frauental.

Susic

Die Taktik von Coach Ljubisa Susic war gegen Wildon genau richtig gewählt. 

 

SV WILDON - ESV ST. MICHAEL 1.1 (0:1)

Torfolge: 0:1 (16. Bracher) 1:1 (49. Schlatte)

Stadion Wildon, 150, Kollegger, Komornyik, Hartner

 

Startaustellung:

SV Wildon: Aljaz Music - Denis Perger, Mag. Christian Wittmann, Manuel Zöhrer (K), Robert Kothleitner - Doris Kelenc, Sandro Foda, Fabian Lechmann, Markus Farnleitner, Mag. Patrick Franz Schlatte - Andreas Fischer

ESV St. Michael: Christoph Seidl - Julian Jungwirth, Markus Waldsam (K), Andreas Pachner, Lukas Karner - Marko Sosic, Michael Stadlober, Florian Buchgraber, Thomas Waldsam, Tobias Bracher, Jan Schatzl

 

Stimmen zum Spiel:

Robert Kurzmann, Spieler Wildon:

"Wir müssen einfach unsere Chancen besser nützen."

Ljubisa Susic, Trainer St. Michael:

"Die Mannschaftwar giftig, diszipliniert und hat alle Vorgaben erfüllt. Das war jetzt das 3. Spiel in einer Woche, wir mussten sechs Stammspieler vorgeben. Die Leistung war gut, ich bin stolz auf meine Partie."

 

by René Dretnik

Foto: Ligaportal/Purgstaller