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Torloses Remis: Leoben setzt sich in Voitsberg die Krone auf!

Am 30. bzw. letzten Spieltag traf in der Landesliga der ASK Sparkasse Stadtwerke Voitsberg auf den DSV Leoben KAIF Energy. Schon seit Wochen wurde vielerorts mit diesem "Grande Finale" spekuliert. Was sich schon seit längerer Zeit abzeichnete ist nun Realität geworden. So wird der Landesliga-Meister 21/22 bzw. der Regionalliga-Aufsteiger tatsächlich in einer einzigen Partie entschieden. Kein Wunder, dass da die Voitsberger Sparkassen-Arena aus allen Nähten platzte. Schiedsrichter war der erfahrene Bundesliga-Mann Alexander Harkam.

 

Hit10

 

In der ersten Hälfte ist beiderseits "Vorsicht" angesagt

Die Jancker-Schützlinge befinden sich bei dieser Hammer-Begegnung vor 2.400 Zusehern wohlweislich etwas im Vorteil. Wenngleich es wohl eine äußert brenzlige Sache wäre, sich bei diesem "Endspiel" auf ein Remis zu verlassen. Demnach wird erwartet, dass beide Teams, den Voitsbergern bleibt sowieso nichts anderes übrig, ihr Hauptaugenmerk auf die Offensive richten. Genauso ist das Spiel dann vom Start weg beiderseits auch angelegt. Die Voitsberger, Trainer David Preiß hält dem Verein die nächsten zwei Jahre die Treue, sind vom Start weg darum bemüht, die Spielkontrolle zu erlangen. Zur ersten Einschuss-Gelegenheit gelangen die Gäste in der 4. Minute. Der Abschlussversuch des 24-jährigen Slowenen Tilen Pecnik wird aber im letzten Moment noch geblockt. Die Voitsberger wirken in ihren Bemühungen vorerst noch etwas verhalten bzw. vorsichtig. Das Spiel ist in der Startphase kein "Burner", aber die Spannung in der bummvollen Arena ist richtiggehend spürbar. Beide Teams sind in erster Linie einmal darauf bedacht, in der Defensive sortiert ans Werk zu gehen. 24. Minute: Erste knackige Torchance der Voitsberger. Alexander Rother zieht aus 17 Metern ab, er verfehlt sein Ziel dabei nur ganz knapp. Auf der Gegenseite hat dann Luca Pichler (31.) sein Visier nicht gut genug eingestellt. ASK-Kapitän Jürgen Hiden versucht es dann noch einmal aus der Distanz (37.), Halbzeitstand aber 0:0.

Hit20

 

Voitsberg trifft in der Schlussphase zweimal nur Aluminium

Was erwartet die Daumendrücker der beiden Lager im zweiten Durchgang? Fakt ist, die Voitsberger müssen früher oder später mehr Risiko nehmen, will man hier im letzten Spiel nicht alles bisher Erreichte verspielen. Den Jancker-Schützlingen reicht bekanntlich das Unentschieden für den großen Coup. Wie werden die Gäste ihr Spiel in der zweiten alles entscheidenden Hälfte anlegen? Aber auch nach dem Seitenwechsel agieren beide Seiten vorerst  nach wie vor schaumgebremst. Was der Partie eindeutig fehlt ist die nötige Initialzündung in Form eines Treffers. Aber den Leobnern kommt der Spielstand weiterhin zugute - derzeit steht man mit einem Bein in der Regionalliga. Da wie dort geht man weiterhin hochkonzentriert an die Aufgabe heran. 58. Minute: Da waren es nur mehr 10 DSV-Spieler - nachdem der Deutsche Perthel den Gelb/Roten Karton präsentiert bekommt. Kann Voitsberg jetzt den Vorteil der numerischen Überlegenheit nützen? Aber das Werkl der Hausherren will einfach nicht auf Touren kommen. Die Leobner kontrollieren die Partie auch mit einem Akteur weniger. Hinzu kommt, dass den Voitsbergern nun mehr und mehr die Zeit davonläuft. Dann kommt die 81. Minute: Ein Hammer des eingewechselten Daniel Brauneis klatscht an die Querlatte - Riesendussel für das "Hochofenballett". Dann in der 95. Minute rettet den DSV noch einmal die Torumrandung vor einem Verlustreffer (Brauneis-Kopfball). Das war es dann gewesen! DSV Leoben bringt das torlose Unentschieden über die noch verbleibende Spielzeit und kürt sich damit zum Landesligameister 21/22! Ligaportal.at gratuliert herzlich!

 

ASK VOITSBERG - DSV LEOBEN 0:0

Gelbe Karten: Perthel, Skvorc, Maier, Sabljo, Hirschhofer (DSV)

Gelb/Rote Karte: Perthel (58. DSV)

 

Stimmen zum Spiel:

Jürgen Hiden, Kapitän Voitsberg:

"Wir haben heute alles versucht, um diese tolle Saison zu krönen! Es hat jedoch in vielen Situationen das nötige Glück gefehlt. In der wohl schmerzlichsten Stunde die einem der Fußball bescheren kann, gilt es dem DSV Leoben zu gratulieren!"

Hannes Wendner, sporlicher Leiter DSV Leoben:

"Nach dem Herbst und dem Gamlitz-Nachtrag haben wir trotzdem an uns geglaubt! Dass wir am Ende des Jahres Sonnenplatz stehen, verdanken wir unserem Teamgeist und unseren unglaublichen Fans! Forza DSV!"

 

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ASK Voitsberg: Florian Schögl, Marco Allmannsdorfer, Philipp Zuna, Jakob Hack (71. Daniel Brauneis), Andreas Pfingstner (83. Amer Habibovic), Jürgen Hiden (K), Petar Paric, Martin Salentinig, Luka Caculovic, Stefan Rieger, Alexander Rother

Ersatzspieler: Maximilian Zechner, Daniel Brauneis, Ing. David Hermann, Jürgen Walch, Amer Habibovic, Almin Veladzic

DSV Leoben: Zan Pelko - Timo Christopher Perthel, Dino Skvorc, Domagoj Sabljo, Mario Cetina - Nico Pichler (K) (77. Thomas Maier), Tilen Pecnik (61. Josip Cipric), Philipp Hütter (77. Lorenz Reisinger), Luca Pichler (55. Lukas Skrivanek), Josip Eskinja - Thomas Hirschhofer

Sparkassen-Arena, 2.400 Zuseher, SR: Alexander Harkam

 

Fotocredit: www.RIPU-Sportfotos.at

© Robert Tafeit/Rene Dretnik