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Spieltaganalyse Runde 13

tschauss_edi.jpgWir haben für unser Ligaportal einen ausgewiesenen Experten des steirischen Fußballs engagiert, damit er für euch auf steierliga.at nach jeder Runde der Sparkasse Landesliga die Spieltaganalyse vornimmt. Edmund "Edi" Tschaußnig, früher Trainer in der GAK Akademie, in Voitsberg sowie Gleisdorf, und jetzt Auswahltrainer des steirischen Fußballverbandes, bewertet und kommentiert die Spiele in der steirischen Sparkasse Landesliga. Diesmal nimmt unser Experte Edi Tschaußnig für steirerliga.at die 13. Landesliga-Runde ganz genau unter die Lupe: 
 
Jetzt ist es also passiert: KSV steht an der Tabellenspitze. Von der Papierform her hat Pachern die etwas leichtere Aufgabe, aber ich traue beiden Teams zu das Punktemaximum zu holen. Meiner Meinung nach ergibt sich schon jetzt nur mehr ein klarer Zweikampf dieser beiden Mannschaften um den Aufstieg in die Regionalliga. Ob einem der Verfolgerteams noch eine Aufholjagd à la Gleinstätten in der vergangenen Saison gelingt, wage ich zu bezweifeln.
 
Anders die Situation im Basislager der Liga. Am Tabellenende hat der ASK Köflach wieder einmal angeschrieben und vielleicht können sie noch einmal die Kräfte bündeln und im Finale punkten. Somit ergäbe sich im Abstiegskampf eine sehr spannende Ausgangslage für das Frühjahr.

KSV Amateure – UFC Fehring
Frech, frisch und mit viel Spaß am Fußball spielten die Jungfalken diese Partie nach Hause. Man merkte den Jungs überhaupt nicht an, dass die Saison schon so lange dauert - auch das ist ein Plus gegenüber den Konkurrenten. Fünf verschiedene Torschützen zeugen von einer breit aufgestellten Offensivstärke und einer Unberechenbarkeit, die jedem Gegner große Schwierigkeit bereitet. Fehring tat gut daran, das Pulver in diesem Match nicht zu verschießen und sich auf die ausständigen Spielen zu konzentrieren. Dennoch, die nächste Partie in Kindberg wird nicht einfacher werden, aber, jetzt müssen wieder Punkte gesammelt werden.

SV Frohnleiten – SC Fürstenfeld
Der Kampf um jeden Ball, der Zweikampf, prägte den Verlauf dieser Partie. Dass dabei das Spielerische auf der Strecke bleibt ist nur allzu logisch, aber Spiele gegen den Abstieg sind halt so. Dennoch, das Volleytor von Robert Statthaler war sehenswert und spannend war das Spiel allemal. Insgesamt war Frohnleiten etwas stärker, konnte aber aus der Offensive kein Kapital schlagen bzw. hatte Michi Grassmugg im Tor der Südoststeirer etwas dagegen. Nach dem Hartinger-Ausschluss konnte Fürstenfeld nicht mehr nachsetzen. Vielleicht fehlen da schon die Kräfte im Finish.

FC Gratkorn Amateure – SVL Flavia Solva
Eine eindeutige Angelegenheit für die Rastl-Elf. Für Flavia gilt ähnliches wie für Fehring: Kräfte sammeln und volle Konzentration auf die erreichbaren Punkte, dann haben Mannschaft und Trainer unter schwierigsten Rahmenbedingungen das Maximum herausgeholt.

FC Gleisorf 09 – SC Kalsdorf
Die Zuseher sahen ein spannendes Spiel. Hans Vorraber und Roland Sulzbacher haben in der abgelaufenen Trainingswoche den Spielern wohl ein paar Leviten gelesen, denn die erste Halbzeit der Gleisdorfer war wieder einmal vom Allerfeinsten. Gut eingestellte und lauffreudige Oststeirer, sowie ein in Spiel- und Spaßlaune befindlicher Denis Zilavec ließen den Kalsdorfern kaum Zeit zu verschnaufen. Die 3:0-Führung war mehr als verdient. Nach einer geglückten Umstellung fanden die Kalsdorfer ab Minute 60 zurück ins Spiel und drehten diese Partie mit einem starken Finish fast noch um. Schade, wieder einmal zeigte die Reinmayr Elf jene Anlaufschwierigkeiten, die ihnen bisher schon einige Punkte gekostet hat.

TSV Pöllau – SVA Kindberg
Die beiden „Auf und Ab Teams“ der Liga trafen diesmal aufeinander, mit einem letztendlich glücklicheren Ausgang für Pöllau. Mich hat überrascht, dass die jungen Pöllauer Spieler, die erstmals Ligaluft schnuppern durften, dieser schwierigen Aufgabe Stand gehalten haben und zu diesem enorm wichtigen Sieg beitragen konnten. Den Kindbergern kann wieder eine gute spielerische Leistung attestiert werden, diesmal war aber die Offensive abgemeldet, sodass letztendlich nicht Zählbares herauskam.

SV Pachern – ATV Irdning
Das war eine Überraschung. Mit taktischer Disziplin lässt sich viel erreichen. Mit einer konsequenten Defensivleistung gewannen die Obersteirer einen verdienten Punkt. Coach Schmid hat offensichtlich echtes Gegnerstudium betrieben, denn Pachern konnte kaum auf die bisherigen Erfolgstugenden zurückgreifen. Da wartet in der kommenden Runde auf die Gleisdorfer eine harte Nuss in der Irdninger Arena.     

SV Wildon – SV Anger
Da habe ich zweimal hinschauen müssen um das Resultat zu glauben. Damit hätte ich nie gerechnet, aber man sieht, wie ausgeglichen die Landesliga heuer ist. Ein Sieg der nicht glücklich war, der nicht auf irgendeinen Zufall basierte, sondern ein verdienter Erfolg aufopfernd kämpfender Angerer, die hocheffizient aus den vorhanden Möglichkeiten ihre Tore erzielten. Mein Respekt vor dieser Leistung! Das war beste Werbung für das kommende Heimspiel gegen Pachern.

ASK Köflach – SC Liezen
Ein Lebenszeichen der Weststeirer! Wenn in Köflach alle Beteiligten, Spieler, Trainer, Ex-Trainer und der Vorstand jetzt – und damit meine ich wirklich JETZT - an einem Strang ziehen, dann kann dieser Traditionsverein in den verbleibenden Spielen noch die Punkte machen, die eine sinnvolle Ausgangsposition für das Frühjahr bringen könnten. Die Mannschaft kann mehr, aber sie braucht jetzt Ruhe und Konzentration für die kommenden sechs zu vergebenden Punkte.
 
von Edi Tschaußnig