Vereinsbetreuer werden

"Ausselektieren" in Trofaiach

altEtwas hinter den Erwartungen zurück geblieben ist der FC Trofaiach in der Hinrunde der Oberliga Nord. Der Klub wollte im Tabellenmittelfeld überwintern, geworden ist es der magere zehnte Platz. Da versteht es sich wohl von selbst, dass man im Frühjahr angreifen will. Dabei muss die Mannschaft von Trainer Dejan Stankovic eher darauf achten, nicht ganz hinten hinein zu rutschen, denn der Polster auf den Ligakeller ist nicht gerade groß.

Gerade einmal drei Zähler haben die Trofaiacher Vorsprung auf Schlusslicht Neumarkt. Eine Niederlage bei einem gleichzeitigen Sieg der Neumarkter und schon droht das Tabellenende. Das weiß auch Obmann Wolfgang Wolbart, der mit der ersten Saisonhälfte genausowenig zufrieden ist. "Wir können gar nicht zufrieden sein", meint er, verweist allerdings auch auf die lange Verletztenliste, mit der der Verein zu kämpfen hatte. "Uns sind während der Meisterschaft etliche Stammspieler ausgefallen. Dann musste unser Trainer junge Fußballer einbauen und das hat dann nicht vernünftig geklappt." Man wolle zwar der Jugend eine Chance geben, doch "was zu viel ist, ist zu viel."

Zeit geben

Man müsste Geduld haben - gegenüber dem Trainer und dem Team. "Das Training von Dejan ist großartig. Es dauert einfach sein Zeit, bis die Spieler verstehen und das umsetzen, was er möchte. Auf Sicht sind wir aber ganz bestimmt auf dem richtigen Weg"; so Wolbart.

Sehr kurze Pause

Stankovic fordert seine Mannschaft ganz schön. Bis 23. Dezember bittet er seine Mannen weiterhin zum Training. "Er will das so. Das ist eine Art Ausselektieren. Wer nicht mitzieht, wird keine Chance bekommen und kann sich einen Verein suchen", lautet Wolbarts klare Ansage. "Derjenige, der bei uns spielen will, der muss auch die nötige körperliche Fitness mitbringen.

Und was ist wenn am Ende keiner übrig bleibt? "Das hoffen wir nicht", grinst der Funktionär. "Bis jetzt sind alle voll dabei." Aus diesem Grund sieht es momentan auch nicht nach Neuzugängen aus. Dürfte man sich allerdings etwas wünschen, dann wäre es ein typischer "Sechser".

von Redaktion