Vereinsbetreuer werden

DSV Juniors: Interview mit Ludwig Reiner

altDie Mannschaft von Trainer Ludwig Reiner krönte sich zum Herbstmeister der Oberliga Nord. Mit einem Punkt Vorsprung auf Zeltweg überwintert die zweite Kampfmannschaft des DSV Leoben auf dem ersten Tabellenplatz. Betreuer und Vereinsführung sind dementsprechend zufrieden. Nun, nach Ablauf der Hinrunde, bekam die ganze Angelegenheit aber einen Kratzer ab. Eine Regelwidrigkeit im titelvorentscheidenden Spiel zwischen den Juniors und Bruck veranlasste den steirischen Verband zu einer Neustragung. Wir baten Coach Reiner um ein paar Worte zu dieser Entscheidung und fragten ihn außerdem nach dem Rezept für den Erfolg im Herbst.

unterhaus.at: Ich nehme an, dass du mit der Leistung deiner Mannschaft zufrieden bist, oder?

Ludwig Reiner: "Absolut - wir haben 10 von 13 Spielen gewonnen. Wenn ich da nicht zufrieden wäre, würde etwas nicht passen."

unterhaus.at: Konnte man diesen Lauf irgendwo erwarten?

Ludwig Reiner: "Es ist ganz sicher besser gelaufen als erwartet. Unser Ziel war es, nicht abzusteigen und dieses Ziel auch so schnell wie möglich zu erreichen, damit sich die Spieler in Ruhe weiterentwickeln können. Dass es jetzt so gekommen ist, ist natürlich eine tolle Sache. Außerdem haben wir keine Punkte geschenkt bekommen. Der Herbstmeistertitel ist verdient."

unterhaus.at: Was hat deiner Meinung nach den Unterschied zu anderen Klubs ausgemacht?

Ludwig Reiner: "Da spielen mehrere Faktoren mit. Zum Einen ist es sicher die Eingeschworenheit meiner Mannschaft. Alle halten zusammen - auf und abseits des Platzes. Dazu kommt, dass meine Spieler die Umstellung auf vier Mal Training pro Woche sehr schnell angenommen und dadurch auch einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir haben talentierte Spieler im Team. Zudem passt die Mischung perfekt."

unterhaus.at: Ihr habt in Bruck 3:2 gewonnen. Aufgrunddessen, dass ihr wenige Sekunden ungerechtfertigt mit einem Mann zu viel gespielt habt, wird das Spiel nun neu ausgetragen. Was sagst du dazu?

Ludwig Reiner: "Unsere Situation hat sich ja nicht wirklich geändert. Man muss diese Sache aber trotzdem hinterfragen, denn unser Vorteil war kein Vorteil. Vor allem deswegen, weil das Spiel nur mehr wenige Augenblicke gedauert hat. Dazu kommt, dass wir nicht Schuld daran sind, jetzt aber eine Strafe bekommen. Außerdem ist es sehr zweifelhaft, dass Bruck auf solche Methoden zurückgreift, auch wenn mir natürlich klar ist, dass sie nach so einer Hinrunde nach jedem Strohhalm greifen. Es ist schade, aber ich sehe keinen Grund, warum wir Bruck nicht noch einmal schlagen sollten. Dann wäre es natürlich eine Genugtuung. Das muss ich schon zugeben."

 

von Martin Mandl