Vereinsbetreuer werden

Neumarkt: Trainerfrage bereits geklärt?

altEine alte Sportweißheit besagt, dass man sich bei Misserfolg besser vom Trainer als vom Team trennen sollte. Man könne ja nicht die ganze Mannschaft hinausschmeißen. Im Fall von Roland Höritzer, dem Ex-Coach des TSV Neumarkt in der Oberliga Nord, wäre es wohl zu einfach, ihm die Schuld daran zu geben, dass der Verein als Tabellenletzter überwintert. Vor der letzten Runde zog sich Höritzer als Trainer zurück und Günther Sterner übernahm das Ruder. Man unterlag beim ESV Knittelfeld mit 0:4 und fiel an das Tabellenende zurück. Auch wäre es wohl zu einfach, Sterner die Schuld zu geben. Wir wollten nun aber wissen, warum die erste Saisonhälfte der Neumarkter so verlaufen ist, wie sie verlaufen ist. Wir baten den interimistischen Übungsleiter zum Gespräch.

"Knittelfeld gehört für mich einmal ganz klar zu den drei besten Teams der Liga. Sie haben wirklich stark gespielt. Die Niederlage geht in Ordnung", sagt Sterner. Die bittere Pleite am Saisonende sei aber nicht grundsätzlich ausschlaggebend für die ungeliebte rote Laterne. "Wir haben leider sehr oft erst in den letzten Minuten verloren oder statt drei nur einen Punkt gemacht. Es hat ein wenig an der Konzentration über die volle Distanz gefehlt." Außerdem habe man so gut wie keine Partie zu null gespielt. "Die Defensive ist sicher auch eine unserer Schwächen gewesen." Dabei spricht die Gegentorquote (29) eher für die Neumarkter - St. Gallen und Mitterndorf haben doch um einige Tore mehr kassiert.

Man wird reagieren

Aber egal wer oder was an der schlechten Hinrunde Schuld war, Tatsache ist, dass man darauf reagiert. Laut Sterner wird man drei bis vier Spieler holen. Mit zwei Akteuren ist man sich bereits einig. Da bleibt nur mehr die Trainerfrage? Macht Sterner weiter? "Das steht nicht in meiner Macht. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich weitermache. Wenn der Verein jemanden holt, dann  muss es ein Mann sein, der die Spieler gut kennt", gibt er der Vereinsführung einen Rat.

von Redaktion