Oberliga Nord

Brucker Aderlass ließ sich nicht aufhalten

altDass Hannes Loderer den SC Bruck neben vielen anderen Spielern im Sommer verlässt, ist schon länger klar. Nun wurde bekannt, wohin der Akteur wechselt. Loderer heuert bei Landesliga-Aufsteiger Zeltweg an und soll dort das Mittelfeld verstärken. unterhaus.at sprach an dieser Stelle mit dem sportlichen Leiter der Brucker, mit Uwe Thonhofer. Er erzählte uns Einiges zur abgelaufenen Saison und blickte ein wenig in die Zukunft, wo man an alte Erfolge anschließen will, sich aber offensichtlich keinen Druck macht.

Loderer ist neben Wolfgang Stadler, Markus Faschingbauer, Georg Konrad, Daniel Reiter, Dzismo Masovic, Martin Leitner und Michael Wallner der achte Spieler, der die Brucker im Sommer verlässt. "Wir sind im Umbruch", erklärt Thonhofer. Von einem Ausverkauf will der Funktionär allerdings nichts hören. "Wenn einer wie Michi Wallner in die Landesliga will, dann kann man ihn nicht aufhalten, auch wenn wir das gerne getan hätten. Er will sich sportlich weiterentwickeln und in unserer Region ist eben Kindberg und Frohnleiten das Näheste." Mit Wallner verlässt der Torjäger der letzten beiden Jahre die Murstädter - ein herber Abgang, den man erst einmal kompensieren muss. "Da brauchen wir nicht zu diskutieren. Michi wird fehlen, aber ich bin mir sicher, dass wir Ersatz finden werden."  Dass Masovics Karriere in Bruck irgendwann zu Ende gehen wird bzw. muss, war auch klar. "Dzismo ist ein Vorzeigesportler, der noch einmal eine neue Herausforderung in Niklasdorf sucht. Ich habe ihm schon im Winter gesagt, dass wir die Defensive verjüngen werden. Er hat sich aber ganz klar ein schönen Abschied verdient. Er war 20 Jahre hier. Das ist keine kurze Zeit", so Thonhofer.

Meister ja, aber ohne Garantie

Mit der Saison könne er jedenfalls nicht zufrieden sein. Zwar ist der dritte Platz hinter Zeltweg und Knittelfeld nicht schlecht, doch zwölf Punkte Rückstand auf den Meister sind zu viel. "Das ist natürlich alles zu wenig gewesen, aber die typische Meister-Parole wie früher einmal gilt nicht mehr. Es gibt jedes Jahr mehr Mannschaften, die vorne mitspielen wollen. Wir können nur versuchen, einer von diesen Klubs zu sein." Das ist auch das Ziel für die neue Saison, auch wenn es in Anbetracht des großen Spieleraderlasses nicht danach aussieht. Allerdings: Mit Faschingbauer und Bulduk hat man auch schon zwei Spieler geholt. Und dass weitere Akteure folgen, ist auch kein Geheimnis. "Wir werden wieder eine schlagkräftige Mannschaft beisammen haben", verspricht Thonhofer.

von Martin Mandl

 

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