Klar das Nachsehen: ESV Knittelfeld steht beim Derby gegen Judenburg auf verlorenen Posten!

ESV Knittelfeld
FC Judenburg

Vor heimischer Kulisse traf am Samstag der Tabellenneunte der ESV Knittelfeld in der 10. Runde der Oberliga Nord auf den Tabellenzweiten den FC Judenburg. In der letzten Begegnung konnte nach einem Unentschieden niemand den Platz als Gewinner verlassen. Diesmal aber hatten die Judenburger die Nase beim Lokalderby ganz klar vorne. Was gleichbedeutend damit ist, dass die Schöggl-Truppe, was den Herbstmeistertitel anbelangt, weiterhin eine heiße Option bleibt. Die Eisenbahner hingegen sind dazu gezwungen kleinere Brötchen zu backen. Mit gerade einmal 11 Punkten sind die Früstük-Mannen etwas überraschend im unteren Tabellenbereich antreffbar. Der Spielleiter war Jörg Hofgartner, assistiert wurde er von Alexander Steinköln und Oliver Stirinic. 300 Zuseher waren mit von der Partie.

Judenburg mit einem starken Auftritt

Von Beginn an geht es zumeist nur in eine Richtung. FC Judenburg ist auf dem Platz die aktivere Mannschaft und übt Druck auf die gegnerische Abwehr aus. Nachdem Rene Fischer bereits in der 5. Minute zur ersten dicken Gelegenheit gelangt, kommt es in der 13. Minute zum Judenburger Führungstor. Nach einer Basha-Vorarbeit ist es Kevin Klicnik, der für das 0:1 verantwortlich zeichnet. Wovon sich der Gastgeber aber völlig unbeeindruckt zeigt. Gelingt es doch bereits in der 17. Minute den 1:1-Gleichstand herzustellen. Nach einem Agachi-Kopfball ist Michael Platzer in gewohnter Manier per Kopf zur Stelle. In der 25. Minute sind die Knittelfelder knapp dran am Führungstor. Christian Hoffelner trifft aber nur die Querlatte. Zielorientierter präsentieren sich nachfolgend die Judenburger, die mit einem Doppelschlag auf 1:3 davonziehen. 35. Minute: Christian Ritzmaier finalisiert einen ansehnlich vorgetragenen Spielzug. 38. Minute: Nach einem Basha-Flankenball trifft Rene Fischer ins Schwarze. Andreas Toih lässt Augenblicke vor dem Pausenpfiff die Chance auf das 2:3 aus - Halbzeitstand: 1:3. Danach beendet der Unparteiische die erste Spielhälfte und gönnt den Spielern eine fünfzehnminütige Verschnaufpause.

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Die Freude bei Angreifer Rene Fischer in der 38. Minute ist groß. Soeben hat er zur Judenburger 3:1-Führung getroffen.

 

Für die Hausherren gibt es nichts zu holen

Auch im zweiten Durchgangang, in einem fair geführten Derby kommt es nur zu einer Verwarnung, sind es die Gäste, die soweit alles Kontrolle haben. In der 58. Minute beseitigen die Judenburger auch die allerletzten Zweifel. Ritzmaier legt ab für den kurz zuvor eingewechselten Edwin Hodzic, der zum 1:4 in die Maschen trifft. Nur eine Minute später leuchtet ein 1:5 von der Anzeigetafel. Markus Zmugg ist es, der dabei im Mittelpunkt des Interesses steht. Dieser Doppelpack zeigt in weiterer Folge doch Wirkung bei den ESV'lern. Denn fortan kann man kaum noch in Erscheinung treten. Bei etwas mehr Nachdruck vonseiten der Judenburger wäre die ganze Angelegenheit für die Hausherren wohl noch empfindlicher ausgefallen. In der 91. Minute gelingt es den Heimischen noch etwas Resultatskosmetik zu betreiben. Michael Platzer markiert mit seinem zweiten Tor den 2:5-Spielendstand. Danach pfeift der Unparteiische das Spiel ab und Judenburg darf sich über drei Punkte im Auswärtsspiel freuen. In der nächsten Runde gastiert ESV Knittelfeld in Irdning. Judenburg besitzt gegen Schladming das Heimrecht.

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Der Judenburger Markus Zmugg, der in der 59. Minute den 5. Judenburger Treffer markierte, im Zweikampf mit ESV-Defender Andreas Stocker.

 

ESV KNITTELFELD - FC JUDENBURG 2:5 (1:3)

Torfolge: 0:1 (13. Klicnik), 1:1 (17. Platzer), 1:2 (35. Ritzmaier), 1:3 (38. Fischer), 1:4 (58. Hodzic), 1:5 (59. Zmugg), 2:5 (91. Platzer)

 

Stimme zum Spiel:

Dietmar Schöggl, Trainer Judenburg:

"Nach einem gegenseitigen Abtasten hat das Derby sehr rasch Fahrt aufgenommen. Der Knackpunkt war wohl unser Führungstreffer zum 2:1. Denn von diesem Zeitpunkt an verzeichneten wir ganz klare Vorteile. Obwohl wir Stammspieler vorgeben mussten, ist es uns dann bestens gelungen die Partie sicher nach Hause zu schaukeln. Natürlich ist es ein Ziel von uns, als Tabellenführer die Winterpause anzutreten."

 

Photos: Richard Purgstaller

by: Ligaportal/Roo

 

 

 

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