St. Anna nach Jauk-Rücktritt: "Keiner kann den Ball neu erfinden!"

 

altDas hat doch einen etwas fadenscheinigen Beigeschmack. Der USV St. Anna am Aigen fand am gestrigen Sonntag nicht einmal zwölf Stunden nach dem Rücktritt von Trainer Helmut Jauk bereits einen neuen starken Mann für die Seitenlinie. Christian Kainz übernahm beim Nachzügler der Oberliga Süd-Ost, der am Freitagabend beim USV Gnas mit 1:5 unter die Räder kam. unterhaus.at wollte die Angelegenheit auflösen und sprach mit Obmann Johannes Weidinger.

unterhaus.at: In meinen Augen sieht es etwas komisch aus, nur zwölf Stunden nachdem ein Trainer zurücktrifft, bereits einen neuen Trainer an der Angel zu haben. Wie gibt es das? Hat die Vereinsführung damit gerechnet, das Helmut Jauk zurücktritt?

Johannes Weidinger: "WIr haben sicher nicht damit gerechnet, aber es waren in letzter Zeit einige Dinge, die das Arbeiten beiderseits nicht leichter gemacht haben. Herr Jauk hat zu gewissen Dingen eben eine andere Meinung als wir. Das liegt vielleicht aber auch daran, dass er auch schon bei vermeintlich größeren Vereinen tätig war."

unterhaus.at: Also habt ihr nicht damit gerechnet? Wenn Jauk es nicht getan hätte, hätte dann der Verein nach dem 1:5 in Gnas die Reißleine gezogen?

Johannes Weidinger. "Nein - wir wollten jetzt einfach keinen Staub aufwirbeln. Außerdem sind Verein und Trainer im Guten auseindner gegangen."

unterhaus.at: Christian Kainz hat jetzt das Traineramt übernommen...

Johannes Weidinger: "Richtig - er wird das Training bis zum Sommer leiten. Mir war wichtig, dass es ein Mann aus der Region macht. Und nachdem er bei uns in der Jugend arbeitet, war sein Engagement naheliegend. DIe Spieler kennen ihn und das ist in unserer Situation sehr wichtig. Außerdem kann keiner den Ball neu erfinden."

vo Martin Mandl

 

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