Pölfing holt Dreier: Mit zwei Mann weniger schlittert Hengsberg in eine Heimpleite

Ein Spiel mit sechs gelben Karten, zwei Ausschlüssen und zwei Elfmetern sahen die Besucher bei der Begnung zwischen dem USV Hengsberg und dem GASV Fortuna Federn Pölfing Brunn in der Unterliga West. Auch der Trainer der Heimmannschaft Egon Meixner wurde auf die Tribüne verwiesen. Mit numerischer Überlegenheit fixierte das Gästeteam den Sieg den 1:2 Sieg. Der Siegestreffer gehörte in die Rubrik „Tor des Jahres“, der Torschütze überhob den Torhüter aus rund 50 Metern Entfernung. 

Trotz strahlend schönem Sonnenschein und bestem Fussballerwetter verirrten sich nur rund 100 Zuseher ins Hengiststadion nach Hengsberg. Sie sahen eine Heimmannschaft, die den Gästen wenig Platz zum Fußballspielen ließ und eine Gäste-Elf, die sich auf dem kleinen Platz sichtlich schwer tat. Von Beginn an versuchten die Heimischen mit ihrem gewohnten Spiel, Bälle hoch nach vor, die Gäste in die Bredouille zu bringen. Nach 19 Minuten war es dann soweit, der Hengsberger Urban Cander verwertet in gewohnt souveräner Manier einen Strafstoß zur 1:0 Führung der Gastgeber.

Hengsberg ging durch einen Elfmeter in Führung, Pölfing Brunn glich mittels Elfmeter aus.

Danach wurde das Spiel immer hektischer, vor allem die Hengsberger waren mit einigen Entscheidungen von Schiedsrichter Dominik Riegelnegg nicht zufrieden und protestierten des Öfteren. Die Gäste fanden in dieser Phase auch nie richtig ins Spiel, versuchten mit tiefen Pässen den Gegner zu bezwingen. In der 35. Minute kam es zur ersten spielentscheidenden Szene. Der Hengsberger Haudegen Thomas Friess wurde nach Kritik mit Gelb-Rot vom Platz verwiesen. Kaum drei Minuten später kam es aus Sicht der Heimischen zu einem fragwürdigen Elfmeter, den Anej Lovrecic staubtrocken zum 1:1 verwertete. Jetzt wurde es Coach Egon Meixner zuviel, nach einer lautstarken Diskussion mit dem Unparteiischen wurde auch er auf die Tribüne geschickt. Mit dem 1:1 Unentschieden ging es in die Pause. Hengsberg, ohne Coach auf der Bank und dezimiert durch einen Ausschluss, stand jetzt immer tiefer und agierte total defensiv. Bis zur 74. Minute ging das Rezept voll auf, jetzt machte Anej Lovrecic der Heimmannschaft aber einen Strich durch die Rechnung. Elegant führte er den Ball im Mittelfeld, als er rund 50 Meter vom gegnerischen Tor entdeckte, dass der Torhüter zu weit vor seinem Gehäuse stand. Kaltschnäuzig versuchte er es mit einem Heber und zum Erstaunen der Zuseher landete der Ball in den Maschen. Der neue Spielstand lautete ab sofort 1:2. Jetzt wurde das Spiel noch hektischer und der Schiedsrichter hatte einige Mühe es unter Kontrolle zu bringen.

Zwei Ausschlüsse bei den Gastgebern waren zuviel, Pöfing spielte den Sieg trocken nach Hause.

Den Schlusspunkt setzte dann noch Dominik Prettenthaler, auch er wurde mit der gelb-roten Karte vorzeitig in die Dusche geschickt. Das war es auch dann gewesen, Pölfing Brunn spielte den Sieg trocken nach Hause und Hengsberg haderte bis nach dem Schlusspfiff mit dem Schiedsrichter. Bitter für Hengsberg, in der nächsten Runde beim Derby gegen den Lokalrivalen Tillmitsch sind die beiden Stützen Friess und Prettenthaler gesperrt. Statt ihnen müssen wieder die jungen Eigenbauspieler in die Bresche springen.  

HENGSBERG – PÖLFING BRUNN 1:2 (1:1)

Torfolge: 1:0 (19. Cander E.), 1:1 (37. Lovrecic E.), 1:2 (74. Lovrecic),

Stimmen zum Spiel:

Egon Meixner, Trainer Hengsberg: „Ein klarer Elfer wurde uns vorenthalten. Der Tausendguldenschuss von Lovrecic hat uns dann Genick gebrochen!“

Wolfgang Kiegerl, Trainer Pölfing Brunn: „Auf dem kleinen Platz war es sehr schwierig unser Spiel durchzuziehen. Hengsberg war heute sehr undiszipliniert, deshalb war der Sieg verdient!“

Beste Spieler:

Anej Lovrecic (Pölfing Brunn)

by René Dretnik

 

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