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Ungeschlagen: Der SV Tillmitsch gewinnt auch gegen Gralla und bleibt weiter ohne Niederlage

SV Gralla
SV Tillmitsch

Vor 350 Besuchern verwandelte der SV Tillmitsch beim SV Gralla einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg. Gralla war in der ersten Halbzeit am Drücker - im zweiten Durchgang reichten den Gästen zehn Minuten, um die Partie zu drehen. Eine Systemumstellung führte zum Erfolg.

Gralla war im ersten Durchgang klar besser

Die ersten 45 Minuten sah alles nach einer Überraschung aus. Die Hausherren waren sehr aktiv, spritzig und ließen den Tillmitschern kaum Platz, um ihr gefürchtetes Kurzpass-Spiel aufzuziehen. In der 13. Minute stand Dominik Nöst völlig alleine vor dem Tillmitscher Tor - er vergab diesen 100er aber kläglich. Gralla drückte weiter und versuchte mit langen Bällen die etwas träge wirkende Tillmitscher Abwehr zu überlisten. Timotej Petek brachte sein Team dann in der 20. Minute völlig verdient nach vorn. Nach einem Angriff brachte die Gäste-Verteidigung den Ball nicht aus der Gefahrenzone - Petek zog aus 16 Metern ab - der Ball zappelte im Netz. Mit der knappen Führung im Gepäck machten die Gastgeber jetzt hinten dicht und verlagerten ihr Spiel total aufs Kontern. Mit dem 1:0 ging es auch in die Kabinen - ein aufgrund der Tabellensituation völlig unerwarteter Zwischenstand. Nach dem Wiederbeginn versuchte es Coach Johann Bartl mit einer Systemumstellung, brachte Jernej Leskovar und Filip Pocrnja statt Markus Hüttler und Dan Kranjc. Und der Plan ging auch auf: Der aufgerückte Gregor Stavbar traf zum 1:1 zugunsten des Tabellenführers (51.) - vier Minuten später (55.) erhöhte Matija Rozman auf 1:2.

Leskovar Jernej

Jernej Leskovar brachte den Umschwung

Zehn Minuten reichten, um die Partie zu drehen

Jetzt waren die Hausherren sichtlich geschockt, die Dominanz aus dem ersten Durchgang war plötzlich verschwunden. In der 65. Minute staubte Dominik Hackinger nach einem Schuss von Cekovski, den der Torhüter nur kurz abwehren konnte, ab und versenkte die Kugel zum 3:1 für den Tabellenführer im Netz. Mit seinem 13. Tor im erst zehnten Spiel für Tillmitsch schoß sich Hackinger auch gleichzeitig in die Führungsposition der Torschützenliste. Zu allem Überfluss aus Sicht der Heimischen wurde Gernot Krasser für ein wüstes Foul an Dominic Langbauer mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt - Gralla ab der 68. Minute mit einem Mann weniger am Feld. Jetzt war der Braten gegessen, Tillmitsch ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und spulte die restliche Zeit trocken ab. Mit dem Auftritt in der zweiten Hälfte demonstrierte der Tabellenführer einmal mehr seine Vormachtstellung in der Unterliga West - nicht umsonst ist die Bartl-Elf nunmehr seit 13 Spielen ungeschlagen und seit 12 Runden ohne Punkteverlust.

 

Stimmen zum Spiel:

Alexander Macek, Obmann-Stellvertreter Gralla:

"Das war ein toller Auftritt unserer Mannschaft. Die erste Halbzeit war voll in Ordnung, im zweiten Durchgang hat sich die Tillmitscher Klasse durchgesetzt. Wenn wir im Frühjahr so auftreten wie bei diesem Spiel, mache ich mir um den Abstieg keine Sorgen."

Herbert Gürtl, sportlicher Leiter Gralla:

"Unsere Mannschaft hat in der ersten Halbzeit ein tolles Spiel geboten, Charakter gezeigt und ein positiv aggressives Verhalten an den Tag gelegt. Deshalb sind wir auch verdient mit 1:0 in die Pause gegangen. Wir wollten im zweiten Durchgang in den ersten 15 Minuten kein Tor bekommen, sind dann leider wieder in unseren alten Spielfluss geraten und haben in dieser Phase drei Tore erhalten. Mit dem Ausschluss von Gernot Krasser ist uns dann die Substanz ausgegangen und die letzten Kräfte haben uns gefehlt, um noch das Ruder herumzureißen."

Markus Fröhlich, Obmann Tillmitsch:

"Die Panthers-Familie hat sich gegen mutige Gralliger durchgesetzt. Nun gehen wir ungeschlagen in die Winterpause, für uns ist ein kleines Fußballmärchen wahr geworden. Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Gönnern, Unterstützern, Funktionären und ganz besonders beim Trainerteam und der Mannschaft bedanken!"

 

Unterliga West: SV RB Pichler Bau Gralla – SV Fleischereimaschinen Schenk Tillmitsch, 1:3 (1:0)

  • 20
    Timotej Petek 1:0
  • 51
    Gregor Stavbar 1:1
  • 55
    Matija Rožman 1:2
  • 65
    Dominik Hackinger 1:3

by ReD

Foto: SV Tillmitsch/Fortmüller