Coach von Kitzbühel II mit Vorschlägen aus England für Österreichs Fußball

Der FC Eurotours Kitzbühel II hat in der 1. Klasse Ost in der Hinrunde den sechsten Tabellenplatz erreicht. Trainer Sean Caldwell blickt aber auch nach oben und findet die Regionalliga West Reform – falls sie kommen sollte – als Bestrafung für die aktuellen Teams der Liga. Höchst interessant ist dabei auch ein Ansatz der in England gepflegt wird. Jeder Tabellenplatz besser spült im Profifußball mehr Geld in die Vereinskasse. Es ist also nicht mehr egal, ob man in der Meisterschaft Platz sechs oder neun belegt. Sportlicher Erfolg soll sich also auch auszahlen – ein Grundsatz den man im Kleinen durchaus auf den Tiroler Unterhausfußball übertragen könnte.

 

Sieben Siege und sechs Niederlagen

Sean Caldwell, Trainer FC Eurotours Kitzbühel II: „Ein Auf- und Ab im Herbst 2018. Sieben Siege ist keine schlechte Marke, aber sechs Niederlagen sind zu viel. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und haben jedes Spiel gegen andere 1b-Teams gewonnen. Das Problem waren für uns die KM-Teams, nur zwei Spiele gegen KM1 Mannschaften konnten gewonnen werden. Und beide in den letzten drei Wochen der Saison. Ich sehe das positiv, da meine Spieler es besser gelernt haben, ein Spiel gegen erfahrene und körperlich stark auftretende Kicker erfolgreich zu bestehen.“

Verbesserungspotentiale

Sean Caldwell: „Wir haben uns bereits stark verbessert, müssen aber gegen die KM-Teams mental stärker sein. Wir werden unseren positiven, offensiven Spielstil weiterentwickeln, während wir junge Spieler für unsere KM-Mannschaft in der Regionalliga West entwickeln.“

Vorbereitung im Winter

Sean Caldwell: „Wir hatten zwei Wochen Pause, bevor das freiwillige Hallenfußball- und Fitnessstudio begann. Ab Januar ist das Fußball- und Fitnessstudio nicht mehr freiwillig, am Montag nach dem Hahnenkamm-Rennen beginnen wir mit unserer vollständigen Vorbereitungsphase draußen auf dem Kunstrasen.“

Reform wäre Strafe für die aktuellen Regionalliga West Mannschaften

Sean Caldwell: „Als Engländer gewöhne ich mich daran, Entscheidungen zu treffen und in den letzten Momenten zu ändern (Brexit!). Zunächst muss ich sagen, dass die Entscheidung im Sommer 2018 gefallen ist. Dies bedeutet, dass alle Teams in den unteren Ligen in Tirol, Vorarlberg und Salzburg die Saison begonnen haben und glauben, dass es keinen Abstieg und mehr als Aufstiegspositionen gibt. Viele Mannschaften haben mehr Geld investiert um aufzusteiegn, während viele andere Mannschaften nur mit einheimischen oder jungen Spielern gespielt haben - als Entwicklungsjahr ohne Abstiegsrisiko. Ich habe noch nie an einer Fußballsaison teilgenommen, in der sich die Anzahl der Mannschaften, die aufsteigen oder absteigen könnten, sich in der Mitte der Saison ändert. Für österreichische Trainer ist das möglicherweise anders!

 

Ich habe im Sommer gesagt, dass die Reform für den österreichischen Fußball eine schreckliche Idee ist. Die vorgeschlagene Tiroler Elite Liga wird einen niedrigeren Fußballstandard haben als die RLW. Als Fußballer, der aus einem Fußballland kommt, glaube ich, dass sie, wenn Sie auf einem schlechteren Niveau als in der vorangegangenen Saison spielen, effektiv abgestiegen sind! Meiner Meinung nach ist es kein Aufstieg für fünf Mannschaften in der Tiroler Liga, sondern ein Abstieg für alle Mannschaften der RLW. Völlig unfair für unser KM1-Team in Kitzbühel, das eine tolle Saison spielt! Als Ausländer sehe ich, dass sich im österreichischen Fußball ja Dinge ändern müssen. Aber nicht mit dummen Elite-Ligen und neuen Reformen. Teams müssen im Fußball aufsteigen wollen, um auf einem höheren Niveau zu spielen. Der einzige Weg ist, mehr Geld in die 2. Bundesliga und die Regionalliga zu investieren. Geben sie Teams nicht nur einen sportlichen Anreiz, sondern auch einen finanziellen. In England gibt es für jede Position in einer Tabelle mehr Preisgeld als für jeden Gewinn in einem Pokal. Das heißt ein Team, das nicht aufstiegen und nicht abstiegen kann, kämpft bis zum letzten Tag, weil Position neun mehr Preisgeld als Position zehn bekommt!

 

Ich kann nicht sagen, wie der ÖFB entscheiden wird. Für meine Mannschaft hoffe ich, dass es eine Reform gibt, weil es eine weitere Aufstiegsposition gibt. Für unsere KM1 Mannschaft und dem österreichischen Fußball hoffe ich, dass es nicht umgesetzt wird.“

Kaderänderungen

Sean Caldwell: „Wir haben einige junge U16-Spieler, die jetzt alt genug sind, um für unser KM2 zu spielen, was für mich immer großartig ist, da Sie technisch sehr gut und immer hoch motiviert sind. Wir haben auch zwei erfahrene Spieler, die im Frühjahr zu uns kommen - ein Innenverteidiger und ein offensiver Mittelfeldspieler. Zwei sehr gute Spieler, aber ich werde die Namen erst sagen, wenn die Verträge unterschrieben sind!“

Veranstaltungen und Pläne

Sean Caldwell: „Am 14.12.18 – also diesen Freitag - gibt es unsere Weihnachtsfeier und natürlich ist der Verein immer am Hahnenkamm-Rennen beteiligt - mit einem Stand in der Stadt. Wir machen mit unserem Nachwuchs viel neues vor. Das ist sehr positiv, aber wir haben noch viel zu tun!“

 

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