2. Klasse Ost

Die KMI und KMII von Fieberbrunn bereiten sich gemeinsam auf die Rückrunde vor

Die Spieler der KMII sind die Basis für eine starke KMI – weiter auf Eigenbauspieler will man beim SK Fieberbrunn setzen. Für den Trainer des SK AVZ Fieberbrunn II, Marcel Müllauer, ist auch wichtig, dass möglichst viele Trainer mit Ausbildung die Amateurteams betreuen. Im ausführlichen ligaportal.at Interview vor dem Start der Rückrunde der 2. Klasse Ost ist aber auch die Vorbereitung in Fieberbrunn ein zentrales Thema.

 

Verlauf der Vorbereitung

Marcel Müllauer, Trainer SK Fieberbrunn 1b: „Unsere Saisonvorbereitung hat schon drei Wochen nach dem letzten Meisterschaftsspiel im Herbst begonnen. Mein Trainerteam und ich wollten die lange Winterpause nützen, um unser sehr junges Team - bestehend aus vielen letztjährigen U16 Spielern - puncto Fitness und Ausdauer zu verbessern. Der Übergang vom Jugendfußball zum Erwachsenenfußball ist für die jungen Spieler vor allem körperlich ein großer Schritt, der in der Regel einige Zeit benötigt. Wir haben bis Weihnachten insgesamt eine sechswöchige Übergangsphase durchgeführt, bestehend aus Laufeinheiten im Grundlagenausdauerbereich, spezielle Kraft- und Stabilisationsprogramme und auch der Bandenzauber in der Halle kam nicht zu kurz. Wichtig war uns dabei, dass auch der Spaß im Training immer vorhanden sein muss. Nur so können wir Trainer die Spieler in den Winterwochen bei Laune halten. Um Weihnachten herum folgte dann eine komplett fußballfreie Zeit bis Mitte Jänner, dann haben wir mit der Frühjahrsvorbereitung begonnen.

KMI und KMII trainieren gemeinsam

Marcel Müllauer: „Zusammen mit unserem Trainer der ersten Kampfmannschaft, Didi Tengg, haben wir entschieden die komplette Frühjahrsvorbereitung gemeinsam mit beiden Mannschaften durchzuführen. Einerseits um die beiden Teams näher zusammen zu bringen und andererseits wollten wir den jungen Spielern die Möglichkeit geben auf höherem Niveau zu trainieren. Der Grundgedanke in unserem Verein ist, dass beide Teams sich bestmöglich gegenseitig unterstützen und wir alle an einem Strang ziehen. Aufgrund des schneereichen Winters mussten wir oft bei den Trainings improvisieren. Einmal wöchentlich wurde der Kunstrasen in Kitzbühel gemietet. Die restlichen Einheiten wurden per Laufeinheiten, Hallentrainings und Alternativprogrammen durchgeführt. Im Fokus stand aus unseren vorhandenen Trainingsmöglichkeiten das Beste herauszuholen. Hier haben generell die Vereine in unserer Region einen enormen Nachteil im Vergleich zu schneeärmeren Gegenden. Einige Testspiele gegen Going 1b, Söll 1b und Kirchberg 1b wurden ebenfalls durchgeführt, um etwas Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen.

Wir hoffen gegen Ende März unseren Trainingsplatz benützen zu können, um vielleicht vor dem ersten Pflichtspiel noch einige Raseneinheiten durchführen zu können.“

Ziele

Marcel Müllauer: „Wir wollen unseren eingeschlagenen Weg weiterführen und unsere Spieler stetig auf ein höheres Niveau verbessern. Unsere Aufgabe als Trainer ist es, mit unseren Möglichkeiten den Spielbetrieb in der zweiten Kampfmannschaft zu sichern, unsere jungen Spieler über die Jahre dahingehend auszubilden, dass stetig Nachschub für unsere erste Kampfmannschaft nachrückt. Die zweite Mannschaft ist das Fundament einer erfolgreichen ersten Mannschaft. Unser Ziel für das Frühjahr ist, wie schon im Herbst auch, mit den restlichen Teams in unserer Liga mithalten zu können. Die Tabellenposition ist für uns nicht maßgebend, wir wollen nachhaltig und kontinuierlich in unserem Team arbeiten und über Jahre gesehen die Basis schaffen, unsere einheimischen Kicker zu fördern. Nur so werden wir in Zukunft verschont bleiben, horrende Summen bezahlen zu müssen, um auswärtige Spieler zu holen. Wir wollen unsere einheimischen Spieler am Rasen sehen, und uns nicht wie in vielen anderen Vereinen schon praktiziert, mit viel Geld den Kader zusammen zu kaufen. Punktuelle Verstärkungen ja, generell aber wollen wir in Fieberbrunn keinen bezahlten Amateurfußball!“

Favoriten

Marcel Müllauer: „Ich denke die drei Teams Ebbs II, Thiersee II und SPG St.Ulrich/Hochfilzen II werden um die Aufstiegsplätze kämpfen. Das Trio hat sicherlich die größten spielerischen Möglichkeiten dies zu schaffen. Ich glaube, dass die direkten Duelle über die Aufstiegsplätze entscheiden werden. Bleibt abzuwarten wie sämtliche erste Kampfmannschaften deren KMII-Teams mit Spielern unterstützen werden.“

Trainerausbildung

Marcel Müllauer: „Mir wäre es wichtig, dass in Zukunft generell in den Vereinen wieder vermehrt ausgebildete Trainer – vor allem im Kampfmannschaftsbereich - tätig sind. Die derzeitige Regelung, dass de facto ein jeder Trainer sein kann - auch ohne Ausbildung - ist meiner Meinung nach schlecht. Jedem Verein, jeder Vereinsführung deren die nachhaltige Ausbildung der Spieler am Herzen liegt, sollte versuchen ausgebildete Trainer im Nachwuchs und Kampfmannschaftsbereich zu haben – oder vereinsintern Trainer zur Ausbildung zu bewegen. Ich selbst werde die Trainerausbildung in diesem Frühjahr mit der B- Lizenz abschließen, und mich wenn möglich in den nächsten Jahren noch der A- Lizenz stellen. Ich sehe selbst, dass das der Trainerjob sehr wohl gelernt werden muss. Viele Vereine müssen gezwungenermaßen - finanziell oder mangels vorhandener Trainer generell - zu internen Lösungen greifen. Für viele motivierte Trainer ist aber auch die jahrelange Ausbildung ein Punkt, der offensichtlich zu zeitintensiv ist. Hier sollte an einem Weg gearbeitet werden um wieder mehr Trainer zu Ausbildung zu bewegen. Ich glaube. es wird in den kommenden Jahren generell an ausgebildeten Trainern mangeln!“

 

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