Coach von Erl: „Guter Zeitpunkt um die Vorgehensweise im Amateurfußball zu überdenken!“

Zwei Aufsteiger wird es aus der Bezirksliga Ost geben, die beiden Teams werden im Juni 2021 ermittelt und es wird extrem spannend. Breitenbach, Brixlegg, Zell am Ziller und Ried/Kaltenbach sind die vier Anwärter auf die Top-2 Positionen. SVG MHM Erl kann sich bereits auf die kommende Saison 21/22 konzentrieren – alle Spiele absolviert und der Klassenerhalt ist bereits gesichert.

 

Gibt es schon konkrete Kaderänderungen bezogen auf das Team vom Herbst 2020?

Christoph Waldner, Trainer SVG MHM Erl: „Gott sei Dank sind alle Spieler wieder an Bord und bleiben uns auch erhalten. Verstärkungen wären zwar immer schön, aber ich denke gerade jetzt sollte man wieder vermehrt auf die "eigenen Spieler" setzen und versuchen diese im Verein zu halten. Vielleicht ist dies jetzt einmal eine gute Möglichkeit um die ganze Vorgehensweise im Amateurfußball - zahlreiche Vereinswechsel, Zahlung von enormen Prämien - zu überdenken!“

Meinung zum Beschluss des TFV puncto Abschluss der Meisterschaft?

Christoph Waldner: „Uns betrifft die Entscheidung nicht direkt, da wir zum einen bereits die komplette Hinrunde fertig gespielt haben und zum anderen nichts mit dem Aufstieg oder Abstieg zu tun haben. Generell ist es ziemlich schwierig eine faire Lösung für alle zu finden. Meiner Meinung nach ist eine Wertung der Saison nach der Hälfte jedoch nicht die Ideallösung. Man hätte ja auch die Saison im Herbst zu Ende spielen können und im Anschluss auf eine Jahresmeisterschaft umstellen können.“

Wie ist das Mannschaftstraining aktuell und über den Sommer geplant?

Christoph Waldner: „Seit Freigabe des Trainings durch die Regierung sind wir natürlich am Platz und gehen unserem Hobby nach! Bis zum Start in die Herbstsaison werden wir versuchen mit Trainings- und Freundschaftsspielen wieder in den gewohnten Rhythmus zurückzufinden!“

Kann man derzeit die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen sportlich und finanziell bereits einigermaßen abschätzen?

Christoph Waldner: „Ich denke, dass die ganze Situation für niemanden lustig war. Weder aus Vereinssicht, noch aus menschlicher Sicht. Man kann nur hoffen, dass wir das Ganze nun in den Griff bekommen und hoffentlich einer positiven Zukunft entgegensteuern. Finanziell dürften der Großteil der Vereine sicherlich keine Probleme haben, da sich die Fixkosten aufgrund des Ausfalls von Trainings- bzw. Spielbetriebs auch in Grenzen gehalten haben. Sportlich wird man sehen in welchem "Zustand" sich die Spieler/Mannschaften nach der Pause präsentieren, aber ich gehe davon aus, dass jeder dem Start wieder entgegenfiebert.“

Ihre persönlichen Anliegen?

Christoph Waldner: „Ich wünsche allen alles Gute für den Restart und auf eine hoffentlich "normale" Saison 2021/22!“