Im Mittelpunkt beim SV Navis steht die Gemeinschaft!

Dem Verband wünscht man aus der Sicht von Navis den Mut, die Meisterschaft später im Frühjahr zu starten. Nicht wegen Corona – sondern ganz grundsätzlich aus wettertechnischer Sicht. Ansonsten ist in Navis Fußball wieder ein großes Thema – und in der Bezirksliga West wurde im Herbst 2020 Platz vier erobert.

 

Ein Rückblick aus der Sicht von Navis und Anliegen an den Verband!

Viele singende junge Burschen, dazwischen erfahrene Spieler zu dem Song der Kelly Family „Like an Angel“ und im Anschluss dazu „Ole, SVN“ in der Dauerkette – so haben viele Naviser die Stimmung in der Kampfmannschaft ihrer Fußballer der letzten Saisonen in Erinnerung bzw. im Ohr.

Laut Trainer Georg Eppensteiner ist das, was unsere Mannschaft ausmacht, das gute Klima zwischen „Alt und Jung“ – sie sind nicht nur Typen, die gemeinsam Fußball spielen, sie sind Freunde. Sie stehen füreinander ein, motivieren sich gegenseitig und können sehr gut miteinander feiern. Wo findet man so etwas noch heutzutage? Rückblickend muss man zu dieser Mannschaft folgendes erklären. Im Winter 2018 sah man sich auf Grund eines personellen Engpasses in der Kampfmannschaft gezwungen, auf die ganz jungen Spieler der vereinseigenen U16 zurückzugreifen. Es wurden vier Burschen in das Aufbautraining eingebunden, um den zu kleinen Kader spielfähig zu machen. Die Einbindung der eigenen Jugend in den Erwachsenensport, aus der hervorragenden Nachwuchsarbeit des SV Navis, sollte schon bald Früchte tragen.

Mittlerweile spielen nicht nur die Hälfte dieser Jugendmannschaft in der KM, sondern man konnte zudem die Reservemannschaft wieder aktivieren, welche einen zusätzlichen, ganz wichtigen Rückhalt bildet. Die enorme Entwicklung dieser jungen Burschen in den letzten 2 ½ Jahren, die Vorbildfunktion der erfahrenen Spieler gepaart mit fleißiger Arbeit, Trainingseifer, Teamfähigkeit, Verlässlichkeit, fokussiertes Arbeiten macht diese Mannschaft zu dem, was sie heute ist. Ein Team!

Der Trainer blickt auf die Herbstsaison mit Begeisterung zurück – bis auf zwei Ausrutscher gegen Aldrans und Lechtal, hat die Mannschaft stets ihre Leistung abgerufen. Gegen Lechtal hatten die „Jungen“ ihrer Feuertaufe. Eigentlich hätte man mit dieser Startaufstellung bei der U18- Liga mitspielen können! Trotz erschwerter Corona-Bedingungen, die aber für alle Mannschaften gegolten haben, mussten auch wir mit Verletzungen einiger Spieler umgehen. Zudem haben wir in Navis wirklich keine guten Voraussetzungen, was die Infrastruktur betrifft. Mit nur einem Fußballplatz, der gleich für acht Mannschaften die Grundlage bildet, müssen die Burschen immer wieder nach Matrei ausweichen und dort zu unwirklichen Zeiten trainieren. So waren Trainings mit Beginn 20.00 Uhr keine Seltenheit! Umso mehr ist die Leistung hervorzuheben.

Im Mittelpunkt des Vereins steht die Gemeinschaft und die Erhaltung des Vereines im Ort, der von vielen Pendlern nach Innsbruck geprägt ist, und daher der Zusammenhalt der Bewohner immer wieder auf die Probe gestellt wird. Natürlich musste der Verein auch finanzielle Einbußen verzeichnen. Spieler erhalten bei uns keine Entschädigungen. Man hoffte aber, dass im Frühjahr wieder Spiele mit Publikum erlaubt werden und wir Veranstaltungen durchführen können, die für die Vereinskasse „überlebenswichtig“ sind. Für das Frühjahr hofft man natürlich auf die Weiterführung der Meisterschaft – vielleicht kann der TFV jetzt endlich den erhofften Mut fassen, die Meisterschaft später zu starten und dafür einfach länger laufen zu lassen. Dieser Wunsch besteht ja schon seit Jahren, vor allem von Vereinen, die nicht auf Trainingsbedingungen aus der Inntalfurche bzw. Innsbruck - das ja immer noch als der Maßstab verwendet wird - zurückgreifen kann.

Spiele wie in Sölden Ende März zwischen meterhohen Schneewänden, sollten einfach nicht stattfinden müssen. Das wäre wirklich unser persönliches Anliegen an den Verband. Endlich Rücksicht nehmen auf die „kleinen“ Dorfvereine, den diese bilden die Grundlage für das gesamte Fußballgeschehen. Man sollte sich von der „neuen“ Bewegung verabschieden große SPG’s zu bilden, den diese machen nämlich über früher oder später das Dorfleben bzw. Vereinsleben in den Orten kaputt. Die zeitliche Orientierung des Meisterschaftsplanes sollte sich endgültig von dem des ÖFB verabschieden – das Unterhaus sollte unabhängig von Spielen der Nationalmannschaft, Euros oder WM’S einfach und flexibel den Zeitplan gestalten können. Der Trainer Georg Eppensteiner freut sich schon wieder sehr, wenn er seine Burschen wiedertreffen darf. Durch die Rückkehr einiger Verletzten erhofft er wieder da anschließen zu können, wo coronabedingt aufgehört wurde. Vorne mitzuspielen in der Bezirksliga West ist natürlich erklärtes Ziel. Das wichtigste wird aber immer noch die Freude am Fußballspielen bleiben!

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