Tirol Cup

Reichenaus David Glänzer entscheidet Cup-Thriller gegen Kufstein

Die SVG Reichenau marschiert weiter – auch im Tirol Cup. Im Halbfinale gegen den FC Kufstein hat allerdings der Regionalligist Anfang der zweiten Hälfte es verabsäumt den Sack zuzumachen. Kufstein führte bereits mit 2:0, das 3:0 lag in der Luft. Reichenau gelingt aber mit toller Moral das 2:2, Kufstein musste das zweite Spiel innerhalb von 36 Stunden bestreiten. Ein sichtliches Handicap. Alles ist möglich im Elfmeterschießen. Zwei tolle Goalies, Matthias Hörtnagl bei Reichenau und Dominik Braunsteiner bei Kufstein, zeigen im Elfmeterschießen große Kunst. Der blutjunge Reichenauer David Glänzer von Reichenau zeigt keine Nerven und verwandelt den entscheidenden Strafstoß zum Finalticket für seine Mannschaft.

 

 

Kufstein effektiv

Zunächst kann man am Sportplatz Fennerareal ein recht ausgeglichenes Spiel beobachten. Kufstein ist aber gegen Ende der ersten Hälfte die absolut effektivere Mannschaft. Mathias Treichl mit einem Traumfreistoß in der 38. Minute und Stefan Schreder fünf Minuten später bringen die Gäste mit 2:0 in Führung. Nach der Pause setzt Kufstein nach und ist dem 3:0 sehr nahe. Die erfolglosen Bemühungen der Kufsteiner kontern die Reichenauer Kicker mit einem Treffer aus einem Freistoß von Patrick Steinkellner in der 69. Minute. Inwieweit noch Alexander Mader den Ball berührt hat war nur schwer zu erkennen. Nach einem Einwurf in der 85. Minute gelingt Reichenau, abermals durch Patrick Steinkellner der Ausgleich zum 2:2. Kufstein versucht alles um ein Elfmeterschießen zu verhindern – es gelingt aber kein Tor mehr.

 

Elferthriller und grandiose Goalies

Zunächst treten die fünf nominierten Spieler an – jeweils vier Treffer. Der sechste Elfer wird von Kufstein vergeben, auch Reichenau trifft nicht. Dann verwandelt Kufstein und Reichenau, Kufstein vergibt abermals. David Glänzer tritt für Reichenau an und trifft zum 7:6 im Elferschießen. Der Gegner von Reichenau im Finale am 3. Juni in Kitzbühel wird der Sportverein Innsbruck sein. Auch der SVI musste gegen Imst ins Elfmeterschießen und hat sich am Ende durchgesetzt.

 

 

Helmut Hupfauf, sportlicher Leiter SVG Reichenau: „In der ersten Hälfte war es aus meiner Sicht eine abwechslungsreiche Partie mit ganz leichten Vorteilen für Kufstein. Die Tore für Kufstein fielen gegen Ende der ersten Halbzeit aus Standardsituationen – ein traumhaftes Freistoßtor war dabei. Einen tollen Freistoß vom Mathias Treichl hat unser Goalie Matthias Hörtnagl mit einer tollen Parade abwehren können. Wir waren zur Pause zwar zwei Tore in Rückstand, aber nicht deswegen, weil wir spielerisch um zwei Tore schlechter gewesen sind. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit war Kufstein sehr stark. Ein drittes und wohl entscheidendes Tor wäre in dieser Phase für Kufstein möglich gewesen. Wir haben dann umgestellt und der eingewechselte Michael Waldy und Alexander Mader sind dann wesentlich offensiver aufgetreten – zwei sehr kopfballstarke Spieler. Die letzten dreißig Minuten haben dann, zumindest bis zum Ausgleich, der Mannschaft von Reichenau gehört. Aus meiner Sicht ein gerechtes Remis nach neunzig Minuten.“

 

Stefan Höller, Trainer FC Kufstein: „Wir mussten innerhalb von 36 Stunden das zweite Spiel bestreiten und das sind meiner Meinung nach keine fairen Verhältnisse. Selbst in der Bundesliga sind 48 Stunden Pause Pflicht, in Tirol nur 24 Stunden. Ich bin aber sehr stolz auf meine Mannschaft wie sich sich heute trotzdem präsentiert haben. In Dornbirn hatten wir ein sehr schweres Spiel und auch heute war der Boden sehr tief. Wir haben absolut verdient in der Halbzeit mit 2:0 geführt und haben Anfang der zweiten Hälfte vehement auf den dritten Treffer gedrückt. Uns wurde aus meiner Sicht auch ein Elfmeter vorenthalten. Dann sind leider die Kräfte meiner Spieler geschwunden. Reichenau hat sehr gut gespielt und mit langen Bällen operiert. Nach dem 2:2 hat der Goalie von Reichenau unser drittes mit tollen Paraden verhindert. Leider ist es sich in der regulären Spielzeit nicht mehr ausgegangen, das Elferschießen ist ein reines Lotteriespiel. Ganz großartig haben aber auch im Elfmeterschießen die beiden Tormänner agiert. Wir hätten aber die Partie entscheiden können – das 3:0 oder 4:0 wäre möglich gewesen. Der Platz ist meiner Meinung nicht regionalligatauglich, jeder Einwurf ist eigentlich eine gefährliche Aktion. Hut ab vor meiner Mannschaft wie sie dagegen gehalten haben!“

 

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