Kickerinnen von Erl fordern Angerberg – verlieren aber klar!

In der Tirol Liga der Frauen geht das Duell um den Titel zwischen Angerberg und der SPG Matrei/Neustift weiter. Die SPG gewann zu Ostern bei der SPG Brixlegg/Rattenberg/Alpbach/Münster mit 5:3. Erl hat gegen Angerberg eine sehr gute Leistung geboten, konnte den Tabellenführer absolut fordern, aber Angerberg war im Abschluss wesentlich effektiver und gewinnt mit 3:0. Der SVI gewinnt in Oetz mit 9:1. Angerberg führt die Tabelle an, ein Punkt dahinter die SPG Matrei/Neustift und vier weitere Zähler zurück der SVI. Am 26.4.19 kommt es zum Schlager zwischen Matrei/Neustift und dem SVI, Angerberg empfängt die SPG Rinn/Tulfes/Wattens.

 

Thomas Schnellrieder, Trainer SV Angerberg, analysiert

Mit dem zweiten Auswärtssieg in zweiten Frühjahrsspiel konnte der SVA die Tabellenführung in der Tiroler-Liga erfolgreich verteidigen. Auf Grund des Ergebnisses könnte man von einer klaren Angelegenheit sprechen, doch das täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Die Heimmannschaft zeigte sich kämpferisch, lauf- und auch spielfreudig. Damit hatte unsere Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit seine liebe Müh und Not. Eine Einzelleistung von Julia Billa, eine wahre Energieleistung, brachte die 1:0 Führung für den SVA. Kraftvoll tankte sie sich auf der linken Seite bis zum Strafraum durch, der anschließende Gewaltschuss unter die Querlatte konnte von der Erler Torfrau nicht gebändigt werden. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.

 

In Halbzeit zwei konnte sich der SVA zum Teil besser auf den Gegner einstellen. Es dauerte aber bis zur 70.Minute, ehe Matthäa Schnellrieder den SV Angerberg mit dem 2:0 in Front brachte und somit eine Vorentscheidung in diesem Spiel bewirkte. Eine „Schwesterkombination“, Mira Schnellrieder spielt steil auf Matthäa Schnellrieder und diese schloss mit einem satten Flachschuss ins lange Eck ab. Etwas mehr als zehn Minuten später erzielte Julia Billa, eine der stärksten Angerbergerinnen an diesem Nachmittag, mit ihrem zweiten Treffer das 3:0. Diesmal schickte Matthäa Schnellrieder die spätere Torschützin steil, die den Ball überlegt an der Torfrau vorbei ins Netz schob.Unterm Strich ein hart erarbeiteter Sieg, da die SVG Erl wirklich gut dagegenhielt. Erfreulich die Tatsache, dass man zum zweiten mal hintereinander „zu Null“ gespielt hat. Die Defensive funktioniert hervorragend.

 

Angerberg spielte mit folgendem Kader:

Elena Barbieri, Gloria Sulzenbacher, Antonia Rangetiner, Marie Wiesinger, Corinna Draschl, Katrin Pfandl, Matthäa Schnellrieder, Vanessa Lettenbichler, Vanessa Moser, Lea Luxner, Ellena Rupprechter, Emily Rotthaler, Annika Hintner, Julia Billa, Mira Schnellrieder.

 

Am kommenden Sonntag spielt die Mannschaft zum ersten Mal in der Meisterschaft zu Hause. Mit Spielbeginn um 13.00 Uhr geht es gegen die SPG Rinn/Tulfes. Der Verein und die Mannschaft hofft auf zahlreiche Unterstützung seiner tollen Fans.

 

Mario Träger analysiert das Spiel aus der Sicht des SV Erl

Die Damen der SVG Erl hatten in diesem Spiel den Plan, dem Tabellenführer mit einer kompakten Verteidigung den Spaß am Spiel zu nehmen und insbesondere Julia Billa, die Tormaschine des SV Angerberg, immer wieder zu beschäftigen. Und dieses Vorhaben ging nahezu auf, denn der Tabellenführer hatte in der ersten Halbzeit kaum Raum um die Spielstärke ausspielen zu können, da Erl gut gegen den Ball arbeitete und dann schnell auf Angriff umschalten konnte. Leider gab es nur eine Ausnahme und zwar in Minute 13. Da verlor man den Ball in der Vorwärtsbewegung, Julia Billa wurde im Gegenzug nicht energisch genug angegangen und mit einem satten Schuss brachte die Ausnahmespielerin den Tabellenführer mit 1:0 in Führung. Danach bestimmte die SVG Erl aber das Geschehen, arbeitet sehr gut in der Defensive, zeigte teilweise schöne Angriffe, aber im Strafraum fehlte der letzte Pass um zum verdienten Ausgleich zu kommen. So ging es aus unserer Sicht mit 0:1 in die Pause.


Natürlich war das Duo Träger/Petras mit der Leistung zufrieden, eben weil man Julia Billa immer wieder zur Arbeit in der Defensive zwang und damit dem SV Angerberg in der Offensive den Schwung nahm. Auch in Halbzeit zwei änderte sich nichts am Geschehen, Erl blieb auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer, doch gute Angriffe wurden überhastet oder eben nicht mit der nötigen Entschlossenheit geführt, um sich mit einem Tor zu belohnen. Und dann kam es, wie es kommen musste. Der Spitzenreiter konterte in der 70. Minute, drei Verteidigerinnen gaben eher Begleitschutz und Matthäa Schnellrieder erzielte mit dem zweiten Torschuss des SV Angerberg das 0:2. Erl stellte um, agierte im 4:3:3 um noch mehr Druck auf die Abwehr auszuüben und wieder kam man zu mehreren Torschüssen, doch waren diese bei Torhüterin Elena Barbieri in besten Händen. Der SV Angerberg konnte sich dann in der 84. Minute befreien und einen Konter fahren. Julia Billa tankte sich durch und erzielte mit dem dritten Torschuss des Tabellenführer das 0:3. Die Mädels der SVG Erl steckten aber nicht auf und kämpften munter weiter. Doch selbst ein Kracher von Michelle Hauk klatschte in der 87. Minute unter die Latte, sprang aber von der Linie eben ins Feld zurück, so blieb es am Ende beim 0:3. Dennoch war man nach dem Spielende nicht unzufrieden, denn man hatte dem SV Angerberg einiges abverlangt, der sich an diesem Tag auf die hohe Qualität von Julia Billa verlassen konnte. Die Damen der SVG Erl spielen kommenden Samstag gegen die SPG Brixlegg/Rattenberg/Alpbach/Münster.

 

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