Vereinsbetreuer werden

Langkampfen holt mit neun Mann Remis in Tulfes

Verrückte Partie in der 16. Runde der Gebietsliga Ost zwischen der SPG Rinn/Tulfes und dem SV Langkampfen. Kein Tor in der ersten Hälfte, dafür aber zwei Ausschlüsse von Kickern der Gäste. Langkampfen liegt in Hälfte zwei 0:2 zurück, schafft aber mit neun Mann dann doch noch ein 2:2. Leader Kirchdorf musste unfreiwillig pausieren – die Partie in Finkenberg gibt es erst am 22. April. Münster gewinnt klar gegen Jenbach mit 4:0, Fieberbrunn mit einer sensationellen Niederlage im Ausmaß von 0:1 beim Tabellenletzten Westendorf. Thiersee nützt die Gunst der Stunde und schiebt sich mit einem 4:1 in Kirchberg auf den dritten Tabellenplatz. Münster auf dem zweiten fixen Aufstiegsplatz, Thiersee und Fieberbrunn trennen nun zwei Punkte.

 

„Da hast du heute aber Pech“

Hannes Jenewein, Trainer SV Langkampfen: „Ein verrücktes Spiel, welches allen Beteiligten vermutlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die erste Halbzeit verlief meiner Ansicht nach relativ ausgeglichen, mit mehr Torchancen für unser Team. Aufgrund der geringen Platzgröße in Tulfes, wurden von beiden Mannschaften vermehrt weite Bälle eingesetzt. Schon von Beginn an war beim Schiedsrichter Tayfun Yilmaz keinerlei klare Linie auszumachen. Laufende Entscheidungen und Verwarnungen fielen auf beiden Seiten nach purem Zufallsprinzip und hatten mit dem tatsächlichen Geschehen am Platz oft rein gar nichts zu tun. In der 38. Minute wurde unser bereits verwarnter Tobias Noggler wegen angeblicher Schwalbe – er kam aufgrund eines intensiven Pressballes im gegnerischen 16er ganz normal zu Fall und niemand reklamierte oder gestikulierte annähernd in Richtung Elfmeter – mit dem Kommentar „Du hast heute aber Pech!“, ausgeschlossen. Kurz darauf wurde ein eindeutiges Foul an Manuel Spöck, der verletzt liegenblieb, nicht gepfiffen, Manuel Gratt konnte anschließend den gegnerischen Stürmer nur mehr regelwidrig stoppen und wurde wegen Torchancenverhinderung mit Rot auch vom Platz gestellt. Mit zwei Mann weniger gingen wir in die Kabine."

Verrückte zweite Hälfte

Hannes Jenewein: „Was in den anschließenden, verrückten 45 Minuten geschah, wird noch für sehr lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Der Gegner kam, mit Hilfe der eklatanten Überzahl, natürlich besser ins Spiel und wir versuchten, so lange wie möglich die Null zu halten. In Minute 55 und 78 konnte sich deren hervorragende Manuel Wieser jedoch durchsetzen und mit seinen beiden Toren für die SPG Rinn/Tulfes den vermeintlich ungefährdeten Sieg einfahren. Jeder am Platz vermutete schon die endgültige Entscheidung. Mein Team kam jedoch unglaublich zurück! Unser bärenstarker Markus Ehrenstrasser schoss in Minute 88 den Anschlusstreffer und Florian Horngacher konnte in der letzten Aktion des Spieles, nach einem Eckball, den vielumjubelten Ausgleichstreffer erzielen. Was mein faszinierendes Team an diesem Tag geleistet hat ist nahezu unbeschreiblich!“