Gregor Ennemoser, SV Längenfeld: „An die EM-Endrunde habe ich keine große Erwartungen!“

Der SV Längenfeld hat im Herbst 2020 in der Gebietsliga West eine tolle Hinrunde gespielt. Kapitän Gregor Ennemoser ist sich sicher, dass das Team auch im Frühjahr gut aufspielen wird und sich den Titel sichert. Seine persönliche Ansicht, dass ein Triple von Bayern München alle Fußballfans glücklich machen würde, ist sicher eine zumindest umstrittene Aussage. Viele werden aber seine Ansicht teilen, dass bei der EM-Endrunde sehr „müde“ Spieler antreten werden – falls Corona eine EM-Endrunde wie geplant zulassen wird. Der Wunsch Corona die rote Karte zu zeigen, eint wohl nicht nur alle Fußballfans dieser Welt.

Rückblick auf den Herbst 2020 aus persönlicher Sicht und aus jener der Mannschaft?

Gregor Ennemoser: „Wir sind dank der Zugänge und Leistungen der letzten ein, zwei Jahre schon mit einem gewissen Anspruch in den Herbst gegangen. Der wurde allerdings durch die starken Leistungen und die überragende Punkteausbeute mehr als gerechtfertigt. Ich glaube wir konnten einige Male begeisternden Fußball für unsere Fans zeigen und auch wenn es mal nicht sofort lief, habe wir uns zusammengerauft und alles dafür getan, dass die Punkte bei uns geblieben sind!“

Wie ist man mit dem Verlauf der Herbstsaison zufrieden?

Gregor Ennemoser: „Wie bereits erwähnt wurden die durchaus hohen Ansprüche von Verein, Fans aber vor allem uns Spielern selbst, noch übertroffen. Das heißt man kann durchaus mehr als zufrieden auf den Herbst zurück blicken, sollte sich diesen Blick aber dann auch spätestens ab dem ersten Training wieder sparen und voller Motivation auf das Frühjahr blicken.“

Fußball und Corona - waren die Maßnahmen gerechtfertigt?

Gregor Ennemoser: „Wenn man sieht, wie die ganze Welt immer noch von diesem Virus gebeutelt wird und viele Privatpersonen - Unternehmer, Tourismus, Gastronomie usw. - vor einer ungewissen Zukunft stehen, kann man sagen, dass es uns noch wenig getroffen hat. Die Maßnahmen wurden von allen Vereinen mitgetragen soweit wir das bei unseren Spielen beurteilen konnten, also war das, denke ich, nicht unverhältnismäßig für die Vereine. Wir konnten die Herbstsaison zu Ende spielen und hoffen jetzt einfach, dass es bald wieder möglich wird Mannschaftstraining ab zu halten und voll durch zu starten."

Wie war die Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Gregor Ennemoser: „Wie man es sich denken kann, ist bei Erfolg die Stimmung immer gut. Aber auch bei den vielleicht ein oder zwei kleineren Dellen in der Saison war der Zusammenhalt und die Stimmung sehr gut. Zudem haben auch immer mehr unsere Jüngeren Verantwortung übernommen und sind vorne weg gegangen, was glaube ich für die Stimmung innerhalb der Mannschaft auch sehr förderlich war. Ich hoffe jetzt einfach, dass wir das so mit ins Frühjahr nehmen können, habe aber auch keine großen Bedenken, dass wir das nicht schaffen.“

Titelfavorit in der eigenen Liga? Eigene Ziele und jener der Mannschaft?

Gregor Ennemoser: „Wenn man so eine Herbstrunde spielt, ist die Favoritenrolle nur mehr schwer von sich zu weisen und das soll auch nicht unser Anspruch sein. Wir wollen aufsteigen, wissen aber auch um die Schwere der Aufgabe. Im hinteren Ötztal wird man ja nicht gerade bevorzugt was Trainingsmöglichkeiten in den Wintermonaten angeht, was aber keine Rechtfertigung und schon gar keine Ausrede sein soll. Mit so einem Ziel vor Augen geht man glaube ich, mit voller Motivation und Vorfreude in die - nicht immer schöne – Wintervorbereitung. Gerade für mich persönlich wäre der Aufstieg ein schöner Erfolg in der letzten bzw. vielleicht vorletzten Saison.“

Wer wird in der Bundesliga Meister 20/21, wer steigt aus der 2. Liga auf? Wie schneidet das Nationalteam bei der EM 2021 ab?

Gregor Ennemoser: „Den österreichischen Fußball verfolge ich zu wenig um da wirklich gute Tipps ab zu geben. Sollten die Bayern aber wieder das Triple holen, wären, glaub ich, wieder alle Fußballfans zufrieden. Für die Euro im Sommer habe ich keine besonders hohen Ansprüche. Man sieht meiner Meinung nach jetzt schon in den Topligen, dass die Topspieler langsam an ihre körperlichen Grenzen kommen und das Niveau darunter leidet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit Spielen im Dreitagesrhythmus bis Sommer besser wird.“

 

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