Mathias Eller, Wipptal: „Den Humor haben wir noch nicht verloren!“

Der FC Wipptal hat in der Hinrunde der Gebietsliga West mit Tabellenplatz zwei positiv überrascht, Mitte Februar 2021 ist aber die Fortsetzung der Meisterschaft im März 2021 – wie geplant – wohl vom Tisch. Die Corona-Maßnahmen werden wohl frühestens im März gelockert, ob sich dann in Folge die Rückrunde noch zeitlich augehen wird, steht in den Sternen. Die Kicker des FC Wipptal haben aber ihren Humor noch nicht verloren, wie Mathias Eller im ligaportal.at Tirol Interview schildert.

 

Hinrundenbilanz

Mathias Eller: „Mit dem Herbst 2020 können wir sehr zufrieden sein. Die Fusion zwischen dem SV Schmirn und dem FC Steinach ist im Wesentlichen reibungslos verlaufen. Wir haben die Kräfte bündeln können und sind sehr gut in die Saison gestartet. Bei den Partien gegen die anderen drei Teams an der Spitze konnten wir aber bei weitem nicht unser Leistungspotential abrufen. Man muss aber auch sagen, dass vor allem Längenfeld und Axams/Grinzens wirklich sehr starke Gegner sind. Am Ende der Herbstsaison waren wir auch ein wenig ersatzgeschwächt und es steckte so manchem Akteur schon die Müdigkeit in den Beinen.“

Aktuelle Corona-Einschränkungen überzogen!

Mathias Eller: „Die Maßnahmen hinsichtlich Corona waren sicherlich gerechtfertigt, zumal man die Gefährlichkeit des Virus zu Beginn der Pandemie nicht einschätzen konnte. Die aktuellen Einschränkungen halte ich persönlich aber für überzogen. Vor allem im Sportbereich sind große Cluster bislang ausgeblieben. Es bleibt die Hoffnung, dass wir doch bald wieder Fußball spielen können. Das wäre nicht nur für uns Spieler, sondern auch für alle Vereine - insbesondere aus wirtschaftlicher Sicht - wichtig. Natürlich fehlen einem aber auch die persönlichen Kontakte mit den Mitspielern. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war im Herbst sehr gut. Nun haben wir uns schon längere Zeit nicht mehr sehen können. Ich glaube aber, der Humor ist keinem verloren gegangen.“

Aktuelle Situation Mitte Februar 2021

Mathias Eller: „Da wir ja nicht in Gruppen trainieren dürfen, läuft das Training individuell ab. Für die Motivation ist das nicht unbedingt ideal, gerade auch deshalb, weil der Beginn der Frühjahrssaison mehr als wackelt. Ich bin skeptisch, ob die Rückrunde gespielt werden kann. Vor Ostern werden wir nicht spielen können. Wie es danach aussieht, werden wir sehen. Wir sind von den politischen Entscheidungsträgern abhängig.“

Favoriten

Mathias Eller: „Mein persönlicher Titelfavorit ist Längenfeld. Sie sind wohl die stärkste und dynamischste Mannschaft in unserer Liga. Sie haben auch in den letzten Jahren immer vorne mitgespielt, weshalb es mich nicht überraschen würde, wenn sie den Titel holen. Wir sind ehrlich gesagt nicht mit der Erwartung in die Saison gestartet, ganz vorne mitzuspielen, obwohl wir wussten, dass wir auch viel Qualität in der Mannschaft haben. Nach dem sehr guten Herbst will man die Position zwei in der Tabelle nun natürlich nicht mehr aus der Hand geben. In der Bundesliga führt sicherlich kein Weg an Salzburg vorbei, alles andere wäre eine Überraschung für mich. Spielerisch gefällt mir aber auch der LASK sehr gut. In der 2. Bundesliga sieht es stark danach aus, als ob Lafnitz Meister werden könnte. Damit hat vor der Saison wohl die wenigsten gerechnet. Der Aufstieg selbst wird wohl leider eine lizenzrechtliche und keine sportliche Frage sein. Wie Österreich bei der EM 2021 abschneidet, ist schwer zu prognostizieren. Ganz entscheidend wird das erste Spiel sein. Wenn man das gewinnt, ist vieles möglich.“

Hobbies und Idole

Mathias Eller: „Ich tausche in meiner Freizeit auch gerne den Fußball mit der gelben Filzkugel. Das Tennisspielen macht extrem Spaß. Im Winter fahre ich gerne Ski und mache auch die ein oder andere Skitour, auch mit Kollegen aus der Kampfmannschaft. Ein Idol habe ich eigentlich nicht. Fußballtechnisch hat mir früher immer Raúl sehr gut gefallen, Real Madrid ist auch immer noch jener Verein, dem ich die Daumen halte.“

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