Aleks Matic, SV Reutte: „Die aktuellen Corona-Maßnahmen im Amateurfußball beleidigen die Intelligenz der Menschen!“

Die Landesliga West hat in der Rückrunde ganz sicher einen hochdramatischen Fight um Titel und Aufstieg zu bieten, aber wann der Ball wieder rollen kann steht wegen den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den Sternen. Der Amateurfußball trägt die Maßnahmen der Bundesregierung mit, allerdings wird das aktuelle Trainingsverbot – selbst unter strikten Regeln – sehr kritisch gesehen. Aleksandar Matic, Sportchef und Coach des SV Schweiger Reutte, findet ganz klare Worte für die aktuellen Trainingsverbote, die wohl noch mindestens bis März 2021 aufrecht bleiben.

 

Kaderänderungen?

Aleksandar Matic, Sportchef und Coach SV Schweiger Reutte: „Abgänge hatten wir im Winter 20/21 keine. Neu bei uns sind zwei Spieler. Rene Strobl kommt von Zugspitze zu uns und Philipp Fellner von Vils!“

Wie beurteilst Du die aktuelle Situation wegen den Corona-Maßnahmen?

Aleksandar Matic: „Ehrlich gesagt ist die Situation schwierig! ich weiß nicht ob Corona im Labor künstlich hergestellt wurde oder von Fledermäusen übertragen wurde. Aber die gesamte Situation beleidigt die Intelligenz der Menschen - Kinder und Jugendliche tun mir am meisten leid! Wenn es um den Amateursport geht, kann ich nur sagen, dass ich die politische Entscheidung nicht verstehe!

Ein Fußballfeld ist hundert Meter lang und sechzig Meter breit , das sind dann 6000 Quadratmeter. Dividieren durch 20 Quadratmeter pro Spieler – da hätten 300 Spieler Platz. Mathematisch kann also ein Training kein Problem sein, aber diejenigen, die über unser Schicksal entscheiden, denken nicht so! Wenn sie eine Entscheidung treffen, sollten sie zuerst darüber nachdenken, damit sie uns diese besser verkaufen können! Ich weiß, dass ich nichts ändern kann, aber ich sage immer, was ich denke!“

Mein Ziel mit dem SV Reutte

Aleksandar Matic: „Ich bin seit dem 9.9.2020 Trainer beim SV Reutte. Ich kann sagen, dass ich mich in diesen fünf Monaten in den Verein, die Spieler und die Menschen aus diesem Teil Tirols verliebt habe. Das Potenzial ist groß im Außerfern. Ich habe unsere Vision, den Plan und die Spielidee bzw. Spielphilosophie für unsere Mannschaften festgelegt. Mein Ziel ist es, nur mit Spielern aus dem Außerfern und Spieler, die zehn Minuten von Reutte entfernt an der deutschen Grenze leben zu arbeiten. Reutte sollte als größter Ort im Bezirk eine gute Plattform für alle Kinder und Jugendliche bieten - ab der U7 bis zur Kampfmannschaft.

Wir haben ein tolles Stadion und das Publikum ist fantastisch. Das einzige Problem ist der Kunstrasen, der 25 Jahre alt ist und auf dem nicht trainiert werden kann. Es besteht ein zu hohes Risiko für Verletzungen von Spielern. Aber ich glaube, wenn diese Pandemie vorüber ist, wird dieses Thema auch auf den Tisch kommen. Ich bin ein Optimist, da der Bürgermeister regelmäßig an unseren Spielen teilnimmt und uns unterstützt. Mit einem erfolgreichen Verein werden wir die Spieler behalten, um nicht nur für den Verein zu spielen, sondern auch nach der Schule und dem Studium im Bezirk weiterzuleben und zu arbeiten.

Das Management des Vereines unter der Leitung von DR. Gerald Pinzger tut alles, damit der Verein auch in dieser schwierigen Zeit funktioniert. Die Spieler trainieren seit dem 18. Januar 2021. Jede Woche sende ich ihnen ein Laufprogramm und versuche natürlich, sie per Video zu motivieren. Ich vertraue ihnen und ich kontrolliere meine Spieler nicht!

Und zum Schluss wünsche ich uns allen ein schnelleres Ende der Pandemie und dass wir uns irgendwo wieder zum Kaffee oder noch besser zu einer Runde Bier treffen. Am Besten in der Kantine - dort schmeckt das Bier ganz besonders!“

 

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