Wörgl besiegte dezimierte Kufsteiner knapp mit 1:0

Am Samstagnachmittag empfing der FC Kufstein zu Hause den SV Wörgl. Die Gäste waren auf Grund der tollen Leistungen in dieser Saison und dem zweiten Tabellenplatz leicht zu favorisieren. Doch die Hausherren waren keinesfalls zu unterschätzen, denn die Leistungskurve zeigte in letzter Zeit auch deutlich nach oben. Circa 350 Zuschauer besuchten die Kufstein Arena, um diese intensive Regionalliga Tirol Partie zu beobachten. Dabei musste sich die Heimmannschaft in Unterzahl schlussendlich mit 1:0 geschlagen geben. 

 Aufreger in Minute zwanzig 

Von Beginn an war es der SV Wörgl, der dieses Darby kontrollierte. Auch die ein oder andere Torchance entstand durch diese Dominanz, doch diese konnten nicht in ein Tor umgemünzt werden. In der 20. Minute fand dann die wohl kontroverseste Aktion des Spiels statt: Nachdem ein Spieler der Kufsteiner Ante Zovko von hinten auf das Wadenbein trat, brannten diesem die Sicherungen durch und er packte den gegnerischen Spieler am Hals und brachte ihn zu Boden. Schiedsrichter Brugger entschied sich dafür, keinem der beiden Akteure eine Karte zu geben. Aus Sicht der Heimmannschaft war dies eine fatale Fehlentscheidung, da man auf Grund der Tätlichkeit eine rote Karte forderte, aus Wörgler Sicht war dies die korrekte Entscheidung, zumal die Provokation vom Heimakteur ausging. In der restlichen Zeit der ersten Hälfte fanden sonst keine nennenswerten Szenen mehr statt und nach 45 Minuten gingen beide Mannschaften in die Kabine. Ognjen Zaric, Trainer FC Kufstein: „Ich mache das normalerweise sehr ungern, aber heute muss ich den Schiedsrichter stark kritisieren. In der 20. Minute wäre auf jeden Fall eine rote Karte angebracht gewesen, da eine klare Tätlichkeit von Wörgl begangen wurde. Dann hätten wir 70 Minuten in Überzahl gespielt und das Spiel wär sicherlich anders verlaufen. Meiner Meinung nach war der Unparteiische für diese Liga absolut ungeeignet und brachte uns ums Spiel. Ansonsten möchte ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, da sie auch in Unterzahl großartig agierte und eine beherzte Leistung zeigte und sich mindestens einen Punkt verdient hätte.“

Wörgl mit dem Siegtreffer in Halbzeit zwei

Gleich nach Wiederbeginn gab es dann eine rote Karte für Faruk Zeriv von den Hausherren. Nach einem Zweikampf lag ein Spieler der Gäste am Boden und der heimische Akteur trat diesem nach. Der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf den Platzverweis. Hierbei sind sich beide Seiten einig, dass dies die richtige Entscheidung war. Die Überzahl konnte der SV Wörgel dann ausnutzen und das wichtige 1:0 erzielen. Nach einem Eckball herrschte große Unordnung im Strafraum der Hausherren und Marco Kofler geriet in der 61. Minute als erster an den Ball und schoss das entscheidende Tor. Danach probierte der FC Kufstein zwar noch alles, um den Ausgleich herzustellen, doch das Tor gelang nicht. Die Wörgler konnten schlussendlich mit einer kompakten Abwehrleistung den Sieg über die Zeit bringen. Nach 90 Minuten ging die Auswärtsmannschaft somit als Sieger vom Platz. Denis Husic, Trainer SV Wörgl: „Die Kufsteiner legten es darauf an uns zu provozieren und damit eine rote Karte zu erzwingen. Bereits in der achten Minute trat ein Stürmer der Heimmannschaft, nachdem die Aktion bereits vorbei war, einem Verteidiger von uns hinten rein. Dieser reagierte jedoch ganz cool auf diese Unsportlichkeit. Zu der Aktion in der 20. Minute kann ich nur sagen, dass der Spielleiter richtig agiert hat. Die Provokation ging vom Gegner aus und unsere Nummer 2 reagierte etwas hitzig und packte ihn am Hals. Doch bei dieser Aktion muss er beide Akteure gleichermaßen bestrafen und er entschied darauf in diesem hitzigen Darby keinem der beiden eine Karte zu geben, was meiner Meinung nach völlig richtig war. Nachdem Platzverweis der Gegner konnten wir das 1:0 erzielen und brachten diese Führung sicher ins Ziel.“

Somit konnten sich die Wörgler den zweiten Platz etwas absichern und stehen, mit 30 Punkten aus sechzehn Spielen, vier Punkte vor Verfolger Telfs. Der FC Kitzbühel steht nach wie vor auf dem sechsten Rang und hat 23 Zähler auf dem Konto.

Beste Spieler: Marco Kofler (Innenverteidigung) und Drazen Kekez (Mittelfeld) vom SV Wörgl und auf Kufsteiner Seite wolle Coach Zaric seiner Mannschaft ein Pauschallob für eine engagierte Leistung aussprechen.

 

 

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