Reichenau gewinnt das Gipfeltreffen gegen Wörgl durch Strafstoß in der Nachspielzeit

In der siebenten Runde der Regionalliga Tirol hat SVG Reichenau die Tabellenführung übernommen – nach Verlustpunkten. Mit einem Treffer aus einem Strafstoß in der Nachspielzeit wird der SV Wörgl mit 2:1 besiegt – für den Trainer von Reichenau ein verdienter, aber glücklicher Dreier. Auch Wörgl bekommt einen Strafstoß zum 1:1 zugesprochen und beide Elfer sind doch eher härtere Entscheidungen des Schiri gewesen. Im zweiten Schlager trennen sich Kufstein und Schwaz – beide Mannschaften mit neuem Chefcoach – 1:1. Kitzbühel gelingt ein knapper 1:0 Erfolg gegen die Tirol Amateure. Die positive Überraschung bislang ist aber sicherlich FC Wacker Innsbruck II, die die Tabelle nach einem 4:1 in Telfs anführen.

 

Zwei Strafstöße, die nicht jeder Schiri gibt

Das ultimative Spitzenspiel der Runde hätte sicherlich mehr Zuschauer verdient, als die etwa 200, die von Beginn an ein sehr gutes Duell zwischen dem Titelfavoriten Wörgl und der äußerst kompakt auftretenden Reichenau sehen. In der ersten Halbzeit kann sich Reichenau durchaus Vorteile erspielen und der Führungstreffer in der 31. Minute durch Philipp Thurnbichler ist sicherlich nicht unverdient. Aber auch Wörgl zeigt, dass man nicht zu Unrecht immer wieder genannt wird, wenn es um den Titel in der Regionalliga Tirol geht. Reichenau ist dem 2:0 in der ersten Halbzeit näher als Wörgl dem 1:1, aber es geht mit einer 1:0 Führung für Reichenau in die Halbzeitpause.

Wörgl dreht das Spiel von den Spielanteilen in Hälfte zwei und übernimmt doch zusehends das Kommando. Es muss aber ein Strafstoß in der 73. Minute her, damit Wörgl durch Salko Mujanovic ausgleichen kann. Es riecht alles nach einem 1:1, dann aber ein Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit gegen Wörgl. Philipp Thurnbichler bewahrt die Nerven und trifft zum 2:1 für die Reichenau!

Beste Spieler SVG Reichenau: Philipp Thurnbichler, Fabian Kraxner, Meletios Miskovic

Gernot Glänzer, Trainer SVG Reichenau: „Es war sicherlich das erwartete Spitzenspiel – durch die vielen Spielabsagen schaut es nur in der Tabelle auf den ersten Blick nicht danach aus. Wörgl gilt es in der Liga zu schlagen und meiner Mannschaft ist es heute gelungen. Der Sieg ist aus meiner Sicht verdient, wenn auch etwas glücklich. In der ersten Hälfte hätten wir deutlicher vorlegen müssen, Wörgl war in Hälfte zwei klar besser im Spiel. Der Ball war viel in der Luft, beide Teams haben doch einige große Spieler in ihren Reihen. Die beiden Strafstöße waren aus meiner Sicht beide etwas fragwürdig – mancher Schiedsrichter hätte sie nicht gegeben, aber das gleicht sich ja wieder aus.“

Denis Husic, Trainer SV Wörgl: „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Elf, Reichenau in Hälfte zwei. Ansonsten - und in Summe - waren die Chancen auf Treffer aber absolut ausgeglichen, ein unglücklicher Strafstoß gegen uns hat uns dann den Punkt gekostet.“