Michael Streiter zur Reaktion des FC Volders auf die Corona Pandemie

Ganz Tirol unter Quarantäne – das ist die bittere Schlagzeile zur Corona Pandemie für das Bundesland Tirol am späten Abend des 18.3.2020. Angesichts der größten Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg über Fußball zu reden, scheint nicht angebracht. Aber trotzdem ist die Gewissheit, es wird auch ein „nach der Krise“ geben, ganz wichtig. Michael Streiter, Obmann und Trainer des FC Raika Volders nimmt aus der Sicht des FC Stellung zur aktuellen Situation.

 

Sofort reagiert

Michael Streiter, Obmann und Trainer des FC Raika Volders: „Bereits am Donnerstag, dem 12. März2020, habe ich nach dem Bekanntwerden der vom ÖFB bzw. der vom TFV gesetzten Maßnahmen und nach Rücksprache mit meinem Vorstand den Trainingsbetrieb der beiden Kampf-und sämtlicher Nachwuchsmannschaften umgehend stoppen lassen. Auf meine Initiative hin wurde schon zu diesem frühen Zeitpunkt, das heißt am Donnerstagnachmittag, die gesamte Sport- und Fußballanlage durch die politische Führung der Gemeinde Volders für die gesamte Öffentlichkeit gesperrt. Dass wir hier im Team richtig und vorausschauend reagiert haben, zeigt die Tatsache, dass von der Bundesregierung genau diese Maßnahmen mit gestrigem Datum flächendeckend für ganz Österreich umgesetzt wurden. Über unsere sozialen Kanäle, den verschiedenen Mannschafts-Chats, aber auch über Aushänge am Fußballplatz, wurden Trainer, Kicker, Eltern, Fans und GemeindebürgerInnen umgehend informiert.“

Zur sportlichen Situation

Michael Streiter: „Natürlich habe ich Mitte der letzten Woche meine Spieler noch angehalten, sich physisch individuell – so wie während der Winterpause – fit zu halten. Die mittlerweile verhängte de-facto Ausgangssperre macht aber ein Kraft- oder gar Ausdauertraining fast unmöglich. Schon am Sonntag habe ich in einem Gespräch mit Verantwortlichen des TFV meine Befürchtungen dahingehend geäußert, dass ich an einer regulären Durchführung der Frühjahrssaison in der Tiroler Liga sehr zweifle. Zwar wurde jetzt mit der Verlegung der EURO 2020 auf 2021 einmal ein Schritt gesetzt, um die nationalen Meisterschaften zu Ende spielen zu können. Ob dies aber gelingen wird, lässt sich meines Erachtens aus derzeitiger Sicht überhaupt nicht abschätzen.Auch wenn der Fußball für uns alle einen wichtigen Bestandteil in unserem Alltagsleben darstellt, so müssen wir doch einsehen, dass wir uns momentan auf etwas noch viel Wichtigeres konzentrieren müssen und das ist die Gesundheit unserer Gesellschaft.“

Nur gemeinsam!

Michael Streiter: „Was die jetzige Situation aber mit dem Fußball gemeinsam hat: Nur im Team kann der Gegner „Corona-Virus“ besiegt werden. Daher hoffe auch ich, dass alle den Anweisungen der Bundesregierung Folge leisten, sprich: nach Möglichkeit zuhause bleiben und dadurch sich und vor allem unsere älteren MitbürgerInnen durch möglichst wenig soziale Kontakte schützen! Wenn uns das gelingt – und davon bin ich überzeugt - dann werden wir uns bald wieder auf den Fußballplätzen des Landes zur „schönsten Nebensache der Welt“ wiedersehen!“

 

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