Obmann des SV Kematen: „Wir werden uns bei einem Heimspiel bedanken!“

Samstag, 21. März 2020 – der sechste Tag an dem Österreich wegen der Corona Pandemie faktisch still steht. Der Obmann der SV Bäcker Ruetz Kematen, Arno Bucher, sieht für seinen Verein kein großes finanzielles Risiko – er macht sich aber Gedanken ganz generell über die Wirtschaftsentwicklung nach der Krise. Ob die Rückrunde der Tirol Liga gespielt wird und ab wann, steht absolut in den Sternen. Tirol hat nach wie vor die höchste Zahl an infizierten Menschen österreichweit.

 

Nach tollem Trainingslager in Kroatien fiel auf unbestimmte Zeit der Vorhang

Arno Bucher, Obmann SV Bäcker Ruetz Kematen: „Bei uns in Kematen hat die Gemeinde nach einer Sitzung der Gemeindeeinsatzleitung den Sportplatz bereits am Abend des 11. März gesperrt, somit gab und gibt es für uns auch keine Möglichkeit mehr dort zu trainieren. Als Verein tragen wir diese Maßnahme zu hundert Prozent mit, wir sind überzeugt dass dies die einzige Möglichkeit ist die Ansteckungen zu verhindern bzw. zu verlangsamen.

Natürlich haben alle unsere Trainer die Spieler aufgefordert selber daheim zu trainieren. Laufen, Ergometer und Stabilisationsübungen stehen jetzt am Heimprogramm. Überwachen können wir das natürlich nicht, das ist aber momentan auch nicht wichtig, die Spieler wissen um ihre eigene Verantwortung. Da haben wir wirklich eine tolle Truppe. Wir hätten natürlich gerne losgelegt, heute, am 20.3.2020, wäre ja das Heimspiel gegen Union Innsbruck gewesen. Wir waren wirklich gut drauf, haben vom 4. bis 8. März im Trainingslager in Kroatien super gearbeitet, aber es kam ja bekanntlich anders.

 

Trainingslager SV Kematen Anfang März 2020 - Foto: SV Kematen 

Wir haben auch Umbauarbeiten in Angriff genommen, die Tribüne wurde in den Vereinsfarben neu bestuhlt, der Ausschank auf der Tribüne kommt neu, die Fundamente für das Flutlicht sind fertig, wir hätten echt Vollgas geben können. Finanziell ist es für den Verein kein großes Problem, da wir ja nur eine Aufwandsentschädigung zahlen und der wird ja momentan nicht geleistet. Das haben wir aber auch mit der Mannschaft und allen im Verein besprochen, diese Entscheidung wird von allen mitgetragen. Natürlich fehlen uns die Einnahmen aus den Heimspielen, allerdings haben wir auch keine Zahlungen zu leisten an unsere Lieferanten usw. Strom, Wasserbund Versicherungen können wir uns leisten.

Gedanken mache ich mir eher um unsere Spieler, Sponsoren, Lieferanten und Partner. Ob die alle nach Kurzarbeit, teilweisen Kündigungen und Verdienstausfällen mit einem blauen Auge aus der Sache herauskommen, ist noch nicht klar. Ich hoffe wirklich, dass bei allen genügend Reserven vorhanden sind.

Es ist mir ein Anliegen mich bei allen zu bedanken die in dieser Situation das Rad am laufen halten. Medizinisches Personal, in den Supermärkten, Briefträger, Gemeindearbeiter, Müllabfuhr, Kindergarten, Schule usw. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns als Verein bei allen „Systemerhaltern“ bei einem Heimspiel bedanken, da wird uns sicher etwas einfallen. Wann das sein wird bzw. wann es beginnt ist momentan schwer zu sagen, ich glaube es kann länger dauern...!“

 

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