Obmann von Kundl mit revolutionärem Vorschlag für die Zeit nach Corona

Bis Juni 2020 wird es wegen der Corona-Pandemie ganz sicher keine Veranstaltungen mehr geben. Das steht seit der Stellungnahme der Bundesregierung vom 6. April fest. Die Rückrunden im Fußball-Unterhaus werden somit bis Sommer zu 99% nicht mehr ausgetragen werden. Es gibt die Möglichkeit, die Meisterschaften im Herbst neu zu starten – bitter für alle potentiellen Aufsteiger. Reinhold Ebenbichler, Obmann des SC Holz Pfeifer Kundl (Tirol Liga), äußert im Ligaportal-Interview eine Lösungsmöglichkeit, der sehr viel abzugewinnen ist und die sportlich mindestens einen großen Pluspunkt hat!

 

Meisterschaft im Herbst abschließen und auf Kalenderjahr umstellen!

Reinhold Ebenbichler, Obmann SC Holz Pfeifer Kundl: „Meiner Meinung nach ist ein Abschluss der Meisterschaft kaum noch möglich, da ja bis Ende Juni alle Veranstaltungen untersagt sind. Ohne Zuschauer zu spielen macht ohnehin wenig Sinn, denn den Vereinen gehen ja wichtige Einnahmen verloren. Englische Wochen wären prinzipiell okay, nur braucht dafür halt auch jeder Verein ein ordentliches Flutlicht. Ich glaube schon, dass im Herbst wieder gespielt werden kann, und dann sollte die aktuelle Meisterschaft zu Ende gespielt werden. Im Frühjahr 2021 startet man dann in eine neue Saison und spielt eine Meisterschaft nach Kalenderjahr. Das ist bei uns in Tirol durchaus vorstellbar. Gerade in den Regionen mit viel Schnee ist das eine klare Verbesserung. Man startet im April, und beendet die Saison im Oktober. Dann fallen die "kalten" Spiele im November weg, und im April kann eigentlich auch schon überall gespielt werden. Über eine Pause im Hochsommer(z.B. Juli) kann man dann immer noch diskutieren, denn es blieben ja immer noch sechs Monate für 30 Meisterschaftsspiele.

Sollte 2020 wirklich kein Fußball mehr gespielt werden, wäre eine Möglichkeit die Meisterschaft im Frühjahr 2021 mit der aktuellen Tabelle fortzusetzen. Aber hoffen wir, dass es dazu nicht kommt. Finanziell ist es natürlich für alle Vereine eine Herausforderung. Alle haben laufende Kosten und praktisch keine Einnahmen. Im Amateurbereich wird das schon zu stemmen sein, aber bei den Profis sieht das ganz anders aus. Wenn man bedenkt wie viele Vereine ohnehin schon große finanzielle Schwierigkeiten haben, wird das durch dieses Situation nicht leichter. Da werden einige ordentlich zu kauen haben.

Ich hoffe, dass wir alle das Ganze halbwegs unbeschadet überstehen und hoffe auch, dass die Gesellschaft zu einem Umdenken bewegt wird. Weg von der Globalisierung, hin zu mehr Regionalität. Vielleicht wird auch der Massen- und Dumpingtourismus überdacht. Unser wunderbares Land hat so viel mehr zu bieten, als das was vielerorts angeboten wird!“

 

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