Kitzbühel holt sich – nach menschlichem Ermessen - mit Remis gegen Reichenau den Titel!

Rein mathematisch ist der Titel noch nicht vergeben – in der Realität aber schon. Der FC Kitzbühel hat in der vorletzten Runde der Tirol Liga den Sack zugemacht. Mit einem 1:1 gegen die SVG Reichenau vor über 1000 Zuschauern und Fans kehrt Kitzbühel damit, nach kurzer Abstinenz, wieder in die Regionalliga West zurück. Noch dazu in eine Saison die von der Liga Reform geprägt sein wird. Reichenau hat im Duell aber mindestens auf Augenhöhe mitgespielt und auch 2016/17 gezeigt, dass man zu den absoluten Top-Teams in Tirol gehört.

 

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Führung für Kitzbühel

Es ist eine kalte Dusche für Reichenau. Nach einem Eckball in der 18. Minute kann Yigit Baydar die Führung für Kitzbühel erzielen. Ansonsten hat Kitzbühel etwas mehr vom Spiel. Ganz großer Fußball wird aber nicht geboten. Kitzbühel versucht Druck aufzubauen, wirklich zündende Kombinationen sind aber nur selten zu sehen. Reichenau im Spiel nach vorne nahezu nicht präsent, lässt aber hinten kaum etwas anbrennen. Mit einer 1:0 Führung für Kitzbühel geht e sin die Pause.

Reichenau sehr stark - Ausgleich fällt zu spät

Das Spiel hat in Hälfte zwei das Potential zu kippen, denn Reichenau bietet eine ausgezeichnete Vorstellung. Kitzbühel hat natürlich den großen Vorteil einen Puffer von einem Tor zu haben - selbst ein Remis würde faktisch den Titel bedeuten. Reichenau fightet aber mit toller Moral weiter. Hätte Reichenau das 1:1 früher geschossen als in der Nachspielzeit, hätte die Partie ganz anders ausgehen können. Das 1:1 von Fabian Kraxner ist aber absolut verdient, bringt aber in Summe Reichenau nur die Bestätigung jederzeit mit dem zukünftigen Regionalligisten mithalten zu können. Rein mathematisch ist Kitzbühel der Titel noch zu nehmen – man müsste drei Punkte und eine um sechzehn Tore bessere Tordifferenz in der letzten Runde verspielen. Im Fußball ist zwar viel möglich – das aber sicher nicht! Trotzdem wird die Redaktion von Ligaportal.at Tirol mit der Gratulation an den neuen Meister noch bis Donnerstag, dem 15. Juni, 2016 bis 19:45 Uhr zuwarten.

 

Helmut Hupfauf, Sektionsleiter SVG Reichenau: „In der ersten Halbzeit hatte Kitzbühel leichte Vorteile. Diese waren aber nicht spielerischer Natur – mit hohen Bällen nach vorne konnte ein kleiner Druck auf unsere Defensive aufgebaut werden. In Hälfte zwei hat unser Team eine extrem starke Leistung gezeigt. Kitzbühel wurde unter Druck gesetzt – ich möchte da keinen einzelnen Spieler heraus heben. Das ganze Team hat tollen Fußball gezeigt. Das 1:1 ist uns aber sehr spät gelungen, wir waren dem 2:1 sehr nahe. Aufgrund der Tordifferenz hätte uns aber eigentlich ein Sieg auch nicht wirklich weiter geholfen. Kitzbühel hätte in der letzten Runde – so oder so – den Sack zugemacht. Man könnte sagen das Remis entspricht dem Spielverlauf, ich habe aber durchaus Vorteile für unsere Elf gesehen.“