Fügen holte in einem ereignisreichen Spiel gegen St. Johann drei Punkte

Nachdem der SK St. Johann in den letzten sieben Spielen der Tirol Liga keinen Punkt ergattern konnte wollte man unbedingt zu Hause wieder einmal anschreiben. Zu Gast war der SV Fügen, der sich durch gute Leistungen im oberen Tabellendrittel befindet und somit als klarer Favorit in die Partie startete. Die rund 200 Zuschauer im Koasastadion bekamen ein ereignisreiches Spiel zu sehen, das schlussendlich mit 1:3 endete.

 

Fügen mit der Führung zur Halbzeit

Den besseren Start in diese Begegnung gelieng eindeutig dem SV Fügen, der einen besseren Fußball zu spielen pflegte als die Hausherren. Diese wirkten auf Grund der letzten Ergebnisse etwas verunsichert und fanden zunächst nicht optimal ins Spiel. Aus dieser Dominanz konnten die Zillertaler dann auch Kapital schlagen und gingen verdient in der 22. Minute in Führung. Nach einem Eckball herrschte ein großes Durcheinander im Strafraum der Gastgeber und schließlich war es David Egger, der den Ball über die Linie schoss. In weiterer Folge konnten sich die Gäste noch die ein oder andere gute Tormöglichkeit erarbeiten, die jedoch allesamt nicht genutzt werden konnten. St. Johann gelang es nur ganz selten, gefährlich vor das Tor der Fügener zu kommen und war auch hinten nicht allzu sattelfest. Folglich gelang der Auswärtsmannschaft in der 43. Minute das verdiente 2:0. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß fand ein Stangelpass genau den Fuß von Stefan Hussl, der eiskalt den Ball im Tor unterbrachte. Kurz danach beendete Schiedsrichter Bramböck die erste Hälfte.

Fünf rote Karten in Halbzeit zwei

Gleich nach Wiederanpfiff wurde der SV Fügen durch eine gelb/rote Karte nach einem Foul von Mario Mitterberger dezimiert und musste sich deshalb etwas zurückziehen und konnte dadurch nach vorne nicht mehr ganz so viele Akzente setzen. In der 56. Minute standen dann auch bei der Heimmannschaft nur mehr zehn Akteure auf dem Platz. Marc Köllner beging sein zweites Foul und wurde daraufhin des Platzes verwiesen. Beide Mannschaften neutralisierten sich im weiteren Verlauf und es kam kein schönes Spiel zu stande. In der 80. Minute dann der Anschlusstreffer für die Hausherren. Nach einem Eckball erzielte Patrick Huter das 1:2. Trainer Thomas Lurcher reklamierte jedoch ein Foul bei dieser Aktion und wurde deshalb per gelb/rot von der Bank verwiesen. In der 87. Minute sorgte dann Daniel Ortner allerdings für die Vorentscheidung mit dem 3:1 nach einem Konter. In der 88. als auch in der 90. Minute sahen dann Georg Pendl und Emre Cetinkays für eine Beleidigung jeweils die rote Karte. Schiedsrichter Bramböck traf an diesem Tag einige kontroverse Entscheidungen. Nach 90 Minuten endete die Partie mit einem verdienten 1:3 für die Gäste. Thomas Lurcher, Trainer SV Fügen: „Nachdem wir gut in die Partie gestartet sind konnten wir uns mit der verdienten Führung belohnen und konnten vor der Halbzeit noch auf 2:0 erhöhen. Die zweite Hälfte verlief ziemlich konfus, zumal es fünf rote Karten gab, obwohl sich die beiden Teams nicht gegenseitig wehtaten. Der Schiedsrichter fing einfach an mit Karten um sich zu werfen. Zum Glück konnten wir drei Punkte aus diesem Spiel mitnehmen.“

Der SV Fügen befindet sich somit auf dem fünften Platz mit 21 Zählern und der SK St. Johann, der weiter einem Punktgewinn hinterherläuft, steht auf dem zwölften Rang mit zwölf Punkten.

Beste Spieler: Servan Bingölü (Mittelfeld) und Andre Egger (Außenverteidigung) vom SV Fügen

 

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