Raiffeisen Au mit sehr starker Vorstellung im Herbst 2020!

In der 2. Landesklasse hat der FC Raiffeisen Au die Konkurrenz überrascht. Vor der Winterpause hält Au Tabellenplatz zwei, nur einen Punkt hinter Leader Schwarzenberg und einen Punkt vor Altach II. Dieses Trio wird wohl auch den Titel untereinander ausmachen, den der Vorsprung vor dem restlichen Feld mit über zehn Zählern ist gewaltig.

 

Wie ist man mit dem Verlauf der Herbstsaison zufrieden?

Herbert Natter, Obmann FC Raiffeisen Au: „Wir überwintern auf Platz zwei mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Schwarzenberg, wenn man da nicht mehr zufrieden ist? Besonders nach den beiden letzten Saisonen, wo wir ganz hinten in der Tabelle waren. Die Niederlage im letzten Spiel im direkten Duell gegen Schwarzenberg schmerzt zwar noch etwas, aber insgesamt eine tolle Herbstsaison!“

Wie war die Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Herbert Natter: „Aufgrund der vielen Siege natürlich sehr gut. Besonders die Neuzugänge passen nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bestens zum Verein bzw. der Mannschaft. Daher hat es ein tolles Teamgefüge gegeben.“Man wusste ja teilweise bis wenige Stunden vor dem Anpfiff nicht, ob überhaupt gespielt werden darf. Wie ist man mit dieser herausfordernden Situation umgegangen?

Wie hat man die Spannung hochgehalten?

Herbert Natter: „Der FC Raiffeisen Au ist eigentlich sehr verschont geblieben von der ganzen Corona Problematik. Einzig das Spiel gegen Satteins musste einmal verschoben werden. Das der SV Satteins sich für das Nichtantreten beim Nachtragstermin öffentlich darauf berufen hat, dass sie u.a auch wegen der Angst der Spieler vor eine Corona Infektion nicht angetreten sind, wurde von Seiten des SV Satteins im Vorfeld uns gegenüber so nie kommuniziert. Hier wurde immer nur davon gesprochen, dass sie zu wenige Spieler haben! Daher war auch die Strafbeglaubigung unseres Erachtens gerechtfertigt.“

Gab es vereinsintern Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr in der Kabine bzw. auch in der Kantine möglichst gering zu halten?

Herbert Natter: „Wir haben eigentlich schon sehr früh Maßnahmen gesetzt. Von Beginn an war der Aufenthalt beim Spiel im Kabinengebäude auf das Umziehen und die Besprechung beschränkt. Dies galt für Heim- und Gästeteams, wir wollten einfach keine Siegesfeiern im Indoorbereich. Ab Mitte September haben wir dann auch die Zusammensitzen nach dem Training vom Clubheim in den Outdoor Bereich verlagert. Ebenso galten Maskenpflicht in der Kabine bei Training und Spiel. Das Clubheim selber haben wir für die Zuschauer während dem gesamtem Herbst gar nicht geöffnet, die gesamte Verpflegung wurde im Außenbereich konsumiert und ausgegeben. Zudem wurden ab Mitte September auch nur mehr an Sitzplätzen die Speisen und Getränke konsumiert.“

Können Sie den Stopp des Fußball-Unterhauses Anfang November nachvollziehen?

Herbert Natter: „Ja, diese Maßnahme war nachvollziehbar, auch wenn es schade war, weil die Saison für die 1b Mannschaft bzw. den Nachwuchs eigentlich nur mehr zwei bzw. eine Woche gegangen wäre und das Wetter, bei unserer Höhenlage um diese Zeit keine Selbstverständlichkeit, noch super gewesen wäre.“

Denken Sie, dass – anders als im Frühjahr 2020 – im Frühjahr 2021 gespielt werden kann, also ab März oder April?

Herbert Natter: „Ich hoffe und denke doch, dass aufgrund der Impfung und der wieder wärmeren Jahreszeit, wieder gespielt werden kann. Vielleicht sollte man zwei, drei Wochen, also etwa Mitte April, später beginnen und dafür bis an dem einen oder anderen Feiertag bzw. bis Ende Juni spielen. Dann könnte man ja die Herbstsaison 2021 vielleicht etwas später starten.“

Hat Ihr Verein bereits Unterstützungszahlungen vom Staat erhalten?

Herbert Natter: „Ja, wir haben eine Unterstützung erhalten!“

Rechnet man im Winter mit Transferbewegungen?

Herbert Natter: „Ich denke es wird keine großartigen Veränderungen geben, der Kader ist gut aufgestellt, auch wenn jetzt mit Martin Moosbrugger und Hannes Natter zwei Spieler länger ausfallen werden. Dafür sollte Mario Feurstein nach langer Verletzung wieder voll dabei sein.“

Auf welchen Positionen sieht man Handlungsbedarf?

Herbert Natter: „Auf keiner keiner, wir sind, wie schon erwähnt, gut aufgestellt!“

Weitere Informationen zu Mannschaft und Verein?

Herbert Natter: „Ich bin schon etwas stolz darauf, wir alle Beteiligten im Verein diese schwierige Situation gemeistert haben. Besonders unsere Nachwuchstrainer wollten immer nur, dass unsere Kids Fußball spielen können. Hier gab es nie Angst wegen Corona. Auch die Eltern haben uns immer wieder gesagt, dass sie froh sind, dass wir mit unseren Kinder und Jugendlichen in dieser schwierigen Zeit etwas machen. So konnten vor dem Abbruch auch fast alle Nachwuchsspiele durchgeführt werden. Und auch die Spieler der Kampfmannschaften haben, auch wenn am Anfang nicht für jede Maßnahme gleich Verständnis da war, super mitgezogen und alle Vorgaben eingehalten!“

Ihre persönlichen Anliegen und Wünsche für den Winter 2020/21 und hoffentlich der planmäßigen Fortsetzung im März/April 2021

Herbert Natter: „Mein Wunsch, aber ich glaub aller im Fußball involvierten, ist, dass das Frühjahr halbwegs "normal", über die Bühne gebracht werden kann. Wann im Winter die Vorbereitung gestartet werden kann, wird wohl niemand sagen können. Ich hoffe aber schon, dass vielleicht nach den Weihnachtsferien wieder ein Training besonders für den Nachwuchs möglich ist. Hier könnte die Schweiz ein Vorbild sein, wo ja Training mit Kindern und Jugendlichen bis sechzehn Jahren sowohl auf dem Platz, als auch in der Halle immer zulässig war und ist. Außerdem hoffe ich, dass im Winter 2020/21 nun endlich unser schon lange geplanter und notwendiger Kunstrasenplatz umgesetzt wird. Gerade heuer zeigt sich wieder, wie schwierig es ist, Trainingstermine für unsere Kampfmannschaften zu finden. Vom Nachwuchs will ich gar nicht reden. Hier hoffe ich, dass die vielen Ansagen der Politik, wie wichtig der Sport und Bewegung sind, nicht nur leere Worte sind!“